Wir wünschen allen Lesern unserer Seite frohe Weihnachten und kommt gesund und munter ins neue Jahr 2018.

Für uns geht das alte Jahr leider nicht so gut zu Ende.

 

Wir hatten uns mit den beiden Pärchen der Rollergang, welche wir letzten Winter in Spanien kennen gelernt haben, auf dem Weg nach Portugal gemacht als uns auf der Fahrt von Bilbao zum nächsten Stellplatz die Nachricht erreicht, dass Andy´s Vater im Sterben liegt.

 

Also machten wir uns auf den langen Weg wieder zurück, 1.500 KM und leider mit der Gewissheit den Vater nicht mehr lebend anzutreffen. Seither stehen wir in Düsseldorf in der Nähe der elterlichen Wohnung am Straßenrand und haben allerlei zu tun. Alle CP haben Winterruhe, der einzig nahe SP wurde letztes Jahr geschlossen und der SP in Zons wird von einer Gruppe Roma okkupiert.  Nun hoffen wir in 2018 eine Lösung für Andy´s Mutter zu finden, denn alleine kommt sie offensichtlich nicht zurecht.

 

Die Tour geht für Rosi, Ingrid, Manfred und Wolfgang und Hund Bobby zum Glück weiter. Wenn Ihr diese wie wir verfolgen wollt:  https://maroontour.wordpress.com/

 

Bleibt uns gewogen und wir hoffen alsbald von neuen Reisen berichten zu können.

 

 

 

Ute und Andy

 

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Sylt

Samstag geht es in Richtung Fähre, diese soll uns von der Insel Römö in Dänemark nach Sylt bringen. Der Wind ist so heftig, dass unser Dicker mehrfach auf die Gegenfahrbahn gedrückt wird. Zum Glück ist kaum jemand unterwegs, kein Wunder bei dem Wind und Starkregen. Trotz unserer Sorge ist die Überfahrt nicht arg schauklig. Auf dem Campingplatz ist die Wiese durch den Regen aufgeweicht, blöd ist auch, dass der schmale Weg zwischen den Parzellen tiefer liegt. So kann Andy nicht ausholen um die schmalen Steinplatten zu treffen und so kommt was kommen muss: wir graben uns ein, so richtig. Aber dafür hat Andy doch vor Jahren Sandbleche gekauft, die liegen seitdem tief unten im Dicken versteckt. Um an die Bleche zu kommen müssen alle Kisten aus der Garage geräumt werden, und dies sind nicht gerade wenige, hatten wir doch soooo viele Sachen für die Nordkap Tour an Bord. Doch die Hinterräder rutschen immer wieder nur über die Kante der Bleche und finden keinen Halt. Um sie unter die Räder zu bekommen hätten wir wohl noch mit dem Spaten eine Grube graben müssen. Da der Rasen eh schon wie eine Mondlandschaft aussieht fragt Andy den Platzwart und der zieht uns dann mit einem riesigen Trecker aus der Miesere. Schnell den Schweiß abgewischt - Andy zieht die rote Hose aus Schweden an - dann holen uns auch schon unsere Freunde Annett und Michael mit ihren Kids Nicola und Leo ab. Wir fahren zu sechst im Auto zu Gosch. Dieser ist knallvoll, doch nach einigem Suchen finden wir ein Plätzchen und genießen den ersten Abend auf Sylt. Danach geht es zu der Ferienwohnung unserer Freunde zum Quatschen. Spät abends fahren wir dann mit dem Taxi zum Dicken. Sonntag scheint endlich einmal die Sonne und wir fahren mit den Rädern über die Insel zur Sansibar. Hier sitzen wir stundenlang auf den Stufen und lassen uns kulinarisch verwöhnen. Der Tisch drinnen ist um 18 Uhr reserviert, für Ute gibt es einen riesigen Burger und für Andy Lamm Karree. Montag geht es wieder mit dem Rad die Küste entlang. Nach einer Stärkung bei Gosch geht es quer über die Insel nach Keitum zur Ferienwohnung unserer Freunde. Unterwegs entdecken wir einen Leuchtturm mit schwarz weißen Streifen und davor, wir trauen unseren Augen kaum, genau so gestreifte Kühe. Sachen gib es – schaut einmal auf das Foto. Heute gibt es einen Spieleabend und da niemand mehr raus zum Essen möchte zaubert uns Annett etwas aus den Beständen des gut gefüllten Kühlschranks. Spät wird es und wir sind froh, dass die Taxifahrerin in den dunklen Gassen das Haus findet und uns zu unserem Dicken bringt. Dienstag ist das Wetter nicht so gut und wir beide schwächeln auf Grund einer Erkältung – oder war es der gestrige Abend? – und bleiben im Dicken. Unsere Freunde machen eine kleine Seefahrt und sind ganz begeistert.  Mittwoch bleibt Ute erst einmal im Dicken, Andy wird mit dem Auto abgeholt. Es geht zur einer stürmischen Strandwanderung, zur Stärkung naschen die Großen am Hafen fangfrische Muscheln und für die Kids gibt es Pommes. Im Hafenbecken tummeln sich zwei Seelöwen und hätten sicher gerne die ein oder andere Muschel abbekommen. Abends geht es dann mit dem Bus zur Sansibar. Leckeres Essen und munteres Quatschen schließen den heutigen Tag ab. Freitag den 13. fahren wir mit dem Rad über Deiche nach Morsum. Der Wind bläst mal wieder recht heftig und so sind wir froh uns in einem Café aufwärmen zu können. Abends holt uns Michael ab und wir gehen in Keitum leckerer essen, ein lustiger Abend. Heimwärts nehmen wir dann ein Sammeltaxi und so fällt der Abschied viel zu hektisch aus. Aber egal, es war eine super schöne Woche mit den vieren und wieder einmal ist die Zeit nur so gerast. Und es war sicher nicht unser letzter Besuch auf Sylt, gell Astrid! :-)

 

 

 

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Sankt Peter Ording

Auf dem Weg nach Sankt Peter Ording fahren wir nach Kappeln. Nettes kleines Städtchen an der Schlei mit einer alten Windmühle, im Ort kaufen wir frisch geräucherten Fisch. Ein kleiner Stellplatz in Lindau kann uns leider nicht aufnehmen, denn die Wiese ist durch den vielen Regen zu aufgeweicht. Der empfohlene CP in Karschau ist ganz in Ordnung, nur wie so oft müssen ausgerechnet heute mit viel Krach die Hecken geschnitten und die Wiese gemäht werden. Dafür gibt es die Waschmaschinen und die Trockner alleine für uns und dies nutzen wir redlich. Am Dienstag fahren wir nach ausgiebigen Duschen weiter nach Schleswig, hier ist es schwer in Stadtnähe zu parken, auch ist der SP am Hafen proppenvoll. Wir finden im Neubaugebiet einen Parkplatz und laufen in die Stadt. Auf dem Weg dorthin finden wir wunderschöne alte Gassen und alte kleinen Häuser, welche mit Rosen bewachsen sind. Der kleine Friedhof ist kreisrund und liegt verwunschen mitten drin. Die Fußgängerzone hat dann die üblichen Geschäfte, in der Backfactory gibt es belegte Brötchen und Kaffee. Auf dem Rückweg besichtigen wir den Petri Dom, dessen Kreuzgang an den schiefen Turm von Pisa erinnert. Auch muss Andy natürlich die 200 Stufen zur Turmspitze erklimmen. An der Schlei sind schöne neue Häuser mit großen Penthouse Wohnungen entstanden, Geld müsste man haben. Am Dicken angekommen entschließen wir uns im nahen ehemaligen Militärgelände zu übernachten. Hier stehen wir direkt an der Schlei und können am Abend dem THW bei einer Tauchübung zusehen. Mittwochs geht es dann nach Sankt Peter Dorf. Hier bekommen wir den vorletzten Platz auf dem CP, denn in der kommenden Woche sind Herbstferien und mit dem 3. Oktober auch noch ein verlängertes Wochenende. Der CP ist sehr gut gelegen nahe einem Einkaufscenter und zu Fuß geht es bequem in den Ort. Donnerstag laufen wir durch den Stadtteil Dorf mit seinen netten Lokalen und Lädchen. Auf dem Deich wandern wir nach St. Peter Bad. Die Landungsbrücke ist beeindruckend lang und der Strand ist weitläufig und heute noch fast leer. Mit dem Bus geht es zurück zum Dicken, heute macht uns Andy leckeres Sauerkraut. Freitag ist dann Haushaltstag und Andy geht endlich mal wieder joggen. Samstag kommen dann unsere Freunde, Britta und Uwe, an und wir gehen lecker Fisch essen. Am nächsten Tag lernen wir Uwe´s Schwester mit Familie kennen. Nun sind wir zu neunt, Anja und Bernd mit ihren Kindern Lara und die Zwillinge Nils und Justin. Gemeinsam laufen wir am Strand entlang und genießen den sonnigen Tag. Montag bleibt Ute im Dicken und Andy lässt mit den anderen Drachen am Meer steigen. Zumindest die Kiddis haben ihren Spaß, denn das Wetter ist mies. Zum Aufwärmen geht es in ein Strandkaffee und hier geht es eng und lustig zu. Am Abend lassen wir uns in dem schon bekannten Fischlokal verwöhnen. Dienstag geht es gemeinsam zum Leuchtturm, der Wind weht recht heftig und die hohe Flut hat den Weg dorthin überflutet. Statt der geplanten Wanderung gehen wir lieber leckere Waffeln in Tating essen. Abends fährt Uwe dann Andy in die Sportsbar nach Bad, sin Fortuna spielt und gewinnt. Lieb, dass Uwe auch bleibt und zurück fährt, es wäre wohl im Dauerregen ein langer Fußmarsch geworden. Da am Mittwoch ein Wochenmarkt in Sankt Peter Dorf ist und wir dort für ein gemeinsames Frühstück einkaufen wollen, geht es für uns um 7 Uhr früh aus den Federn. Die leckeren Einkäufe werden dann mit Britta und Uwe in deren Ferienwohnung verputzt. Es regnet in Strömen und so fallen heute weitere Aktivitäten ins Wasser. Am Abend treffen sich dann alle in der gestrigen Sportbar zum Essen. Das Essen ist super lecker und der Billardtisch wird von den „Jungs“ eine ganze Weile belegt. In unterschiedlichen Teams wird gegeneinander angetreten. Die Mädels quatschen derweil und es ist ein richtig schöner Abend. Donnerstag soll es eigentlich nach Büsum gehen, doch es schüttet aus Eimern und der Wind ist recht heftig. Der Ausweichplan das Multimar Wattforum in Tönning ist natürlich überfüllt, also gehen wir statt dessen ein großes Eis essen. Abends gehen wir dann mit Britta und Uwe in St. Peter Bad Spare Ribbs  satt essen. Freitag wandern wir mit den beiden über den Deich nach Bad und zurück. Zwischendurch werden wir natürlich pitsch nass. Dann ist es Zeit Tschüss zu sagen -wir sind traurig wie schnell die schöne Zeit vorbei ist. Es war eine tolle Woche und wir haben wieder einmal ganz liebe Menschen kennen gelernt.   

 

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Flensburg

Sonntag es geht früh los fahren über Autobahn 400 KM bei April Wetter.

Der SP in Korsoer liegt direkt am Meer. Ein kleiner Hafen mit einem Schotterplatz aber für heute gerade richtig. Montag fahren wir die restlichen 300 KM nach Flensburg, dort hat Ute um 15 Uhr einen Termin beim Arzt. Wir finden einen Parkplatz direkt vorm Haus und - nachdem wir uns bei einem falschen Arzt vorgestellt haben - auch den Hausarzt. Ute´s Wunde ist entzündet und der Arzt meint es wäre gut dass sie Eiter gebildet hat um die Sekrete abzuführen. Der letzte verblieben und in Schweden übersehene Faden wird entfernt und die Wunde wird mit Jod Salbe behandelt. Dannach fahren wir an die Ostsee. Finden einen kleinen CP und gehen spazieren auf dem Weg zum Dicken finden wir einen Italiener und gönnen uns eine Pizza. Dienstag fahren wir zu Bosch, die Bordbaterien werden sobald wir an Landstrom hängen immer weiter geladen da stimmt was nicht. Als der Techniker den Dicken betritt entschuldigen wir uns für den Geruch, denn seit zwei Tagen riecht es nach faulen Eier, wir vermuten dass unser Abwassertank stinkt. Neee sagt er da hat die Batterie abgedampft, ok. Schlimm fragen wir, na kommt drauf an sagt er uns. Nach eingehender Prüfung steht fest die 1 ½ Jahre alten Geelbaterien sind hin, eine kocht gar. Also müssen zwei neue her, Stückpreis 500€ na super. Danach  geht es zu MAN um einen Termin für den TÜV zu machen. Im Anschluss kaufen wir im Mediamarkt eine Satellitenschüssel die automatische auf dem Dach ist wohl nicht zu retten, immerhin hat sie fast 17 Jahre gehalten. Da uns der gestrige CP nicht so gefallen hat versuchen wir einen anderen in Langballigau aus. Nett direkt am Meer und ein kleiner Hafen ist auch in der Nähe, eine Promenade und mehrere kleine Lokal es ist wirklich schön hier. Andy bastelt an der neuen Antenne und Ute ruht sich aus. Mittwoch geben wir unseren Dicken um 9 Uhr bei MAN ab und verbringen 5 Stunden im nahen Fördeparkt. Frisörtermin nach knapp 5 Monaten für Andy und es werden mehrere Kaffee getunken um die Zeit rum zu bekommen, beim Mediamarkt kaufen wir dann eine Trucker Antenne der gestrige Versuch mit der größeren Schüssel scheiterte leider kläglich. Hinzu kommen reichlich DVD´s der Staffel Thrones, der Winter kann kommen! Leider wird der Dicke nicht fertig eine Lenkstange muss bestellt werden und wir dürfen morgen wieder kommen. Abends gibt es leckere Muscheln im benachbarten Restaurant. Um 9 Uhr am Dienstag stehen wir wieder bei MAN auf der Matte und fahren mit dem Bus nach Flensburg rein. Ein schönes Städtchen mit einer langen sehr schönen Fußgänger Zone mit vielen netten Geschäften. Bei MAN zurück erfahren wir, dass er keinen neuen TÜV bekommen hat. Irgendwas mit dem Bremsbild der Bremsschreiben, und nu?. Morgen, der dritte Tag ins Folge, soll nun ein Azubi die Bremsscheiben abschleifen und dann wird es wohl gehen. Oh MAN. Also wieder zurück zum CP. Freitag sind wir wieder pünktlich stehen bei MAN. Fahren mit dem bekannten Bus in die Stadt und gönnen uns ein leckeres Frühstücks Büfett. Laufen am Hafen entlang und schlendern noch einmal die Einkaufsstraße lang. Um 14 Uhr soll der TÜV Mensch am Dicken sein und diesmal will Andy dabei sein. Dieser zeigt im die nun silbrig glänzenden Bremsschreiben und erklärt ihm, dass die Bremsen nur auf 2/3 der Fläche greifen. Als Andy ihn fragt ob den die Bremsleistung darunter leide, meint er nur nein aber wenn sie das Fahrzeug, er meint uuuunseren Dicken, verkaufen dann wolle er bei dem schlechten Bremsbild keinen TÜV geben. Als Andy ihm erklärt, dass wir im Dicken leben und ihn nicht so schnell hergeben werden, war seine Antwort „wenn ich dass gewusst hätte, dann hätte ich auch gestern schon die Plakette erteilt“. Wir verstehen die Welt nicht mehr, außer der Warterei hat uns der Spaß auch noch 1.800€ gekostet. Samstag und Sonntag müssen wir uns ausruhen. Hierzu ist der CP genau richtig, wir schlendern am Meer entlang, kaufen frische Scholle an einem Fischerboot und machen etwas Hausarbeit. Auch schafft es Andy die Trucker Antenne zum laufen zu bringen und nach so langer Zeit gibt es zwei Fernseh Abende.

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Göteborg

Am Freitag fahren wir nach Göteborg. Der CP ist relativ leer und unser Portmonee bald auch 45€ die Nacht der Hammer. Doch die Sonne scheint, kaum zu glauben und wir fahren mit der Straßenbahn in die City. Klasse Einkaufsstraße mit den teuren Marken, eine riesige Mal und wir besichtigen den Hafen. Im einem englischen Pub hat es ab 17 Uhr Happy Hour und da gönnen wir uns ein bayrisches Bier vom Fass. Kurz vor einem gewaltigen Regenguss finden wir auf dem Rückweg eine Pizzeria. Zum Glück es regnet wieder einmal aus allen Rohren, leider werden wir dann auf dem Weg zur Straßenbahn noch so richtig nass, sch... Wetter diesen Sommer. Am CP angekommen sind nunmehr alle Plätze belegt, daher wohl auch die Preise gerade am Wochenende. Samstag fahren wir wieder in die Stadt, sehen uns die Markthallen an – hier gibt es sogar Düsseldorfer Senf - und die kleine Altstadt. Hier ist es gemütlich und eine angenehme ruhige Atmosphäre. Da uns der Pup gestern so gut gefallen hat gibt es dort heute Burger und, natürlich auch ohne Happy Hour, ein Bier. Abends sieht Utes Bein gar nicht gut aus, eine Mischung aus Blut und Eiter. Wir entschließen uns in den nächsten zwei Tagen zügig nach Deutschland zu fahren und dort zu einem Arzt zu gehen.

 

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Auf dem Weg nach Göteborg

Montag geht es dann los, wir verlassen den schönen Glaskogen NP, nicht ohne noch etwas Abenteuer zu erleben. Unser Navi findet eine Route welche uns auf die nächste Landstraße führen wird. Nur wird aus der bekannten unbefestigten Straße ein Wirtschaftsweg und die letzten 12 KM ist es dann mehr ein Wanderweg. Drehen ist nicht und uns dreien wird es immer mulmiger. Andy versucht die beste Spur zu finden, Ute schimpft und macht die Augen zu und der Dicke rumpelt und pumpelt ganz ordentlich. Am Ende sind es 20 recht spanende KM. Es regnet mal wieder ununterbrochen und wir sind nicht gut drauf auch suchen wir mehrfach ein quietschendes Geräusch, das uns beim fahren nervt. Offensichtlich ist der Dicke mit der Auswahl des holprigen Weges nicht einverstanden. Spät kommen wir in Torhättan an. Kleiner SP direkt am gleichnamigen Kanal mit seinen Schleusen. Trotz Regen muss sich Andy dies natürlich ansehen. Der Kanal entstand bereits 1520 und ist nunmehr, nach mehreren Ausbauten, mit dem Göta-Kanal eine Wasserstraße zwischen Göteborg und Stockholm. Dienstag fahren wir zum Krankenhaus und finden keinen Parkplatz für unseren Dicken. Doch ein netter Security Mensch lässt uns auf dem Busparkplatz stehen. Leider bekommt Utes Bein hier keine Nachversorgung, zum ziehen der Fäden verweist man uns zum Jourcentral (Vereinigung von Hausärzten ), allerdings öffnen diese erst um 17 Uhr. Somit füllen wir in der Zwischenzeit bei Lidl unsere Vorräte auf und hier in Schweden können wir nach langer Zeit zu vernünftigen Preisen viel Obst einkaufen. Wieder einmal ist etwas defekt, diesmal trifft es unsere neue WLAN Antenne. Andy verbringt 2 Stunden mit der Fehlersuche und findet zum Glück einen geduldigen Ansprechpartner am Telefon. Leider nicht mit dem erwünschten Erfolg - irgendwo sitzt ein Wackelkontakt und den kann auch der nette Herr per Ferndiagnose nicht feststellen. Schade, mit der zusätzlichen Antenne haben wir in den letzten Monaten immer wieder freie Netze „anzapfen“ können und auch die vorhandenen wurden gut verstärkt. Um 17 Uhr stehen wir in der Schlange vorm Ärztehaus und erhalten die Nummer 5. Eine ältere Ärztin schaut sich Utes schlecht verheilte Wunde mit einem komischen Gesicht an. Das einzige was wir von ihr, auf Grund fehlender englischer Kenntnisse, erfahren ist, dass Ute in den nächsten Tagen nicht im See schwimmen gehen sollte. Dies trifft Ute als „Wasserratte“ natürlich recht hart. Wieder zurück am SP treffen wir laute Musik und viel Kindergejohle vom nahen Fußballfeld an. Abends schaut Andy noch einem Schiff zu welches die 4 Schleusen überwindet und wird, wie sollte es auch anders sein, patsch nass.

 

 

 

Die ersten Pläne zu einem schiffbaren Wasserweg vom Vänern zur Nordsee stammen aus den 1520er Jahren. Die erste Schleuse wurde 1607 bei Lilla Edet in Betrieb genommen. Die nächsten Schritte zum Ausbau betrafen den Oberlauf des Göta älv und waren erst im Jahre 1800 beendet. Die größten Schwierigkeiten bereiteten die Stromschnellen von Trollhättan, an denen der Göta älv eine Fallhöhe von 32 Metern hat.

 

 

Noch heute kann man in Trollhätte drei Generationen von Schleusen bestaunen. Die ersten Schleusen wurden zwischen 1793 und 1800 in den Fels gebaut. Sie galten damals als 8. Weltwunder.[1] Bereits 1832 waren diese Schleusen jedoch zu klein, da der nun eröffnete Göta-Kanal für Schiffe bis 7m Breite und 30m Länge ausgelegt war. Daher wurden bis 1844 die „mittleren“ Schleusen gebaut, in genau der gleichen Bauart und -größe wie jene des Göta-Kanals. Sie bestehen aus 2 unteren, 4 mittleren und 3 oberen Schleusenkammern. Beide Schleusentreppen sind noch zu sehen, allerdings sind die Zufahrten teilweise zugemauert und können nicht mehr passiert werden.

 

Die heutigen Schleusen für Schiffe bis 88m Länge wurden 1916 eröffnet. Sie verlaufen südlich der Schleusentreppe von 1844. Die Schleusentreppe besteht aus 3 unteren und einer oberen Kammer, die von einem kleinen künstlichen See getrennt werden, der noch von der Schleusentreppe von 1844 stammt.

 

 

 

 

 

Mittwoch fahren wir Richtung Meer und kommen bei IKEA vorbei. Dort verbringen wir 3 Stunden, mit der Ausbeute von 4 Teppichen, einem Moskitonetz und Duftkerzen sowie mehreren „Kleinigkeiten“. Als wir unser Schnitzel mit Pommes essen geht draußen mal wieder die Welt unter - es regnet in Strömen. Den SP in Smögen gibt es leider nicht mehr dafür stehen hier neue Häuser direkt am Hafen. Also stellen wir uns zu den anderen WoMo´s auf einen Schotterplatz vor einem Lebensmittelgeschäft - nicht gerade leise, aber es geht. Sonst geht heute nichts mehr. Zumal Utes Bein schmerzt und blutet. Donnerstag schauen wir uns den Ort an, super schöne bunte Holzhäuser und ein 1 KM langer Steg, den Smögenbryggan, ist zu erkunden. Leider sind fast alle Geschäfte und Lokale geschlossen. Im Outdoor Laden ist alles stark reduziert und es gibt noch einmal 30%, so ergattert Andy eine neue Laufgarnitur, denn seit längerem will er wieder mit dem Joggen anfangen. In Marstrand finden wir einen netten Platz direkt am Meer. Wir laufen ins Städtchen, da es jedoch 17 Uhr ist fahren wir nicht mit der Fähre zur nahen Insel rüber. Auf Marstrandsö befindet sich die Festung Carlsten und viele aus Holz gebaute Häuser nach mittelalterlichem Grundriss, aber 13€ hin und rück sind uns dann doch zu viel. So sehen wir uns den Hafen und die neu errichteten weißen Häuser an.

 

 

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Glaskogen Nationalpark

Sonntag geht es Ute nicht so gut, und da die Sonne mal scheint sitzen wir vorm Dicken.

 

Auf dem Kanal ist viel los und so beobachten wir die vorbeiziehenden Boote. Montag, es regnet, was auch sonst, schlafen wir lange und dann geht es gemütlich nach Mariestad. Die zwei SP am Hafen sind uns zu laut, also fahren wir auf einen schöner CP in der Nähe direkt am Vänern See. Die Rezeption ist geschlossen, aber ein Infoblatt besagt wir können auch telefonisch einchecken, gesagt getan und Andy spricht mit einer Dame in Stockholm. Nach Austausch der benötigten Daten bekommen wir einen Code welcher ein Schließfach öffnet und hierin liegt dann ein Umschlag mit Chipkarten und einem Schlüssel für die Stromsäule. Hier fühlen wir uns wohl, schön angelegter Platz am See, außer uns sind nur wenige Dauercamper da und dank WIFI kann Andy Fußball schauen. Am nächsten Tag laufen wir nach Mariestad, viele alte Holzhäuser und eine nette Innenstadt, unzählige Pizzerien und ein kleines Einkaufscentrum. Hier ersteht Andy eine weiße und eine rote Stoffhose zu psst je 12€ - Sylt kann kommen, macht bestimmt Eindruck bei den feinen Pinkeln – aber hierzu im Oktober mehr. Mittwoch fahren wir mit dem Dicken spazieren, es ist kein schönes Wetter und was wollen wir machen. Die Halbinsel ... – Touristen Highlight in Schweden – soll schöne Streckenabschnitte mit vielen tollen Stränden haben und im Sommer sehr beliebt sein – hä wir haben Anfang September und alles ist zu??? Auch könnten wir für 240.000 € eines der neuen Ferienhäuser kaufen, 80 qm auf 100 qm Grundstück, geht’s noch? Für die wenigen Tage im Jahr – neee danke. Nähe Kristinehamn schauen wir uns die Picasso Statue aus 1965 an. Hier übernachten wir auf dem Parkplatz, alleine und absolut ruhig. Donnerstag füllen wir bei Lidl unsere Vorräte auf und Andy wird von einem Typen angesprochen, ob wir nicht alte Zeitschriften hätten. Haben wir natürlich nicht, sind ja nun fast 4 Monate unterwegs und auch haben wir alles auf elektronische Zeitschriften umgestellt – schade kann man nichts machen, meint er. Mit den wenigen Euro für gesammelten Pfand käme er klar aber eine deutsche Zeitschrift hin und wieder, fehle ihm dann schon sehr. Schade, hätten ihm gerne geholfen. Im Anschluss bummeln wir durch Karlstad. Nix besonderes, da alles im zweiten Weltkrieg zerstört und nicht schön wieder aufgebaut wurde. Auf dem Marktplatz bekommen wir an einem Stand keine Pommes gekauft, warum auch immer geht dies wohl nur in Verbindung mit Kebab oder Burger - wir verstehen kein Wort, also ab zum Burger King. Danach fahren wir kleine schöne Straßen zum Glaskogen Nationalpark. Herrliche Landschaft, toller Wald und mittendrin der CP. Es ist traumhaft ruhig hier, die einzelnen Parzellen sind im Wald verteilt. Am ersten Tag erkunden wir die Gegend und melden uns an, irre die Saison geht nur von Ende Juni bis Mitte August, dann ist die Rezeption nur noch 4 Stunden am Tag besetzt und Ende September ist alles vorbei. Schön hier im Nationalpark, man kann Kanadier mieten und tagelang auf den umliegenden Seen fahren oder die vielen Wanderwege nehmen. Am Abend stehen einem dann Hütten mitten in der Pampa zur Übernachtung zur Verfügung, mit Trockenklo und Wasser aus dem Bach. Für die Feuerstelle liegt Brennholz bereit. Am zweiten Tag wandert Andy eine Runde und kommt mal wieder ordentlich aus der Puste. Es geht auch hier über Stock und Stein und bergauf und bergab. Abends machen wir dann ein Feuer, jeder Platz hat eine eigene Feuerstelle, echt romantisch, wenn es Ute nicht am Rücken so kalt wäre J. Hierbei haben wir einmal Glück, denn kaum ist das Holz runter gebrannt fängt es wieder an zu regnen. Dies ist wirklich ein großer Wermutstropfen in der schönen Natur hier in Südschweden, wir haben Aprilwetter im September. Viel Regen wechselt sich mit wenigem Sonnenschein ab und es sind gerade einmal 12 bis 13 Grad. Dennoch unternimmt Andy am dritten Tag hier im Park eine weitere Wanderung, wieder kleine Wege hoch und runter und über unwegsame kleine Wege, heute noch garniert mit Matsch, überfluteten Abschnitten und Bächen, die nicht immer zu überspringen sind, doch die inzwischen 10 Jahre alten Wanderschuhe halten dicht, dank guter Pflege J oder so. Ein weiterer Abend am Lagerfeuer fällt leider buchstäblich ins Wasser. Schade, eigentlich hätten wir es hier mit besserem Wetter noch ein paar Tage mehr ausgehalten. So wollen wir morgen weiter, auch sind die Fäden an Utes Bein nunmehr 15 Tage alt und sollen raus.

 

 

 

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Tiveden Nationalpark

Nach 7 Übernachtungen ohne Entsorgung müssen wir heute los. Wir lassen uns mal wieder Zeit, diesmal mit reichlich schmerzhaften Argumenten. In Kürze erreichen wir Mortala, um zum SP zu kommen "übersieht" Andy diesmal ein 3,5 Tonnen Schild, aber die Brücke hält😎 Zwar können wir hier wirklich an einem Bodenauslass entsorgen, auch ist der Platz mit direkter Lage am See und Blick auf die Stadt sehr schön, doch in der kurzen Zeit unseres Versorgungsstopps fahren mehrere Züge auf der nahen Bahnstrecke vorbei und dies ist uns, zumal die letzten Nächte schön ruhig waren, zu laut. Ein Blick auf die App lässt uns in 30 KM bei Askersund einen nett beschriebenen CP finden und los gehts. Der CP klein und fein, ein wenig nah an der Bundesstraße, aber wir bleiben. Am Mittwoch schlafen wir wieder einmal lange, nach dem dritten Kaffee drängt Andy zum Aufbruch, geht ins Bad und schafft es doch glatt, einen Ablagekorb ins offene Klo zu entleeren. Einige Dinge lassen sich raus fischen, aber alle? Ist ihm zu heikel, könnten doch die nicht gefunden Teile den Häcksler zerstören. Da die Sonne scheint und Ute sich eher noch ausruhen mag, baut Andy das Klo aus. Nun kennt er auch diese Schrauben am Dicken, wir sind gespannt wie viele noch folgen. Gefunden hat er dann eine Nagelschere, diese hätte wirklich das aus Plastik bestehende Häckselwerk einigen Schaden zufügen können. Nebenbei ein Klön mit den neuen Nachbarn und dann ist der Pott wieder drin. Blöd nur, dass beim ersten Funktionstest Wasser unten raus läuft. Scheinbar ist eine Schraube oder ein Dichtungsring nicht fest genug angedreht. Also alles wieder raus, boh eh dat Ding wiegt! Im zweiten Anlauf klappt es dann und da die neuen Nachbarn vorbei schauen gibt es auch noch nen längeren Klön. Was Ute nur zu der Äußerung hinreißen lässt - na da ist die Schwatzbacke ja wieder. Doch Helga und Erwin sind wirklich nette Menschen und vielleicht lassen Sie sich ja vom längeren Leben im Wohnmobil anstecken. Zumindest haben sie ihrem Pössel auch den Namen "Dicken" gegeben😄 Am Donnerstag regnet es leider wieder einmal, so lassen wir uns Zeit. Füllen noch unseren Fischwassertank auf und kaufen in Askersund ein. Salat und Getränke und vor allem neue Pflaster, denn die braucht Ute's Bein. Danach geht es in den Nationalpark Tivedens. Hier hat umfangreiche Forstwirtschaft nie stattgefunden, sodass viele Bäume 200 und einige bis 400 Jahre alt sind. Die Verschiebung der Kontinentalplatten vor Millionen Jahren und die letzte Eiszeit haben eine recht unzugängliche Landschaft geschaffen. Die muss Andy natürlich erkunden. Am Eingang des Parks trifft er einen Wildhüter welcher ihm lange die Geschichte des Parks erzählt. Wie die großen Steine hier her kamen und warum die Felsen so eigenartige Schrammen haben. Hier hat sich das 2 bis 3 KM dicke Eis der letzten Eiszeit mehrmals hin und wieder zurück bewegt. Auch zeigt er ihm auf der Karte die schönsten Stellen. Das ist niemals auf einer Wanderung zu schaffen, aber eine kleine Runde von 1,5 Stunden begeistert sehr. Es geht hoch und runter, sprichwörtlich über Stock und Stein, unter großen, nur auf wenigen Zentimetern ruhender Felsblöcken entlang und durch uralten Wald. Echt klasse, wenn auch schweißtreibend und mit den leichten Schuhen eine rutschige Angelegenheit. Ute hat sich in der Zeit ausgeruht und ihr Bein geschont. Am Rand vom Nationalpark gibt es das malerische Herbergsdorf Tivedstorp, dies hat auch einen kleinen Stellplatz mit einem süßen Betreiber - Originalton Ute. So ruhig und vor allem in totaler Dunkelheit haben wir lange nicht gestanden. Am Freitag lacht die Sonne und es gibt ja noch so viel zu sehen im Park, da kann Andy nicht anders und muss noch einmal los,  diesmal die mittlere Runde. Ute bleibt wieder im Dicken, doch auch gesund sind die Wanderwege nix für sie. Es geht immer bergauf und bergab, über Wurzelwerk und Steine. Sehr schön, aber echt anstrengend und schweißtreibend. Nach über 3 Stunden ist Andy am Parkplatz zurück und läuft einem Ranger über den Weg. Dieser fragt ihn ob alles ok sei oder er Hilfe braucht. Neee - so sieht Andy halt immer aus wenn er sich anstrengt , triefend nass geschwitzt halt. Die Tüte, die Andy in der Hand hält, könne er dort in den Mülleimer werfen - von wegen, "da sind doch die gepflückten Blaubeeren für meine im WoMo wartende Frau drin". Da will der Ranger sich nicht lumpen lassen und holt einen Steinpilz aus dem Kofferraum, mit dem könne Andy dann seiner Frau am nächsten Morgen ja ein Omelett backen. Sachen gibt’s.... Da heute Deutschland in der WM Qualifikation spielt und es auf dem in der Nähe befindlichen ruhigen gestrigen Platz kein WLAN gibt, sucht Andy einen Stellplatz am Götakanal in Karlsborg aus. Wird echt Zeit, dass wir bei einem Händler in Deutschland unsere Satelliten Antenne repariert bekommen. Ein kleiner Ort, und am Hafen gibt es einen SP mit super neuem Sanitärhaus. Ein offenes WLAN gibt es auch, nuuur um 8 Uhr kommt ein Ausflugsschiff an  und die Musik begleitet uns bis spät abends. Vor allem beklagt Ute den fehlenden Rhythmus des Alleinunterhalters.

 

Am Samstag werden wir von einer lauten Ansager Stimme geweckt, direkt vor unserem Dicken findet ein Triathlon statt. Wir haben kaum die Klüsen auf und die Athleten flügen schon durchs Wasser. Klar wird es heute mal ein schnelles Frühstück, denn da muss Andy zusehen, ist sein letzter aktiver Triathlon doch schon fast 25 Jahre her. Ute geht es mit ihrem Bein und vor allem den Rippen noch nicht so gut, so wird es eine kleine Runde. Da mit Radfahren im Moment nichts ist, fahren wir halt mit dem Dicken am Götakanal lang. Wir schauen uns ein, zwei Örtchen am Kanal an und finden dann eine kleine Wiese direkt am Ufer. Schön hier.

 

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Unfall auf der Fahrradtour

Am Freitag regnet es mal wieder wie verrückt und wir bleiben im Dicken. In einer Regenpause sehen wir uns die 7 hintereinander liegenden Schleusen an. Schon beeindruckend was hier mit Hacke und Schaufel geschaffen wurde. Am Samstag kommt die Sonne erst mittags durch, aber dann schwingen wir uns auf die Räder und es geht los. Im 21 KM entfernten Borensberg soll es ein nettes Café geben und dort geht es hin. Doch der Wind von vorne weht recht heftig und so wird der inzwischen schlappe Akku von Ute´s Rad schnell leerer. Das beschriebene Café hat heute Mittagsbuffet und das ist auch schon recht abgegessen - da essen wir doch lieber eine Pizza im Ort. Es ist schon nach 4 Uhr und wir wollen uns auf dem Rückweg sputen, doch der Wind hat sich gelegt – kein Rückenwind – wie kann es auch anders sein – und nun soll der Akku von Ute´s Rad mal zeigen was er noch drauf hat. Nicht viel, denn die Anzeige geht immer weiter runter, Andy´s Akku ist noch frischer und hält besser, also hilft Andy immer wieder und schiebt Ute ein paar mal. Klappt soweit ganz gut nur sind in der Mitte des Weges immer wieder Grasstreifen und so ist es nicht leicht neben einander zu fahren. Nach einer kleinen Pause geht es weiter und dann passiert es. Beim schieben berühren sich die beiden Lenker und wir können die Räder nicht halten und fallen hin. Leider passiert dies so schnell und unverhofft, dass wir nicht mehr reagieren können. Ute fällt gegen Andy und beide gehen wir zu Boden. Es scheppert und nun liegen wir da, Andy unten am Boden, auf ihm sein Rad, auf seinem Rad Ute und drüber Utes Rad. Beide haben Schmerzen doch Aufstehen geht erst einmal nicht. Andy´s Beine sind unter den Rädern und Ute hängt irgendwie fest wie sie meint. Alles tut weh, beide jammern wir, doch wir müssen aufstehen. Dies ist mit weiteren Schmerzen verbunden, doch Andy wurschtelt sich frei und sieht dann das Dilemma. Ein Knäul von Rädern und Ute mittendrin. Ein Stück des Gepäckträgers hat ihr den Unterschenkel aufgerissen und sie kann sich nicht bewegen. Nachdem Andy sie von den Rädern befreit hat legt er Ute auf die Picknickdecke und schaut sich die Wunde genau an, sieht echt fies aus. Doch was nun - mit den Rädern fahren ist nicht, zumal Ute zitternd am Boden liegt und um Hilfe zu rufen müssten wir erklären können, wo genau wir hier sind. Also ausharren; es waren doch immer andere Radfahrer unterwegs, doch 20 Minuten kommt keiner vorbei, es fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Endlich kommen zwei Jogger, und es sind - wir können es nicht glauben - junge Ärzte. Sie untersuchen Ute, sprechen uns gut zu und organisieren einen Krankenwagen. Welch ein Glück im Unglück. Der Krankenwagen kommt und Ute wird erstversorgt. Ihr schmerzt das Bein aber schlimmer ist der hintere Brustkorb, dort ist sie wohl auf Andy gefallen. So bekommt sie Schmerzmittel um überhaupt auf die Trage zu kommen, die beiden Sannis fahren am Dicken vorbei damit Andy alles einpacken kann und dann zum Krankenhaus folgen soll. Gesagt getan und dann noch eben die Räder einsammeln. Dabei bemerkt Andy erst, was er so abbekommen hat. Das linke Knie, die linke Hüfte und vor allem der linke Ellenbogen haben den Sturz wohl aufgefangen, sieht aus wie bei einem Sturz der Radfahrer bei der Tour de France. Fühlt sich auch so an und dem Rücken, da wo Ute auf ihm gelandet ist, geht es nicht viel besser. Aber was soll´s – auf geht’s zum Krankenhaus nach Linköping, Schwedens fünft größte Stadt, mit dem neuesten Krankhaus Schwedens. Finden ist das eine, doch wie reinkommen? Um 20 Uhr schließen die Pforten, keiner meldet sich an der Klingel, doch da kommt jemand mit einem Ausweis und nimmt Andy mit rein. Puh geschafft denkt er, aber weit gefehlt - wie im Gruselkrimi irrt er 20 Minuten durch ein riesiges aber menschenleeres Gebäude. Erst dann findet sich eine Krankenschwester die ihm den Weg zur Notaufnahme zeigt. Darauf angesprochen, dass es irgendwie komisch ist so allein, meint sie nur alles ist neu und noch nicht richtig ausgeschildert und verlaufen täten sich hier viele, naja. In der Notaufnahme liegt dann Ute, nix ist passiert und das warten ist nervig. Ein junger Arzt, erst 28 Jahre alt, näht dann Ute´s fast 15 cm lange Wunde am Bein mit 8 Stichen, und zum Glück ergibt das Röntgen „nur“ eine Prellung an den Rippen. Nachts um 1 Uhr fahren wir dann durch die Stadt zurück nach Berg. Erst hier muss dann Andy seine Wunden selbst versorgen, kein Sanni, kein Arzt, keine Krankenschwester hat den blutenden Ellenbogen oder das Knie auch nur angesehen, jammern will halt gelernt sein :-( Die nächsten beiden Tage verbringen wir dann auf dem SP am Kanal, nicht wirklich schön, ohne Versorgung aber zumindest das WLAN funktioniert recht gut. Scenen wie im Lazarett: mal jammert der eine, mal stöhnt der andere,  es hat uns ordentlich zerbröselt.

 

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Hjälmare und Göta Kanal

Dienstag müssen wir erst um 15 Uhr den CP verlassen, also lassen wir uns Zeit. Es geht grobe Richtung Göteborg. In Mariefred fahren wir auf den CP da der Stellplatz direkt am Wasser nicht mehr existiert. Mittwoch geht es zum Gripsholms Schloss welches 1537 erbaut wurde und vor allem bekannt durch Tucholkys Erzählung „Eine Sommergeschichte“. Es ist ein schönes zur Festung ausgebautes Schloss. Im Anschluss machen wir einen Rundgang durch Mariefred. Weiter fahren wir nach Strängnäs, wieder ein schöner kleiner Ort mit Marina und schöner Lage an einem der unzähligen Seen hier in Schweden. Wir kaufen bei Lidl ein und machen einen Rundgang. Der SP ist uns hier aber zu laut und so fahren wir weiter. Wir fahren zum Hjälmare Docka, dies ist ein altes Trockendock am Hjälmare Kanal, dem ältesten von Menschenhand gegrabenen Kanal Schwedens, der den Hjälmare See mit dem Galten und damit mit dem Mälarsee verbindet. Wir fühlen uns wie am Canal de Midi in Frankreich, super schön hier. Bei der Anfahrt „übersieht“ Andy ein 4 Tonnen Schild an einer Holzbrücke, aber es geht alles gut, der Dicke ist wohl doch nicht so schwer J. Schön aber leider etwas laut ist es hier, da gerade ein Schiff im Trockendock renoviert wird.  Also fahren wir am nächsten Tag 15 KM über eine Schotterstraße, um nicht noch einmal das gestrige Schild übersehen zu müssen. Gegen 14 Uhr landen wir in Berg Slussen (ingesamt 11 Schleusen) am Göta Kanal. Dieser verbindet die Städte Trondheim und Göteborg. Der Göta Kanal verbindet seit 200 Jahren die Ostküste Schwedens mit der Westküste. Er ist ein von Hand ausgehobener Kanal mit 58 Schleusen, Treidelwegen, Mauern und Dämmen. Nach seiner Einweihung im Jahr 1832 diente er zunächst als wichtiger Transportweg, inzwischen ist er eine große touristische Attraktion und ein Urlaubsparadies. Vor allem kann man am Ufer entlang schöne Radtouren unternehmen und dies wollen wir in den nächsten Tagen auch machen

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Stockholm

Auf dem Weg nach Stockholm entern wir noch einen Lidl und gönnen uns bei McDoof einen Burger. Der CP im Stadtteil Bredäng ist zwar eher zweckmäßig doch liegt er nahe der Tunnelbahnen, eine Art U-Bahn, von wo aus wir in 20 Minuten mitten in der Stadt sind. In der Nacht und am nächsten Morgen regnet es wie verrückt, doch am frühen Nachmittag können wir dann los. Wir fahren bis zur Centralstation und gehen zur Altstadt Gamla Stan, das Wetter ist nun auf unserer Seite. Trotz vieler Menschen sind wir begeistert von der auf einer Insel gelegenen Altstadt, zudem finden eine Pizzeria, deren Pizzen sehr lecker sind.  Danach noch ein Blick auf die Kreuzfahrt Schiffe und wieder geht´s zurück zum CP. Sonntag fahren wir wieder in die Stadt und gehen zum Vasa Museum (ein gut erhaltenes Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert, das auf der Jungfernfahrt 1628 sank), dort ist jedoch die Hölle los. Den beschriebenen Informationsfilm im Museum könnte Andy eh nicht hören. Seit gestern sind beide Ohren zugefallen und mit hören ist fast nichts mehr. Also schlendern wir an der Uferpromenade lang, bewundern die vielen alte Holzboote. Ein großer Teil ist bewohnt und zwei weitere alte Schiffe können besichtigt werden, dies ohne Eintritt. Die Sankt Erik ist ein als Museumsschiff genutzter schwedischer Eisbrecher und die Finngrundet fungierte als Leuchtschiff als es noch keine Leuchttürme in Schweden gab. Mit einem Pendelboot fahren wir rüber zur nächsten Insel und laufen dann wieder Richtung Gamla Stan. In den Gassen finden wir einen Imbiss und essen Döner in einem kleinen Biergarten. Unterhalten werden wir von einer Familie, erst kommen zwei kleine Jungs mit ihrer Mutter an, etwas später folgt der Vater mit einem Sohn und einer Tochter, die zählt die Stühle am Tisch durch und setzt sich an den nächsten - hä? Warum wird in der nächsten viertel Stunde klar: es folgen noch zwei weitere Töchter und der älteste Sohn. Wer mitgezählt hat: es sind 7 Kinder. Am Montag geht es schnurstracks zum Arzt, hier werden wir gefragt, ob eine Wartezeit von 60 Minuten für uns ok ist oder ob versucht werden soll in der Nähe einen schnelleren Termin zu bekommen. Da sind wir bei deutschen Ärzten, zumal ohne Termin, andere Wartezeiten gewohnt, also bleiben wir. Und nach einer halben Stunde ist Andy schon dran, nach kurzem Blick in die Ohren bekommt er diese dann ordentlich gewaschen. Nachdem unter viel Einsatz von Wasser alles frei gespült ist, kann er wieder alles hören. Die Benutzung von Ohropax ist wohl schuld, aber Nachts im Dicken nicht immer zu umgehen, denn ganz ohne Umgebungsgeräusche stehen wir selten und bei den vielen Wasserfällen in Norwegen hat er dann wohl die Dinger hin und wieder zu tief ins Ohr gedrückt. Da uns die gestrige Runde am Wasser entlang gut gefallen hat, wollen wir diese noch einmal machen, erst geht es aber zu den Markhallen Östermalms Saluhall. Leider werden diese gerade renoviert doch die Ausweichhallen sind auch ganz nett anzusehen und es gibt eine leckere Fischsuppe für Andy und einen großen Salat für Ute. Am Ufer angekommen sitzen wir lange in einem Lokal am Wasser. Nach dem bekannten Rundgang von gestern fahren wir diesmal mit dem Schiff zur Tunnelbahnen und fahren ein letztes Mal zum CP. Es waren drei wunderschöne sonnige Tage in einer unserer Traum Städte. Dienstag müssen wir erst um 15 Uhr den CP verlassen, also lassen wir uns Zeit. Es geht grobe Richtung Göteborg.

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Entlang der schwedischen Ostsee

Die nächsten Tage fahren wir jeden Tag so um die 300 KM gen Süden auf der große Straße E4, auf dieser besteht immer wieder die Möglichkeit links abzubiegen, was wir grenzwertig finden bei dem starken Verkehr, zumal beim wieder auffahren beide Spuren zu beachten sind. Unterwegs treffen wir einen Fahrradfahrer aus Ungarn, diesen kennen wir vom Nordkapp. Dort erzählte er, dass er in 30 Tagen 4.500 KM bis dorthin gefahren sei. So ganz geglaubt hatten wir es ihm nicht, 150 KM an jedem Tag. Doch nun müssen wir ihm wohl recht geben, denn wenn er mit uns am selben Tag am Nordkapp los gefahren ist, hat er bis hierhin wieder ca. 140 KM am Tag gemacht. Irre und wir schätzen ihn so auf 70 Jahre. Die gerade Strecke macht müde und bis auf Bäume und hin und wieder die Ostsee gibt es nicht viel zu sehen. Am nächsten Tag überholen wir wieder den Ungarn. Für uns wäre dies nix, stark befahrene Straße, die LKW rauschen nur so an ihm vorbei. Zwischendurch entern wir Lidl und einen Mediamarkt. Die Bausubstanz hier in Sundsvall erinnert uns sehr an den früheren Osten. Abends landen wir an einem kleinen Stellplatz, direkt an einem kleinen Hafen und neben einem urigen Lokal. Es gibt zwei große Bäder und das Wifi ist weltklasse. So stehen wir hier ruhig und mitten in der Natur für die nächsten 4 Nächte, erkunden die Gegend mit unseren Fahrrädern und sehen viele schöne Holzhäuser und finden ein Fischgeschäft wo man sich aus mehreren Kühlschränken selber bedient und das Geld in ein Fach legt. Dies machen wir dann zweimal ausgiebig und es gibt leckere Lachsforelle und andere geräucherte Fische zu essen. Am Mittwoch fahren wir los, denn unsere Tanks sind mal wieder falsch rum voll bzw. leer und entsorgen geht hier leider nicht. Um nicht wieder die autobahnähnliche E4 zu fahren nehmen wir die parallel führende alte Bundesstraße, hier sehen wir immer wieder hübsche Häuser und große alte Gehöfte. Nach einer längeren Fahrt durch dichten Wald landen wir abends in Hallnäss, wieder direkt an einem kleinen Hafen. Am Donnerstag scheint die Sonne so klasse, dass wir uns spontan entscheiden noch einen Tag zu bleiben mit einem leicht mulmigem Gefühl, da wir auch gestern nicht entsorgen konnten - die Möglichkeiten sind in Schweden arg eingeschränkt, selbst auf CP ist dies für uns nicht immer möglich. Doch wir sitzen den ganzen Tag vorm Dicken, genießen die letzte Flasche Sommerwein von Schneider und Andy versucht sich im Angeln. Die schwedischen Fische scheinen nicht auf die Blinker zu stehen wo doch in Norwegen so viel angebissen haben. Abends gibt es noch einen Sonnenuntergang like Karibik - super. Auch sind wir in den Abendstunden begeistert von dem Gewimmel, das hunderte von Fischen bei der Jagd nach Insekten veranstalten, unglaublich. Am nächsten Morgen brechen wir dann Richtung Stockholm auf. Wir sind schon sehr gespannt.

 

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Wir fahren wieder Richtung Süden

Es geht nach Gjesvier - hier gibt es auch eine Vogel Safari zu den Papageientauchern. Nun sind wir mal früh dran und dann so was: als wir um 10 Uhr ankommen geht das Boot gerade raus und die nächste Tour ist erst um 16:30 Uhr. Wir sind eh mit unseren Gefühlen etwas durcheinander, ein lang gestecktes Ziel haben wir erreicht und nun? Auf alle Fälle nicht stundenlang hier rumstehen. Von Manfred hatten wir einen weiteren Ort empfohlen bekommen und dann fahren wir halt los. Auf dem Weg nach Havoejsund begegnen wir einigen Rentierherden und es ist eine wirklich traumhafte Strecke am Fjord entlang und immer wieder geht es ein Stück hoch und wieder runter. Ute fährt das erste mal eine Strecke mit dem Dicken, klappt soweit ganz gut nur versucht sie immer mit dem rechten Vorderrad in den Graben zu fahren – ist zumindest das Gefühl von Andy, als Beifahrer ist er sonst ja seltenst unterwegs. Das werden wir üben! Im Ort selbst springt der Funke nicht über, trotz eines Festes. Der Nachbar spricht von Musik in der letzten Nacht bis 3 Uhr in der früh – trotzdem  bleiben wir. Zum Glück bleibt uns die Musik erspart und wir schlafen sehr ruhig. Sonntag geht es Richtung Alta, also wieder zurück. An einem Wasserfall machen wir eine Pause, Ute ruht sich aus und Andy muss natürlich da hoch. Ein schöner Weg mit toller Aussicht ist der Lohn dafür. Hinter Alta finden wir einen netten CP. Heute ist nach langer Zeit mal wieder ein Haushaltstag angesagt. Der Sauger kommt aus seinem Versteck und 4 Waschmaschinenladungen werden es dann. Am Dienstag kaufen wir ein letztes Mal in Norwegen ein und dann geht es Richtung Finnland. Die Fahrt geht über eine Hochebene und ist ganz entspannt. Tagsüber scheint immer wieder die Sonne, doch pünktlich an unserem Ziel in Muonio fängt es an zu schütten. Ist doch klar (oder?) wer zur Rezeption geht und sich nasse Füße holt! Mittwoch kommen wir noch später los, denn die Finnen sind eine Stunde voraus und so ist es eine kurze Strecke heute. Auch übernimmt heute Ute wieder einmal das Steuer, bis zu einer Baustelle, diese ist „nur“ 46 KM lang und hat häufig Schotterstrecken mit Schlaglöchern. An den Stromschnellen Kukkolaforsen in Finnland dürfen wir uns auf die Wiese stellen. Andy schaut gebannt den Fischern zu. Diese fangen Felchen auf dem Weg zu ihren Laichgründen mit einem Köcher. Da um 6 Uhr Nachmittags der Fang aufgeteilt wird kann Andy einiges in Erfahrung bringen. Es dürfen in der Zeit der Fischwanderung bis zu 5 Männern fischen, dies dann aber Tag und Nacht. Der Fang wird dann einmal am Tag aufgeteilt, es bekommen die Fischer ihren Anteil aber auch Landbesitzer vom Ufer, hohe Dorffunktionäre und wer weiß wer noch ihren Anteil. Sieht ja nach richtig viel Fisch aus ,sagt Andy einem der Anwesenden, pah, meint der, heute fängt jeder so zwischen 120 bis 150 Felchen, vor 20 Jahren waren es noch bis 2500 je Fischer, tja wenn man den Fisch auf dem Weg zum laichen fängt..... Der fangfrische Fisch wird zum Teil an Ort und Stelle geräuchert - super lecker ist es schon. Donnerstag geht es weiter über die Grenze nach Schweden, hier treffen wir nach langer Zeit auf größere Ortschaften und auch die Straßen sind breiter und voller.

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Nordkapp

Leider regnete es am Dienstag  mal wieder und die Aussicht ist längst nicht so schön wie gestern. Über die E6 geht es weiter nach Norden, nicht ganz so schön oder sehen wir nur nichts? Da wir die letzten beiden Tage gutes WLAN hatten und entsprechend lange im Internet Fernsehen gesehen haben ist heute ein kurzer Fahrtag und so landen wir früh am Nachmittag bei den Malselvfossen. Hier gibt es Stromschnellen mit einer knapp 500 Meter langen Lachstreppe, die schauen wir uns noch an bevor es heute mal früh ins Bett geht. Mittwoch ist ein langer Fahrtag und es ist nicht viel zu sehen. Auf dem CP Arctic Fjord in Storeng finden wir einen ruhigen Platz mit schöner Sicht auf den Fjord. Donnerstag geht es weiter Richtung Norden bei Aprilwetter. Wir füllen noch einmal in Alta unsere Vorräte auf und weiter geht’s gen Norden.  In Porsanger finden wir einen Parkplatz neben einer Kirche. Die Nacht ist super ruhig und morgens sehen wir eine Rentierherde direkt am Dicken.  Früh geht es los und wir erreichen mittags endlich das Ziel Nordkapp. Auf dem Weg dorthin müssen wir immer wieder anhalten um Rentiere über die Straße ziehen zu lassen, ganz begeistert sind wir von einigen Möwenfelsen direkt neben der Straße. Wir haben Glück: kein Nebel am Nordkapp, gar ein wenig Sonnenschein und da der Parkplatz nur für 24 Stunden möglich ist und 54 € kostet bleiben wir hier. Beim Rundgang durch das Museum  bekommen wir einen Flyer, auf welchem für ein Brunch geworben wir. Leider nur von 6:30 bis 9:00 Uhr. So stehen wir Samstag um 6:30 Uhr auf, sind alleine an der Kugel und lassen uns durch ein leckeres Frühstück verwöhnen. Da angekommen sein wo wir schon seit langer Zeit hinwollten ist schon ein tolles Gefühl. Für uns ungewöhnlich brechen wir um 10 Uhr auf und fahren wieder Richtung Süden.

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Vesteraelen

Sonntag regnet es mal wieder, also nix mit früh los. Die Fahrt ist auch verregnet und wieder sehen wir nicht viel. Dafür finden wir eine günstige Tankstelle, Sonntags tanken ist in Norwegen am günstigsten, diesen Tipp hatte Andy von einem Trucker erhalten und bisher stimmt es wirklich. Auf den letzten 20 KM nach Andenes nimmt der Wind immer mehr zu, die Fahrt ist fast wie auf ner Achterbahn. Auch im Ort weht es heftig. Bei den Ausflugsbooten erhalten wir den Hinweis, dass vor Mittwoch kein Boot mehr auf Safari geht – super ... Der  CP ist dann direkt am Meer. So werden wir die ganze Nacht mal mehr oder weniger durchgeschaukelt. Am nächsten Tag erzählen uns dann die Nachbarn, dass sie schon mehrere Tage hier stehen und auf eine Walsafari warten. Windstärken bis 9 und 5 bis 6 Meter hohe Wellen haben dies jedoch verhindert und die letzten, die es versucht haben, kamen vor drei Tagen grün im Gesicht zurück. Neeee das ist nix für uns Landeier. Schade, aus der Walsafari wird leider nix. Tagelang warten bei heftigem Wind und dann wohlmöglich keinen Platz zu bekommen, denn es warten doch einige auf eine Möglichkeit, lassen uns weiter fahren. Ein Ort weiter soll es eine Vogelsafari geben und das schauen wir uns an. Die Insel ist zwar von Land aus zu sehen, doch die Vorstellung mit einem kleinen Boot dort hin zu fahren, bei dem Wind und möglichen Wellengang lassen uns auch hier zögern. Schließlich entscheiden wir, dass wir irgendwann und irgendwo auf der Welt die Chance erhalten werden, Wale und Papageientaucher zu sehen. So machen wir uns auf den Weg immer am Wasser entlang, ab und an machen wir einen großen Kringel. Auch scheint die Sonne und so finden wir in Lodingen einen schönen Stellplatz im kleinen Fischerhafen. Andy klettert noch zum Leuchtturm hoch und bewundert die Aussicht über die Fjordlandschaft.

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Auf den Lofoten

Da wir die Fähre um 18:45 Uhr bereits am Vortag reserviert haben, können wir Montag ganz entspannt nach Bodoe fahren. Vorher haben wir noch Zeit gemütlich durch den Ort zu spazieren. Kleines nettes Städtchen mit einer Mall und vielen kleinen Lokalen im Hafen. Es ist endlich mal wieder Sonnenschein, nach den ganzen Regentagen tut uns dies sehr gut. Nach 4 Stunden auf der Fähre landen wir in Reine auf einem großen Schotterplatz direkt am Wasser. Die Überfahrt ist recht ruhig aber es geht ein heftiger Wind, Andy geht immer wieder an Deck um sich die vorbei ziehenden Inseln anzuschauen. Dienstag bleiben wir noch einen Tag in Reine stehen. Reine ist der fotogenste Ort der Lofoten und ist gar im Lego Land nachgebildet. Schöne kleine bunte Holzhäuser, die vielen Fischgestelle für den berühmten Stockfisch – leider hängen nur noch vereinzelt einige Fischköpfe, was aber dem unangenehmen Geruch keinen Abbruch tut, was mag es hier stinken wenn alle Gestelle im Frühjahr voller Fisch hängt – nette Lokale und Fischerbote. Die Kulisse perfekt machen dann die Berge ringsum – schon ein schöner Ort. Auch die Stimmung ist klasse, hier warten viele Backpacker auf eine Fähre zu den Wanderwegen, welche nur per Schiff zu erreichen sind. Am Mittwoch fahren wir auf engen Sträßchen nicht allzu weit bis zum CP Fredvang. Ein großer Wiesenplatz wo wieder einmal alle kreuz und quer stehen, ist wohl so üblich in Norwegen. Die Sonne zeigt sich immer mehr und auch der Wetterbericht verspricht weitere Sonnentage, so dass wir uns spontan entschließen einige Tage hier zu bleiben. Die letzten Wochen sind wir ja immer jeden Tag gefahren oder haben uns eine Stadt angesehen, wir brauchen mal eine Auszeit vom immer wieder woanders ankommen. So werden es 8 Nächte, die Sonne ist klasse und wir sitzen häufig vorm Dicken und ruhen uns aus. Auch quatschen wir mit Nachbarn, lernen zwei nette Pärchen aus Hagen und Zürich kennen. Die 4 haben sich im Oktober letzten Jahres auf einem CP kennen gelernt und sind nun überwiegend zusammen auf Tour. Die beiden Männer haben ein Boot mit und sind jeden Tag zum Angeln raus. An ihrem Angelerfolg haben wir teil und genießen leckeren Heilbutt und Lump. Vielleicht sehen wir die 4 wieder – sie wollen im nächsten Winter nach Spanien und Marokko, so wie wir auch. Nur ausruhen ist langweilig, Andy muss natürlich wieder etwas unternehmen, in der Nähe soll der schönste Strand der Lofoten sein. Vom CP zu Fuß in 7 km zu erreichen, also los. Schon bald geht es steil bergauf, über Stock und Stein und teilweise recht ausgesetzt. Ist es nicht sein Wandertag oder ist es doch recht anstrengend? Nach 2 Stunden ist der Grad auf 580 Höhenmeter erreicht, von hier oben ist die Bucht zu ahnen, doch um dort hin zu kommen müsste Andy die Höhenmeter wieder runter und dann retour wieder rauf und wieder dann runter kraxeln. Nach einigem hadern mit sich selbst dreht er um. Auf dem Weg runter ist dies wohl die richtige Entscheidung: die Beine schmerzen und das lädierte Knie meldet sich auch. Auch soll es eine einfachere Strecke zum Strand geben. Mit dem Rad fährt Andy auch immer mal wieder zu einer nahen Brücke, um dort von einem alten Bootsanleger zu angeln. Die Kühltruhe füllt sich zunehmend mit Makrelenfilet. Eine kleine Fahrradtour auf Nebenwegen führt in das Hinterland, vorbei an der Einstiegsstelle zum zweiten Wanderweg zum Strand. Es ist Samstag und es stehen viele Autos und Kleinbusse hier. Also wird die Wanderung auf Montag verschoben, leider. Denn es ziehen am Montag Wolken auf die sich die nächsten Tage halten. Am Dienstag abend kommen dann Nebelfelder auf die sich dann leider auch tagsüber halten. Immer wieder hören wir von neu ankommenden Mobilisten, dass diese bis kurz vor dem Eintreffen hier am CP nur durch Sonne gefahren sind. Für uns ein klares Signal zum Aufbruch. Es geht weiter. Die Fahrt über die kleinen Inseln der Lofoten ist traumhaft schön, wir haben uns echt in dieses Land verliebt. Wir machen uns am Donnerstag auf – nach kurzer Fahrt geht es auf schmalen Straßen zum Museumsdorf Nusfjord. Hier gibt es einen winzigen Parkplatz, nix für uns. Die Auffahrt ist schon ziemlich steil und unübersichtlich. Oben dann Chaos pur, die rauf fahren sehen natürlich nicht, dass alles rappelvoll ist. Hier zu drehen kostet uns sicher eine halbe Stunde. Dann stehen wir oben auf der steilen Abfahrt und von unten drängeln die nächsten nach. Wir sollen doch rückwärts fahren. Nee, da spielt Andy nicht mit, Motor aus und irgendwann unter lauter Protesten fahren die zwei Autos dann rückwärts. Warum eine Fahrerin dies gerne vermieden hätte wird schnell klar, die Fahrt ähnelt mehr einer Schlangenlinie und muss mehrfach neu angesetzt werden. Also nix mit Museumsdorf für uns. In Leknes kaufen wir nach der langen Zeit ein, es gibt Krabben, Pizzazutaten, Bier und Salat, für sage und schreibe 160 €, und der Wagen ist nur zu einem drittel voll. Bei Sport1 gibt es für Andy neue Blinker, denn der ein oder andere ist auf dem Meeresgrund geblieben. Die Sonne genießen wir auf einem super schönen CP in Brustranda. Alle Plätze sind direkt am Wasser gelegen und bilden in Verbindung mit den roten Ferienhäusern eine schöne Kulisse. Auch kann Andy seinem neuen Hobby direkt vorm Dicken nachgehen und bringt 4 Makrelen an Land. Am nächsten Tag kommen wir ungewöhnlicherweise früh los, 11Uhr J Das Wetter ist herrlich und wir fahren auf kleinen Nebenstraßen einen Kringel um eine weitere Insel. Der Weg nach Henningsvaer ist idyllisch das Wasser ist klar und smaragdgrün. Das kleine Städtchen ist nett anzusehen und in einer Stunde zu erkunden. Die Beschreibung „das Venedig der Lofoten“, naja, passt aber für uns nicht so ganz. Nachmittags landen wir auf dem CP in Kabelvag. Hier stehen wir zwischen dicken Felsen direkt am Meer. Wir sitzen bei 24 Grad vorm Dicken und genießen das Abendprogramm. Direkt vor uns gibt es zwei steile Kletterrouten und die werden von mehreren Kletterern in Angriff genommen – mal mehr und mal weniger gekonnt. Als Höhepunkt ziehen zwei Schiffe der Hurtigroute an uns vorbei. Lange sitzen wir draußen und essen fangfrische Makrelen mit Salat – was für ein Genuss. Am nächsten Tag sind wir nach wenigen KM in Svolvaer, eine für seine Galerien, Läden und Kulturveranstaltungen bekannte Stadt auf den Lofoten. Schön ja, aber ..... so ganz springt der Funke nicht über. Aber es ist super warm und wir erstehen Ersatz für den zu Bruch gegangenen Deckel für unsere große Pfanne und kaufen noch Kleinigkeiten für den Kühlschrank ein. Am Trollfjord an der schmalsten Stelle von 80 Metern Breite stellen wir uns auf einen Stellplatz direkt am Wasser. Dieser ist bekannt dafür, dass die Schiffe der Hurtigrouten ganz nah an einem vorbei ziehen. Und so ist es auch, toll. Um 17 Uhr und 24 Uhr fahren sie direkt an uns und dem Dicken vorbei und tuten auf Grund der winkelnden Wohnmobilsten. Auch vom Anleger aus kann Andy wieder einige Makrelen an Land ziehen, langsam geht uns der Platz in der Kühltruhe aus. Morgen geht es zu der Inselgruppe der Vesteralen und dort in Andenes wollen wir auf Walsafari gehen.

 

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Auf dem Kystriksveien Strasse Nr. 17

Der Kystriksveien zählt zu den schönsten Strecken an der Norwegischen Küste. Auf der Strecke gibt es 7 Fährverbindungen und unzählige Tunnels.

 

Heute kaufen wir das erste Mal auf unserer Tour Grillfleisch ein, neben mitgenommenen Spagetti, Grünkohl aus Dosen, Ravioli, Bohnentopf und Linsencurry muss es heute mal Fleisch sein. Wir landen nach kurzer Fahrt auf einem kleinen CP in Namdalseid. Abends sitzen wir mit einer Norwegerin, einem Neuseeländer und einem Australier in der Grillhütte. Es ist schön am offenen Feuer im Trockenen zu sitzen und unsere Englischkenntnisse zu verbessern. Nachdem die drei sich 4 Würstchen am Stock auf dem Feuer wärmen essen wir unsere leckeren Grillkoteletts doch lieber im Dicken. Seit Balestrand funktioniert unsere SAT Schüssel nicht mehr, und so freuen wir uns über ein gut funktionierendes WIFI und schauen fast den ganzen Nachmittag und Abend Filme und Nachrichten in der Mediathek. So geht dann auch der Sonntag zügig dahin - neben zwei Maschinen buntes. Montag geht es auf der 17 weiter Richtung Norden. Endlich mal wieder Fjorde, leider bei April Wetter. Wir landen auf einem CP in Bindalseidet. Der Platz ist so ganz anders als die üblichen CP, es gehen mehrere kleine Wege zum Fjord aber wo man sich dann hinstellt ist nicht klar ersichtlich. Doch da steht schon ein deutsches Pärchen und Andy fragt mal nach. Einfach hier stehen bleiben, denn die andere Seite war gestern brechend voll. Aja und warum steht ihr hier zwei Tage? Der Platz mit Blick auf den Fjord ist doch toll, stimmt, und außerdem hätten sie direkt hier vor der WoMo Tür 7 Makrelen gefangen und wollten es heute noch einmal probieren. Andy kann es gar nicht abwarten bis unser frühes Mittag bzw. Abendbrot gegessen ist. Er gesellt sich zu den beiden und ihr glaubt es nicht: fast jeder Wurf ein Treffer. Am Ende werden es 14 Makrelen die entwischten gar nicht mitgezählt! Zum Glück siegt dann die Vernunft über den Jagdeifer bei Andy, oder war es die sich abzeichnende Blase am Daumen? Denn das Ausnehmen der Fische und das Filetieren dauern dann fast eine Stunde. Ute meint Andy wäre stolz wie Oskar. Vor allem ist die Kühltruhe jetzt gut mit Makrelenfilets gefüllt. Dienstag geht es weiter Richtung Torghatten. Wir sind dort mit Günter verabredet. Andy will mal ein Seekajak ausprobieren und angeln, doch nun stehen wir alleine hier. Haben wir Günter die letzten beiden Male zufällig getroffen klappt das geplante Treffen leider nicht. Mit den befreundeten Paddelfreunden ist Günter dem schlechten Wetter ausgerechnet heute Morgen entflohen und sie hoffen auf einer nahen Insel bessere Paddelbedingungen zu finden. Also was tun? So wandert Andy zum Torghatten hinauf, echt anstrengend aber es lohnt sich sehr. Das Loch im Berg ist während der letzten Eiszeit entstanden. Mehrere Sagen erzählen natürlich andere Geschichten. Auf alle Fälle ist es das bekannteste Wahrzeichen der norwegischen Küste. Mal wieder ein irres Highlight, leider nix für Utes Knie - schade. Eigentlich wollten wir uns hier auch mit Edith und Winfried treffen. Die beiden hatten wir ja in Ribnitz-Damgarten kennen gelernt und nette Stunden miteinander verbracht. Wie der Zufall es will leben beide seit dem gleichen Zeitpunkt wie wir im Wohnmobil. Da die beiden ihre Nordkaptour genau umgekehrt zu uns machen, kommen wir uns nun entgegen. Am nächsten Tag fahren wir bei starkem Regen, was auch sonst, den beiden noch ein Stück entgegen. Ein Stück ist gut, es gilt noch zwei Fähren zu meistern und eine lässt uns gar 3 Stunden bis zur Abfahrt warten und dauert dann auch noch eine Stunde Fahrzeit. Entsprechend kaputt kommen wir auf den CP Sandnessjoen an. Wir fahren verschlungene Pfade direkt ans Meer. Wir stehen hier super, das Meer vor der Nase und die 7 Schwestern im Rücken. Eine Bergkette mit sieben Gipfeln bis zu 1.100 Meter hoch und wie der Torghatten natürlich durch Sagen entstanden. Zu sehen sind sie allerdings bis zur Abfahrt am übernächsten Tag nicht. Alles in dicken Wolken verhüllt. Donnerstag treffen Edith und Winfried mittags bei uns ein. Es wird ein schöner Nachmittag und auch Abends quatschen wir bis 3 Uhr morgens. Freitag fahren die beiden recht früh los und wir trödeln wie immer vor uns hin. Danke Euch Beiden - es waren schöne Stunden mit Euch und dem Versprechen uns in Spanien oder Portugal im Winter wieder zu sehen. Auf dem Weg nach Bodoe und zwei weiteren Fähren bleiben wir im dicksten Regen in Flostrand auf einem schön angelegten Parkplatz in Straßennähe stehen. Die ganze Nacht und auch noch der Vormittag geht die Welt unter, es regnet nicht, es schüttet wie verrückt. Auf der 17 gibt es auch wieder einige Tunnel und weitere Fähren. Leider können wir aufgrund des schlechten Wetters kaum die schöne Landschaft erkennen. So belassen wir es auch dabei, den Svartisen Gletscher nur von weitem zu sehen, gerne wären wir mit einem kleinen Bötchen über den See dorthin gefahren. Über eine kleine Straße geht es dann zur Fykanseilbahn, nicht ohne vorher den unbeleuchteten Tunnel zum Nationalpark hin und wieder zurück zu fahren, sehr zur Begeisterung von Ute. Denn es geht stetig im Tunnel bergauf und die Piste ist ruppig. Wenn jetzt wieder der Diesel ausgeht ..... aber seit dem Erlebnis in Spanien tanken wir ja nun schon bei halb leeren Tanks. Abend kommt doch glatt die Sonne raus und so muss Andy die Fykal Treppe in Angriff nehmen. Sie wurde als „Abkürzung“ für die Bauarbeiter des ersten Kraftwerks in Glomfjord angelegt. Eine luftige Angelegenheit mit Hängebrücke und Hangaufstieg mit 1.129 Stufen. Na, Stufen ist gut - ohne die beiden Seile an den Seiten ginge gar nix. Es ist als würde man eine Stiege zum Dachboden hochsteigen, so schmale Stufen und so steil. Hoch zu geht es ordentlich auf die Pumpe und Beine, doch jeder Blick zurück ist wirklich schrill. Andy schaut ins Nichts so steil ist das Ding. Nach 700 Stufen, alle 100 Stufen ist eine Markierung, ist Schluss. Es windet sehr, es ist bereits 21 Uhr und der Gedanke da wieder runter ..... Wir stehen super zwischen zwei Wasserfällen und genießen es sehr in der Einsamkeit zu stehen. Am nächsten Tag sehen wir zwar wieder bei tief hängenden Wolken keine Berge aber dafür kreuzen ein Eichhörnchen und ein dicker Wiesel unseren Weg. Endlich kommen wir in Saltstraumen an. Der Campingplatz ist nichts dolles und recht voll, doch der größte Malstrom der Welt ist nur wenige Meter entfernt. Es ist der größte Gezeitenstrom der Welt, alle 6 Stunden werden unglaubliche Mengen an Wasser durch die schmale Stelle gepresst. Es entstehen Strudel und Strömungen, irre. Andy ist hin und weg, solche gewaltigen Kräfte hautnah zu sehen begeistern ihn sehr. So muss Andy gar um Mitternacht noch mal hin. Und gut getan: das abfließende Wasser bildet riesige Strudel direkt am Ufer, dazu die untergehende Mitternachtssonne und wieder ist es ein Highlight auf der Tour.  Morgen geht dann nach Bodoe und von dort mit der Fähre zu den Lofoten.

 

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Trondheim

Am Donnerstag geht es weiter auf dem Atlantikvegen Richtung Trondheim, gepriesen als eine der 10 schönsten Routen der Welt. Diese Straße gefällt uns zwar, aber ganz soo toll finden wir sie denn doch nicht. Nach einem wie hier immer irre teuren Einkauf von frischen Lebensmitteln landen wir 17 KM außerhalb von Trondheim auf einem CP. Freitag geht es mit dem Bus nach Trondheim, die Stadt gefällt uns auf Anhieb. Alte Häuser am Ufer des Flusses, die 200 Jahre alte Brücke, nette Fußgängerzonen mit von uns lange nicht gesehenen Geschäften und wir fühlen uns wohl, zumal die Sonne heute mal den ganzen Tag scheint. Andy ergattert eine Jacke von Nike mit Kapuze und auch eine überteure Flasche Cognac muss sein. Nach 6 Stunden qualmen die Socken, doch wir wollen uns noch die geschichtsträchtige Kirche ansehen. Hier wurden viele norwegische Könige gekrönt und es kostet natürlich Eintritt, doch finden wir keinen Preis angeschlagen. So lassen wir Kirche Kirche sein und fahren mit dem Bus wieder zum Dicken. Ein wirklich gelungener Tag für uns in der drittgrößten Stadt Norwegens. Waren wir von Bergen enttäuscht und der gute Eindruck von Oslo durch viel Regen getrübt haben wir Trondheim sehr genossen.

 

 

 

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Ausruhen und Angeln auf der Halbinsel Lyso

Am Montag schlafen wir wieder einmal lange und machen uns gemütlich in Richtung Atlantikstraße auf den Weg. Bei der ersten schönen geschwungenen Brücke am Meer muss Andy seine neue Angel ausprobieren. Hier stehen schon viele Gleichgesinnte, doch bis auf drei Tschechen hat keiner wirklich Erfolg. Die drei holen einen oder manchmal auch drei Fische auf einmal aus dem Wasser und alle anderen, inklusive Andy, schauen in die Röhre. Der von uns ausgesuchte Übernachtungsparkplatz ist leider eine Baustelle und so weichen wir auf einen kleinen CP in Lyso aus. Hier bleiben wir drei Nächte, faulenzen und Andy fängt gar seine ersten Fische, die letzte Erfolge dieser Art liegen über 40 Jahre zurück. Ärgerlich ist, dass zwei dreiste Polen unter unseren Dicken krabbeln, um sich an unseren Stromanschluss zu hängen. Warum sie dies tun ist auch nach längeren Diskussionen nicht nachvollziehbar, denn es sind noch ausreichend Steckplätze vom CP frei. Doch die Gegend ist wieder klasse, ganz anders als die Fjordlandschaften, viele kleine Inselchen und direkt am Meer. Andy kommt mit einer Gruppe aus Brandenburg ins Gespräch und ist ganz begeistert, welch große Anzahl an wirklich großen Fischen diese hier vom Boot aus aus dem Meer holen.

 

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Geirangerfjord und Trollstigen

Am Freitag fahren wir Richtung Geirangerfjord. Heute ist ein sehr warmer Tag und Ute kommt nicht nur deswegen ins Schwitzen. Sind doch wieder einmal viele Höhenmeter und Serpentinen zu meistern. Hoch oben auf einem Plateau steht, wie könnte es auch anders sein, Günter der seine Reiseroute verändert hat. Mit ihm als direkten Nachbarn und drei Kreuzfahrtschiffe als weitere Nachbarn stellen wir uns auf den CP direkt in Geiranger. Leider laufen die Motoren der Schiffe auch ohne anwesende Passagiere weiter. Im engen Tal ist Smogalarm. An diesem warmen Tag sitzen wir aber noch lange draußen und quatschen. Nach einem gemeinsamen gemütlichen Frühstück besichtigen Günter und Andy den nahen Wasserfall und machen etwas für die Figur, denn es sind viele Stufen zu erklimmen. Die Treppen am Wasserfall sind aber nicht gut für Andys Knie – Man(n) wird halt nicht jünger. Lose verabreden wir uns mit Günter, uns hinter den bevorstehenden Trollstigen zu treffen. Erst einmal geht es wieder in steilen Serpentinen aus dem Tal hinaus, Ute mag auf Grund der schmalen Straße und der herrlichen Aussichten J gar nicht hinsehen. Da die Trollstigen immer gut besucht sind wollen wir diese am späten Nachmittag befahren. Vorher legen wir uns auf einem Parkplatz etwas aufs Ohr und ruhen uns aus. 2 KM vor den Trollstigen werden wir von dichtem Nebel überrascht. Lediglich 5 Meter Sicht und schmale Straßen lassen uns den Parkplatz am Aussichtspunkt anfahren. Da es nicht besser wird bleiben wir einfach für eine Nacht stehen. Günter ergeht es ähnlich und steht wohl einige Parkplätze hinter uns, doch hier oben gibt es kein Netz und so wissen wir dies noch nicht voneinande
Am nächsten Tag ist die Sicht zwar besser aber viel zu sehen gibt es auf der Fahrt wirklich nicht. Dies ist zwar schade aber vielleicht ja auch ein Grund noch einmal hierhin zu kommen. Durch die vielen, in den letzten Tagen gefahrenen Serpentinen kommt uns die Tour nicht ganz so spannend vor wie immer beschrieben. Gemütlich machen wir uns auf den Weg Richtung Meer, nehmen eine Fähre (diesmal gar 40 €) und fahren in einem Tunnel unter einem Fjord durch, mal etwas anderes als mit Fähre oder Brücke. In Bud finden wir einen großen Schotterparkplatz zum übernachten.

 

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Briksdalsbreen Gletscher

Nach einem gemeinsamen Frühstück mit Günter machen wir uns alleine auf den Weg zum Briksdalsbreen Gletscher. Die Straßen hierhin sind teilweise noch nicht ausgebaut. Am Fjord entlang wird die Straße immer enger, dann taucht vor uns ein ganz schmaler Tunnel auf. Dieser ist nur durch jeweils einem Fahrzeug in eine Richtung zu passieren, ohne Ampel versteht sich. Da das Sträßchen davor und dahinter ebenfalls sehr schmal ist, geht es eine halbe Stunde weder vor noch zurück. Zumal einige meinen mit drängeln und vorpfuschen schneller voran zu kommen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Im Tunnel rückwärts fahren will keiner und dahinter ist ja auch schon der Nächste und drängelt. Wir haben ja Zeit und so wird das Spektakel ewig in unserer Erinnerung bleiben. Zum Glück ohne Spuren am Dicken, denn Felswände und Spiegel kommen ihm heute sehr nahe. Die weitere Fahrt zum Gletscher genießen wir im strahlenden Sonnenschein und empfinden das Tal als einen Traum. Direkt am Fuße des Gletschers unmittelbar unter einem Wasserfall finden wir einen netten CP. Donnerstag stehen wir früh auf, 8 Uhr hihi, und wandern zum Gletscher. Die Sonne spielt mit, nur häufig weht ein heftiger Wind. Stetig geht es bergauf und tapfer ignorieren wir die Möglichkeit mit kleinen Wägelchen transportiert zu werden, wie es die vielen Tagestouristen, überwiegend Japaner, machen. Der Gletscher selbst ist stark abgeschmolzen, aber ein wunderschönes Erlebnis. Zurück am Dicken schaffen wir es gar noch einige Hausarbeiten zu erledigen. Zur Belohnung gibt es eine herrlich heiße Dusche für 10 NOK.

 

 

 

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Kommentare sind wieder möglich

Mit einem Update bei Jimdo waren seit einigen Blogeinträgen keine Kommentare mehr möglich. Dies ist nun behoben. Über Eure Beiträge haben wir uns doch immer sehr gefreut. also......

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Flam, Kreuzfahrtschiffe und klein Kanada

Wir fahren wieder in Richtung Fjorde. Die Fahrt von Bergen nach Flam geht flott dahin, was zum einen an den gewählten endlich, zumindest für Ute, größeren Straßen liegt, aber auch an den vielen Tunneln. Einer ist gar 12 KM lang, was aber nur die Hälfte von dem längsten Autotunnel ist, aber da kommen wir erst in zwei Tagen hin. In Flam stellen wir uns auf dem örtlichen CP um möglichst nah an den Ausflugboten durch den Fjord zu sein und auch geht hier direkt die Flambahn los. Am nächsten Tag brechen wir dann auf um eine der Attraktionen zu  nutzen. Aber als wir unten im Hafen ankommen trifft uns der Schlag, unzählige Reisbusse und ein  Kreuzfahrtschiff haben ihre Menschenmassen losgelassen. Es geht zu wie auf dem Rummel, alle Bootstouren und Fahrten mit der Flambahn für heute ausgebucht. Mist aber große Lust hätten wir auch nicht gehabt gedrängt mit vielen Menschen im Zug oder Schiff zu sitzen. Also machen wir das Beste draus, drehen eine große Runde und ruhen uns im Dicken aus. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Und an dem sehen wir morgens aus dem Dicken heraus drei auf Rede liegende Kreuzfahrtschiffe. Ne ne da brauchen wir es erst gar nicht versuchen zwei Plätze zu ergattern. Also entwickelt Andy eine Alternative für den heutigen Tag, wir fahren nicht wie geplant durch den 24 KM langen Tunnel sondern drüber. Sehr zum Leidwesen von Ute geht es dann in vielen Serpentienen den Berg hinauf zu einer Aussichtsplattform (Stegastein) weit über dem Fjord. Bei einigen Stellen macht Ute einfach die Augen zu und aussteigen um sich die weit unten liegenden Schiffe anzusehen kommt erst recht nicht in Frage. Die Fahrt über das Hochplateau Flotvatnet ist dann recht schön und entspannt. Lediglich einige Schafe müssen umfahren werden, die Wollknäul haben so gar keinen Schiss vor Fahrzeugen. Um an unser heutiges Ziel Balestrand zu kommen müssen wir noch zwei Fähren nehmen und eine traumhaft schöne Straße direkt am Fjord entlang fahren. Auch wieder arg eng aber mit kaum Gegenverkehr kein Thema. In Balestrand finden wir einen kleinen CP und ruhen uns aus. Als wir gerade ins Bett wollen klingelt das Telefon. Günter ist dran, der Schwiegervater von Andys Bruder, auch er ist in Norwegen unterwegs und wir hatten uns lose verabredet. Wie der Zufall es will steht er mit seinem Wohnwagen einen Ort weiter auf einen CP und kommt ruck zuck bei uns vorbei. Es wird viel erzählt über die gefahren Route und die kommenden. Es ist schon fast wieder hell als er fährt, quatsch um hab eins am morgen ist es noch taghell!!!!! Morgen wollen wir zusammen das Tal des Gaularvassdraget ansehen. Es ist eine Route der Touristik Wegen in Norwegen, und wir werden nicht enttäuscht. Schon die Anfahrt ist ein Traum, eine kleine kaum befahren Straße führt direkt am Fjord entlang um sich dann in vielen Serpentinen den Berg hoch zu winden. Oben gibt es eine neue schön angelegte Aussichtsplattform. Im Tal gibt es einen Wanderweg entlang des wilden Flusses, vor knapp 20 Jahren haben sich Umweltschützer durchgesetzt und so ist der natürliche Flusslauf erhalten geblieben und nicht wie so viele andere der Stromgewinnung zum Opfer gefallen. Einen kleinen Abschnitt wollen wir laufen, leider wird es nach wenigen hundert Metern für Ute zu krüppelig und sie hat Angst um ihre kaputten Knie. So wandern Günter und Andy alleine los. Es ist ein wunderschöner Wanderweg entlang des Flusses, wenn auch durch viele kleine bergauf und bergab Abschnitte anstrengend. An einem kleinen Gatter überlegen die zwei dann umzukehren und blöken zum Spaß mit den Schafen. Es kommt auch direkt eine Antwort nur klingt die ganz komisch, irgendwie von unten meint Andy noch. Und richtig ein Schaf ist zwischen großen Steine gefallen und kommt nicht mehr raus. Alles ziehen schieben und gut zureden hilft nichts, das blöde Schaf kommt zwar selber nicht mehr aus der misslichen Lage raus aber helfen lässt es sich auch nicht. Versperrt sich mit allen vieren um im Anschluss wieder blöd zu schauen und zu blöken. Kurz vorher hatten die beiden eine bewohnte Ferienhütte gesehen und fragen dort einmal ob der Schäfer bekannt sei. Klar der wohnt dort hinten im roten Dingsbums Haus. Nur rot ist hier jedes zweite Haus! Die Dame des Hauses sieht wohl ein das es besser ist selbst dem Schäfer bescheid zu sagen. Ende offen hoffentlich hat der Schäfer mehr Glück und bekommt das Tier aus der Notlage befreit. Unterwegs hatten die beiden auf der anderen Seite des Flusses eine Wohnmobil gesehen welches direkt am Wasser stand gesehen, und da wollen wir nun hin. Es ist ein winziger CP, aber alle sind sich einig so schön in traumhafter Natur direkt an einen tosenden Fluss hat von uns noch keiner gestanden. Könnte glatt in Kanada sein meinen wir.

 

Wir sitzen noch lange draußen und quatschen, endlich meint es das Wetter mal gut mit uns.

 

 

 

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Bergen

Wir erreichen, nach schöner Fahrt und einer kleinen Wanderung unter einem Wasserfall durch, einen CP nur eine Busstunde von Bergen entfernt und es regnet ohne Ende. Freitag fahren wir dennoch in die Stadt. Bewaffnet mit Regenjacke und Schirmen. Wir laufen durch die alte Stadt mit schönen Holzhäusern. Im Hafen liegen zwei Kreuzfahrtschiffe ua. die Aida Luna, welche wir schon mal in Hamburg gesehen haben. Wir wandern zum Fischmarkt und sind enttäuscht, es sind lediglich für Touris aufgestellte Fressbuden und die kleine Halle ist hoffnungslos überfüllt. So auch die alten Holzhütten mit kleinen Geschäften im Stadtteil Bryggen. Alles nicht mehr so wie wir es in Erinnerung haben, vor 30 Jahren gab es keine Kreuzfahrtschiffe mit der Überflutung mehreren Tausend Menschen und groß Kommerz gab es auch noch nicht. In einem kleinen Kaffee wärmen wir uns auf, neben dem starken Regen hat es auch nur 13 grad. Bergen ist für uns die Stadt der Frisöre, an jeder Ecke findet man mindestens einen. Andy will noch in einem Sportgeschäft endlich seine Angel kaufen, findet aber nichts günstiges. Die Wartezeit kommt Ute gerade recht, sie ergattert ein T-Shirt mit einem Elchaufdruck. Viel zu schnell fahren wir wieder zum Dicken zurück. Das Wetter ist mies und irgendwie passt die Stadt so gar nicht zu unseren Erinnerungen.

 

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Fjorde und Wasserfälle

Am Sonntag regnet es sehr und so bleiben wir noch einen weiteren Tag auf dem CP. Andy wird aktiv als Hausmann, er wäscht 3 Maschinen und abends gibt es eine Bohnenpfanne.  Ein Camper ist recht anhänglich und stellt sich praktisch in unseren Radkasten, obwohl rundherum viele Plätze frei sind. Lustig ist eine Gruppe recht lauter Japaner, welche das Camping ganz offensichtlich nicht gewohnt sind und mit ihren Hartschalenkoffern ständig herumwuseln. Am Montag fahren wir gemütlich an Fjorden vorbei, nehmen eine weitere Fähre und kommen bei strömendem Regen in Sand an. Hier stellen wir uns mitten ins Städtchen direkt am Fjodhafen. Als direkten Nachbar haben wir heute ein 150 Jahre altes Segelschiff. Ute hofft, dass die Seeleute dies gut vertäut haben, denn der Bug ist nur 3 Meter vom Dicken entfernt. Am Dienstag ist der Tag der Fjorde und Wasserfälle. Am Langfossen zahlen wir gar für wenige hundert Meter zum Parkplatz hin und zurück je 8,00 € Maut. Leider regnet es auch noch stark, so fahren wir ohne den Weg am Wasserfall zu laufen wieder weiter. Früh erreichen wir das Örtchen Oddo, hier stehen wir wieder direkt am Fjord. Es gibt eine kleine Fußgängerzone, sonst nichts Spannendes. Wir kaufen Salat für morgen ein und ruhen uns von der Fahrt aus. Am nächsten Tag geraten wir vor einer Baustelle in einen Stau. Andy hält einige Meter vor dem Ende des Staus um ausreichend Platz für den Gegenverkehr zu lassen. Dies finden nicht alle so gut und drängeln sich vor. So auch ein Holli, dieser fährt dem hinter uns stehenden Franzosen den Spiegel ab. Action pur, Holli kann kein Französisch Franzose kein Englisch und Andy mittendrin, so vergeht die Wartezeit wie im Fluge. Danach geht es hauptsächlich durch Tunnel weiter, mit endlosen Kurven, mit Kreiseln, mit Licht und manchmal auch ohne. In einem Tunnel gibt es gar einen Kreisverkehr mit blauer Beleuchtung, echt futuristisch. Wir bestaunen noch den Voringsfossen und landen schließlich am Eidfjord auf einem kleinen CP. Der Abstecher zum Wasserfall war echt ein Highlight, führt doch die Strecke durch mehrere Tunnel welche in Spiralen steil nach oben führen (Kartenausschnitt bei Bilder!). Andy freut es Ute weniger und der Dicke, naja sagen kann er nix, aber hoch zu immer Vollgas und runter nur bremsen riecht  schon sehr nach Anstrengung. Donnerstag ist spülen und duschen angesagt und beim wegfahren pflügt Andy noch mit der Anhängerkupplung etwas den Rasen, warum machen die den auch so ne blöde Böschung 😎und los gehts. Es geht wieder entlang von Fjorden durch viele Tunnel und Kurven, wir wandern unter dem Eidfjosswasserfall durch und landen nach einem kleinen Umweg, Andy hatte die Strecke anders im Kopf als sie wirklich war, auf einem CP in Bratland, mit Bus und Straßenbahn eine Stunde von Bergen entfernt. Dort soll es morgen hingehen.

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Preikestolen

Andy muss heute auf den Preikestolen, ist ja klar. Vom CP fährt ein kleiner Bus bis zu dem gestrigen Parkplatz. Der erste um 1/4 vor Acht muss es sein und dies ist gut so, doch dazu später mehr.Der Weg ist sehr gut ausgezeichnet, aber auch ohne die roten "T" gut zu erkennen. Die vielen Schuhe, die hier tagtäglich nach oben marschieren und auch wieder zurück kommen hinterlassen deutliche Spuren. Dennoch hat man ab und zu das Gefühl durch fast unberührte Natur zu wandern. So früh sind noch nicht viele unterwegs, obwohl ein paar Wenige kommen schon den Berg runter.Es wird oft auf Steine geklettert, manchmal sind sie zu Treppen aufgeschichtet. Allerdings sind die Stufen oft 30 oder 50 Zentimeter hoch. Das macht den Auf- und später erst recht den Abstieg recht anstrengend. Die hohen Treppenstufen machen es den Beinen schwer. Der Weg besteht fast ausschließlich aus Steinen, große und noch größere in allen Formen, die immer zu treffen ist nicht ganz leicht. Oben angekommen gibt es in der Sonne erst einmal eine Stärkung. Beim Beobachten was die Leute hier oben alles anstellen, Handstand alle möglichen Verrenkungen und es gibt auch welche die ihre Beine über den Rand strecken. Irre, denn es geht 600 m steil hinunter. Toll ist es hier, klasse Blick auf den Lysefjord und das Umland. Nach einigen Fotos ist es Zeit wieder nach unten zu klettern. Beim Aufsteigen ist es noch schön ruhig gewesen, das ist nun vorbei. In der ersten  Stunde zählt Andy 1000 von unten kommende Menschen, und es werden immer mehr. Ganze Gruppen kommen ihm entgegen, hat man sich morgens noch gegrüßt und auch Platz gemacht wird nun ohne Rücksicht hochgedrängt. Nicht so schön, doch wieder am Dicken angekommen steht fest: ein super Tag und die Schmerzen in den Knien und Füßen sind sicher bald vergessen. Einen Ausfall gab es dann doch zu beklagen, die x Jahre alte Wanderhose machte bei einem größeren Schritt nach unter nicht mehr mit. Nun ist wieder etwas mehr Platz im Schrank.

 

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Südküste Norwegen

Am Samstag regnet es leider ziemlich heftig, so dass wir keine Lust auf einen weiteren Stadtbummel haben. Wir machen uns auf den Weg Richtung Kristiansand, unterwegs bleiben wir kurz stehen um uns zu orientieren und werden prompt von einem deutschen Ehepaar, das seit 15 Jahren in Norwegen lebt, angesprochen ob wir Hilfe brauchen. Wir hören auf den Rat der beiden und schauen uns Eidsfoss an, ein kleines uraltes Holzdorf. Leider finden wir den empfohlenen Parkplatz am See nicht, dafür aber einen kleinen CP in Eikerenveien auch direkt am See. Sonntags wollen wir eigentlich weiter, trödeln aber zu lange rum und bleiben noch eine Nacht länger. Auch Montag wird es 14 Uhr bis wir loskommen, da wir uns mit den Nachbarn verquatschen. Wir fahren bis Risör auf den Stellplatz. Andy macht dann noch eine kleine Runde durch den Ort. Hier gibt es einige kleine 200 Jahre alte Holzhäuser und kleine Lädchen. Am Dienstag werden wir um 7 Uhr unsanft von einem Bagger geweckt, der ausgerechnet heute den Kies auf dem Stellplatz aufhübschen will. Wir bummeln durch das Städtchen und machen uns dann auf nach Lillesand. Dort finden wir einen schönen, wenn auch mit 32 € recht teuren Stellplatz direkt am Hafen. Vom Stadtrundgang sind wir diesmal etwas enttäuscht, soll es doch hier auch so hübsche alte Häuschen geben, nur wo sind diese? Am Mittwoch fahren wir zum Leuchtturm nach Lindesnes, hier verlangen sie 8 € um zum Turm laufen zu dürfen, nee nicht mit uns. Ute ruht sich von der Fahrt aus und Andy klettert etwas auf den Felsen rum. Hier gibt es auch schöne Aussichten und einige in Stein gehauene Schützengräben aus dem 2. Weltkrieg und alles ohne Eintritt. Der Parkplatz ist zwar recht voll doch in der Nacht haben wir unsere Ruhe. Donnerstag fahren wir gemütlich zum Flekkefjord und begeben uns auf die kleine Straße Nr. 44. Das bedeutet enge Straßen, enge Stellen durch Felsen hindurch, an vielen Stellen muss einer rückwärts fahren um aneinander vorbei zu kommen. In Helleren ist dann für Ute genug Aufregung, sie meint sie sitzt auch immer fast über dem Abgrund. Andy schaut sich dann noch die kleinen alten Häuschen an, welche seit über 200 Jahren unter einem großen Felsvorsprung stehen. Damit nicht genug muss er auch noch einen Berg erklimmen, mit einem Eintrag ins Gipfelbuch, immerhin. Auch wenn beim klettern alle Knochen wehtun. Dort auf dem großen Schotterplatz bleiben wir auch für die Nacht und sind mutterseelenallein. Am Freitag fahren wir zu MAN in Stavanger, denn seit zwei  Tagen zeigt die Anzeige für Kühlertemperatur nichts mehr an. Der Mechaniker schaut sich das Dilemma an, meint aber es geht auch ohne diese Anzeige zu fahren, zumal er die Teile aus Deutschland kommen lassen müsste. Na denn, hoffen wir mal, dass er recht hat. Bald ist die Fähre über den Lysefjord erreicht. Auf dem Parkplatz von Preikestolen ist es leider verboten zu übernachten, wenngleich dies wohl doch einige machen, also drehen wir um und finden in der Nähe einen CP.

 

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Oslo

Am Freitag geht es vom Stellplatz mit der nahe gelegenen S-Bahn ruck zuck in die Innenstadt. Dort irren wir erst einmal durch mehrere ineinander verschachtelte Einkaufcenter und verlassen diese durch einen x-beliebigen Ausgang. Nach einigem hin und her landen wir dann doch auf der Fußgänger Zone, welche quer durch die Stadt geht. Dort entlang laufen wir bis zum Schloss und beneiden die Wachsoldaten nicht wirklich. Es regnet mal wieder und die Armen dürfen gerade einmal kurz nach links und rechts schauen, ansonsten keine Regung zu sehen. Anschließend laufen wir vor zu der neuen Uferpromenade und sind schnell begeistert. Trotz Neubauten sieht es aus wie in einem alten Hafenviertel, echt schön hier, wenn das Wetter mitspielen würde könnten wir uns auf eine der vielen Kneipenterrassen setzten. So bleibt es bei einem Kaffee in einer der vielen kleinen Hallen. Trotz Regen laufen wir am Ufer entlang bis zur neuen Oper. Die sieht aus wie ein großer Eisberg und ist von außen begehbar, oben gibt es einen tollen Blick über Oslo. Unterwegs zur Oper, so meinen wir zumindest, kommen wir an der Stelle vorbei wo unser VW Campingbus auf unserer ersten und bisher einzigen Skandinavien Tour vor 30 Jahren aufgebrochen wurde. Dann sind unsere Beine müde gelaufen und wir sind froh schnell mit der Bahn wieder beim Dicken sein zu können. Ein wirklich schöner Tag, leider etwas arg nass.

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Auf dem Weg nach Norwegen

Es geht los, wir fahren ganz gemütlich nordwärs und finden einen schönen Parkplatz am Wildpark in Heidmühlen. Hier verbringen wir eine absolut ruhige Nacht und beginnen mit der Planung der weiteren Etappen. Am Samstag kaufen wir in Flensburg noch schnell verderbliche Lebensmittel ein und tanken ein vorerst letztes Mal günstig den Dicken randvoll.

 

Nachmittag fahren wir auf einen Stellplatz direkt am Hafen in Aabenraa Dänemark. Es ist ein nettes kleines Städtchen mit einer ansehnlichen Fußgängerzone. Beim Einkauf von Ute´s Shampoo werden wir dann direkt um 50 Kronen beschissen. So ist es halt, wenn man so lange keine Fremdwährung in den Händen hielt. Nachts gibt es am Strand eine recht laute Party, doch die Nachwirkungen von Ute´s Erkältung veranlassen uns eine Nacht länger zu bleiben. Ute pennt den ganzen Tag und Andy streift noch mal durch den Ort, leider hat der Frisörladen zu und so können wir die Kronen nicht einfordern. Dafür findet Andy einen kleinen Laden mit allen möglichen asiatischen und exotischen Lebensmitteln und kauft drei Chutneys ein. Da die Ware kein Preisschild trägt und die beiden Verkäufer nicht genau wissen was ihre Ware so kostet, bekommt Andy diese für umgerechnet 1,50 € je Glas, da ist der Beschiss vom Vortag schon wieder vergessen.  Trotz Ver- und Entsorgung sind wir am Sonntag schon um 10 Uhr unterwegs, fahren Richtung Meer und bestaunen unterwegs die in den Dünen versteckten Häuser. Die Städtchen sind auf Grund Pfingsten recht voll, ebenso die Stellplätze und so landen auf einem Campingplatz in Ulfborg. Ein sehr schöner Platz, Andy schaut eine ganze Weile den Kitern zu, es ist absolut ruhig nur der Wind ist heftig. Die Dusche stellt sich leider als ein Rinnsal raus, da wären wir besser im Dicken duschen gegangen. Pfingstmontag fahren wir nicht allzu weit, finden an einem kleinen Wanderparkplatz eine schöne Übernachtungsmöglichkeit. Wir wandern eine kleine Runde über einen schön angelegten Holzpfad und lauschen dem Vogelgezwitscher. Ute geht es immer noch nicht so gut, so zieht Andy noch einmal alleine los, allerdings lässt sich die angepriesene Klosterruine einfach nicht blicken. Abends sind dann alle Wanderer weg und wir stellen einmal mehr fest: so zu stehen ist einfach klasse. Keiner um uns rum, total ruhig, nur morgens machen dann die Vögel ordentlich Rabatz. Am nächsten Tag geht es Richtung Aalborg auf den Campingplatz, den bisher teuersten Platz auf der Tour. Mit dem Bus, welcher direkt vor dem CP hält, fahren wir in die Stadt. Ute bekommt die lang ersehnte Tastatur für ihr I Pad und Andy eine Schieberkappe, damit die Sonne zukünftig keine Chance mehr hat die „Pläte“ zu verbrennen.

 

Vor einer Brauerei gibt es für uns je einen Burger und ein Glas Bier, für umgerechnet 70 € - willkommen in Skandinavien. Astrid erwidert, als wir ihr dies mittels WhatsApp schreiben: „gewöhnt euch an die Preise - so bleibt es nun für die kommenden Monate.“ Na da hoffen wir doch ausreichend Dosenfutter mitgenommen zu haben. Am Mittwoch fahren wir direkt auf den Stellplatz nach Frederikshavn, von dort geht es morgen um 9 Uhr 15 mit der Fähre Richtung Oslo. Es regnet und stürmt, sodass wir ein wenig Sorge wegen der Überfahrt haben. Andy läuft dann noch zum Terminal um zu klären, von wo es genau los geht.  Donnerstag sind wir überpünktlich im Hafen, alles läuft reibungslos und pünktlich startet die Fähre. Das Gas muss zugedreht werden und es kommt eine Plombe auf die Klappe, mal sehen was aus unserem Kühlschrank speziell unserem Gefrierfach wird. Da haben wir ja auch so einiges gebunkert J. Die Kabine können wir anfangs nicht nutzen, auf Grund des Seegangs wird uns unter Deck schnell übel. Doch nach 2 Stunden legt sich Wind und Wellengang und wir schlafen ein Stündchen in der Kabine. Die Einfahrt durch die vielen Inselchen nach Oslo ist ein Erlebnis und wir stehen 2 Stunden an Deck und laufen von einer Schiffseite zur anderen.

 

Wir sind, wohl fast als einzige, ehrlich und fahren zum roten Ausgang und verzollen unseren über die Freimengen eingeführten Alkohol. Den Stellplatz in Oslo finden wir unter Umwegen denn unser Navi spinnt mal wieder.

 

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Ostrhauderfehn

In Ostrhauderfehn kommen wir gerade zum richtigen Zeitpunkt an, gilt es doch den Geburtstag von Andy´s Bruder zu feiern. Die ganze Familie ist da und es werden wieder schöne und erzählreiche Tage. Ab Mittwoch kommt dann Abby im Haushalt des Bruders an, eine junge Berner Sennen Hündin, es werden für alle recht aufregende Tage. So ein Fellknäul macht ziemlich Rabatz, mit ihren 9 Wochen ist die Welt ein großes Spielzimmer – zum Leidwesen der Gartenpflanzen, diese sehen immer zerrupfter aus. Wir kümmern uns derweil um unseren Dicken. Das hintere Dachfenster ist leicht undicht und wird aus und wieder eingebaut, der wackelige Fußboden wird mit dünnen Platten von oben verstärkt - schauen wir einmal wie lange dies hält - und allerlei Kleinigkeiten sind zu reparieren. Ein wenig stolz sind wir dann auch, sind wir doch wirklich nicht die geschicktesten Handwerker und doch haben wir alles recht gut hinbekommen. Eine Woche vor unserer Reise zum Nordkap kommt dann Ute´s Vater zu Besuch. Wir quartieren ihn in eine kleine Ferienwohnung in der Nähe ein und machen mit ihm 4 herrliche Radtouren um Rhauderfehn herum. Zu zeigen gibt es so einiges, die älteste handbetriebene Fähre in Europa, die schmalste Autobrücke in Deutschland und, und, und. Das Wetter spielt mit und so kommen am Ende fast 200 KM zusammen.

 

Am Sonntag bringen wir ihn dann zum Zug und dann gilt es unseren Dicken zu füllen. Aber erst werden alle Lebensmittelländen in der Nähe geplündert, am Ende kommen 7 große Kisten mit Lebensmitteln, hauptsächlich Dosenfutter, aber auch haltbares Brot, Süßigkeiten und ja auch einige Dosen Bier und einige Flaschen Wein zusammen. Bald sind selbst in unserem Dicken alle Stauräume randvoll. Am Donnerstag verabschieden wir uns dann von Andy´s Bruder und Schwägerin – es war mal wieder schön in Familie zu sein – danke für die gemeinsamen Stunden beim grillen und quatschen vor allem, dass wir bei Euch ein zweites zu Hause haben. Halb traurig, halb froh machen wir uns so gaaanz langsam auf den Weg Richtung Norden.

 

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Oostende in Belgien

Getrennt aber mit dem gleichen Ziel fahren Astrid, Peter und wir in Richtung Oostende in Belgien. Hatten wir uns noch gestern über die Stellplatzgebühr von 12€ ohne Strom und Versorgung geärgert, so sehen wir heute die Schranke offen und schlüpfen ohne zu zahlen hindurch und dies mit Hänger, der ist nämlich hier am Rheinufer nicht erlaubt J
Die Fahrt geht flott dahin bis vor Antwerpen, hier quälen wir uns 1 ½ Stunden über den Ring, echt nervig. In Oostende angekommen finden wir einen netten kleinen CP mit Namen Astrid. Wie passend, wollen wir doch hier ihren Geburtstag feiern. Direkt vor dem Eingang des CP fährt eine Straßenbahn ins Zentrum. Vor Fahrtantritt versuchen wir zu ergründen wie wir denn an ein Ticket kommen, zum Kiosk zurücklaufen - keine Lust, App nutzen geht auch nicht - wird im AppStore nicht angeboten, also dritte Alternative: beim Fahrer kaufen – aja. Das machen wir dann auch nicht – denn der Fahrer zeigt keine Reaktion auf unsere Fragen und das winzige Fenster in Kniehöhe übersehen wir glatt, also fahren wir schwarz! In Oostende angekommen treffen wir die beiden, die sich hier für die kommenden zwei Wochen eine schöne Ferienwohnung genommen haben. Im 10. Stock hoch oben hat man einen wunderschönen Blick auf das Meer, den langen Strand und die Uferpromenade. Eine Pizza rundet den ersten Tag in Oostende ab. Auf der Rückfahrt werden wir, als wir Fahrkarten am Automaten kaufen, von einem leicht angetrunkenen Mann darauf hingewiesen, dass am Abend in der Bahn nicht kontrolliert wird- kennen wir - am Tag zum Glück auch nicht.

 

Sonntag fahren wir wieder in die Stadt zum bummeln durch die Gassen, alle Geschäfte haben auf und es herrscht reges Treiben. Wir schauen uns das im Hafen liegende alte Schul- und Segelschiff Mercatoran und am Abend wird auf der Terrasse hoch oben gegrillt. Montag geht es mit dem Zug nach Brügge, eine super schöne Stadt mit kleinen Gassen, hübschen Häusern und einem Süßigkeiten Laden neben dem anderen. Zum krönenden Abschluss gibt es eine kleine, selbst organisierte Bierprobe. In einem alten Gemäuer werden alle in Belgien gebrauten Biere dargeboten und auch verkauft. Klar gehen Peter und Andy die Herzen auf. An Astrids Geburtstag fahren wir mit der Straßenbahn nach Knokke, bummeln die Einkaufsstraße entlang und sitzen eine ganze Zeit lang in einem Strandlokal. Im Windschatten in der Sonne fühlen wir uns sauwohl. Zurück in Oostende gibt es wieder eine leckere Pizza, ein gelungener Geburtstag. Leider müssen wir uns dann auch voneinander verabschieden. Ihr Lieben, es waren wunderschöne Tage und wir hoffen auf eine Wiederholung, wo und wann auch immer.

 

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Düsseldorf

Dienstag geht es nach Düsseldorf, leider gibt es den einfachen Stellplatz in Unterfeldhaus nicht mehr, sodass wir zum CP am Unterbachersee ausweichen. Von hier aus besuchen wir die nächsten Tage Andy´s Eltern und Ute´s Vater, auch hier gilt es die letzten Monate Revue passieren zu lassen. Den Eltern fällt dies sichtlich schwerer als uns, haben wir doch so viel erlebt und sind nicht im täglichen Trott unterwegs gewesen.

 

Am Freitag ist Stellplatzwechsel angesagt. Wir fahren zum Rheinufer in der Nähe der Tonhalle nach Düsseldorf. Astrid und Peter sind auf ihrer Fahrt von Frankfurt nach Belgien schon einen Tag früher los und so können wir gemeinsam „unsere“ Altstadt besuchen. Wie so häufig treffen wir uns am Karlsplatz und essen leckeren Grünkohl und trinken unser geliebtes Altbier. Danach schlendern wir durch die Gassen und freuen uns sehr - wie oft sind wir, als wir noch in Düsseldorf wohnten, hier lang gelaufen. Abends geht es ins Füchschen, hier kommen noch Sandra und Frank hinzu. Et jivt lecker Bier und Killepitsch und gequatscht wird in fröhlicher Runde. Die beiden sind Karneval immer super kostümiert, da wir diesmal ja aus bekannten Gründen nicht dabei sein konnten, werden die Bilder um so mehr bestaunt.

 

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Ostern in Idstein und Frankfurt

Auf unser Fahrt im letzten Jahr gen Süden hatten wir es ja nicht geschafft bei unseren Freunden in Idstein anzulanden.

 Ute´s Arzttermine in München hatten damals leider Vorrang, aber nun steht ein freudiges Wiedersehen nichts mehr im Weg. Gleich Donnerstagabend geht es mit Britta und Uwe zum Italiener in Idstein. Es gibt viel zu erzählen und die Zeit fliegt nur so dahin. Schön war es und sooo lecker, gell Britta J Zum Ausruhen des Bauches bleibt am Freitag keine Zeit, und dies bleibt so noch die nächsten Tage, ach was, es werden Wochen werden, dazu dann später mehr. Wir sind bei Frauke und Holger zum Grillen eingeladen und Holger hat grilltechnisch aufgerüstet, nun passt noch mehr auf die Roste. Wer Holger kennt so nutzt er dies weidlich aus. Super leckeres Fleisch vom Rind über Schwein zum Lamm, irre. Zu unserem Glück kommt die Tochter mit Enkelin und Mann aus dem Urlaub zurück und helfen uns nach besten Kräften die lecken Sachen zu verputzen. Es gibt natürlich auch heute viel zu erzählen, immerhin haben wir uns mehr als ein ganzes Jahr nicht gesehen. Glücklich und kugelrund treten wir kurz vor Mitternacht den Heimweg zu unserem Dicken an. Es geht ordentlich bergab und mit den zusätzlichen Pfunden rollen wir dahin. Am Samstag ist erst einmal ausschlafen angesagt, zumindest bis sich Uwe meldet - er möchte sich mit uns in Idstein treffen. Wir schlendern durch die Gassen und gehen dann mit Uwe einen Kaffee trinken. Mit neuer Frisur kommt dann noch Britta dazu und wir quatschen und quatschen, echt schön. Am Abend werden wir dann nach Bechtheim chauffiert, hier haben wir einmal 9 Jahre gewohnt. Kleiner Ort ohne alles, bis auf ein Sterne Restaurant immerhin, die Betreiberin Rosi gibt es leider nicht mehr, aber die neuen Köche haben es auch super drauf. Wir schlemmen und in der Runde mit Frauke, Britta, Holger und Uwe wird es ein erzählreicher Abend.

 

Die Nacht ist kaum rum da werden wir schon wieder von Uwe und Britta abgeholt, es geht zum Osterbrunch auf den Feldberg. Hier treffen wir dann noch Silke, Alexandra und Alex, den Brauch der Ostergeschenke haben wir verpennt, nicht so die Lieben um uns rum, an der Tüte mit einer riesigen Anzahl an Süßigkeiten werden wir noch lange zu naschen haben.

 

Lecker ist es und es gibt mal wieder viel zu erzählen. Im Dicken angekommen geht nur noch „Couching“. Am Ostersonntag fahren wir nach Frankfurt auf den Campingplatz. Von dort laufen wir zu Annett und Michael und den beiden Kiddis. Leckeres Essen, einfach drauflos quatschen, den ein oder anderen Wein trinken, einfach super.

 

Euch allen lieben Dank, wir wurden wieder einmal herzlich aufgenommen als wären zwischen unserem letzten Wiedersehen keine 5 oder gar 12 Monate vergangen. Welch ein Glück solch liebe Freunde zu haben.

 

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Sankt Martin

Der Bericht ist einmal anders. Hier schreibt Rosi was sie mit uns erlebt hat.

Danke für Deine Zustimmung, wenn Ihr mehr von MaRo lesen wollt:

https://maroontour.wordpress.com/

die beiden sind auf dem Weg nach Island, sind schon sehr auf die Berichte gespannt.

 

Dienstag 11.04. trotz Sonnenschein ist es recht frisch draußen. Jeder frühstückte noch im Womo, bis sich einige an die frische Luft trauen. Bis zum Mittag wurde es wärmer und die eifrigen Radfahrer wollten nach Neustadt a.d. Weinstrasse fahren, da ich noch nicht restlos Gesund bin bleibe ich im Womo und geniesse die Ruhe. Nebenbei erstelle ich ein Video von unserem Offroad fahren. Gerade als ich beginnen wollte, ging das Telefon. Es meldete sich Andreas, den wir in Spanien kennen gelernt hatten. Wie es der Zufall will, sind die Beiden in Südbaden unterwegs. Wir verabreden uns und sie kommen auch nach Sankt Martin. Diesen Ort kennen sie auch schon, so klein ist die Welt. Das war vielleicht eine Überraschung für Manfred, denn er wusste noch nicht davon. Auch diese Wiedersehen verlief herzlich, denn seit Mitte Januar haben sie uns von der Rancho Buena Vista verlassen. Es gab viel zu erzählen und auch unsere anderen Bekannten Renate und Winfried, Gisela und Uwe waren von Ute und Andreas begeistert. Denn die Beiden hatten eh vor hier in Sankt Martin Wein zukaufen. So ein ZUFALL. Auch heute haben wir Lust auf eine Weinprobe, also nichts wie hinein in die Hallen. Jeder suchte für sich erneut einen leckeren Tropfen, den er gerne seinen Gästen zu Hause präsentieren möchte. Eine schöne Stimmung kam auf und auch einige Übereinstimmungen was den Wein betrifft.

 

eine nette Gesellschaft bei der Weinprobe

 

zur Weinprobe gab es Wurscht und Brot

 

Ich hielt mich bei dieser Verköstigung etwas zurück, genoss aber dennoch einige Tropfen des edlen Weines. Auch nach diesen Probestunden schleppte jeder seine ausgesuchten Weinkisten ins Womo. Wieder machten wir bis zum Abendessen eine Verschnaufpause. Erholt setzten wir uns in Gang zum Abendessen an den reservierten Tisch im -Consulat des Weins-. Ein üppiges Gelage folgte und ein amüsanter Abend hatte dann auch wieder ein Ende.

 

 

Mittwoch 12.04. es war schade, denn die Urlaubsbekanntschaft mussten uns leider wieder verlassen. Auch sie haben immer Termine! Bei uns blieben aber Ute und Andreas. Was treiben an einem schönen sonnigen Tag? Wir entschieden uns für eine Busfahrt nach Neustadt a.d. Weinstrasse. Kaffee trinken und durch die alten Gassen schlendern, bis uns der Bus wieder über die schönen alten Orte mit ihren Fachwerkhäusern nach Hause bringt. Manfred befahl mir für den heutigen Tag, keinen Fotoapparat  mit zunehmen. Ich sollte einfach diesen Tag ohne Motivsuche geniessen. Recht hat!!

 

Ein drittes mal geht es zur Weinprobe. Ich halte mich gänzlich zurück, nehme nur kleinste Schlückchen oder Wasser. Wenns genug ist, ist genug. Den anderen schmeckt es immer besser und sie finden auch die richtige Weinmarke, die sie in gemütlicher Runde oder auch als Geschenk mitnehmen.

 

Mein Magen streikt, ich muss was essen. Diesmal suchen wir die Besenwirtschaft -Rabe- in Sankt Martin aus. Manfred besorgt das Essen, wir geniessen  einen Flammkuchen und natürlich eine grosse Weinschorle ( Schoppen ). Zur später Stunde machten wir uns wieder im Mondlicht auf den Heimweg.

 

Donnerstag 13.04. wieder müssen wir Abschied von Ute und Andreas nehmen, aber nicht ohne ein Versprechen zu geben. Wir sehen uns bestimmt irgendwo auf diesem Planeten wieder. Viel Spass weiterhin und immer Luft in den Reifen bei euren Reisen.

 

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Meissenheim

Wir fahren ganz gemütlich bis zum Rhein und können es fast nicht glauben, es ist genau 6 Monate her dass wir hier in die andere Richtung gefahren sind. Vom Gefühl her war es erst vor ein paar Tagen. In dem Augenblick denken wir an all die schönen Erlebnisse und die neuen lieben Bekanntschaften aber auch an die erlebte uneigennützige Hilfe bei unseren kleineren Havarien. Aber nun stehen uns laut Wetterbericht einige sonnige Tage im Breisgau bevor. Und wirklich die Sonne ist uns wohl gesonnen, wenngleich der Wind uns häufig um die Ohren pustet. Wir genießen die 5 Tage hier auf dem Stellplatz nahe dem Rhein in Meissenheim sehr, fahren auf dem Bärbel Radweg bis nach Offenburg und essen leckes Eis auf dem Marktplatz. Die zweite Tour führt uns auf dem Rheindammweg nach Kehl und wieder zurück. Auch sitzen wir vor dem Dicken und genießen es sehr.

 

Das Osterwochenende steht bald an und da wollen wir uns ja mit unseren Freunden in Idstein und Frankfurt treffen so beschließen wir eine kurze Etappe bis zu unserem geliebten St. Martin in der Pfalz zu machen. So packen wir wieder einmal unsere 7 Sachen und machen uns reisefertig. Andy schreibt am Sonntag noch einige Reisebekanntschaften, dass wir wieder in Deutschland sind, und bekommt prompt eine Rückantwort von Manfred und Rosi, die stehen, wir können es nicht glauben in St. Martin und auch noch auf dem Stellplatz des Winzers Schneider, da wollten wir doch auch morgen hin welch ein schöner Zufall wir freuen uns schon sehr auf das Wiedersehen mit den beiden.

 

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Baume le Dames

Auf dem Stellplatz in Baumes le Dames haben wir schon des Öfteren gestanden und wollen die nächsten Tage mit dem Rad am Doubs entlang fahren. Der Radweg ist super ausgebaut und das Flusstal erinnert uns stark an das Altmühltal. Auf den Touren ist es windig und die Luft ist recht kalt. Immer wieder stellen wir uns in einem Windschatten in die Sonne und wärmen uns auf. Nach zwei Tagen sagt der Wetterbericht wieder einmal schlechteres Wetter voraus und so wollen wir nach drei Nächten weiter. Andy kocht gerade am letzten Nachmittag draußen und da kommt ein großes Hallo um die Ecke. Es sind Edith und Hubert, die beiden haben wir auf der Ranch kennen gelernt und berichten von ihrer Marokko Tour. Die beiden fahren seit einigen Jahren im Winter dorthin und sind total begeistert. Auf Grund des vielen Regens, ja auch in Marokko war der nasseste und kälteste Wind seit vielen Jahren, blüht dort selbst in der Wüste jeder Grashalm. Edith fröstelt und stellt fest, dass ihr die Temperaturen in den letzten 3 Monaten zwischen 30 und 40 Grad viel besser gefallen hätten. So wächst bei uns die Überlegung im kommenden Winter auch einmal dorthin zu fahren, vielleicht treffen wir die beiden dann ja wieder. 

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Quer durch Frankreich

Wir fahren in kurzen Etappen einmal quer durch Frankreich. Einige Kilometer hinter Bordeaux finden wir wieder einen Parkplatz wie wir es für eine Zwischenübernachtung mögen. Ein kleiner Parkplatz eingerahmt von einem Weinberg, dem Friedhof und einem Kindergarten, letzterer ist zum Glück am Wochenende geschlossenen. Am Sonntag sind wir beide nicht gut drauf - Müdigkeit und leichte Übelkeit  - keine Ahnung warum, so machen wir an einem kleinen Schlösschen Rast.

Ute schläft eine Runde und Andy läuft zum Schloss und durch die kleine Altstadt.

Der Parkplatz an unserem nächsten Ziel Nieeul ist dann auch schnell erreicht. Auch hier gibt es ein noch kleineres Schlösschen mit einem netten Park. Als nächstes geht es 200 KM über größere Nationalstraße weiter die nächste Nacht stehen wir Nähe der einer Nationalstraße und doch recht ruhig. In Baueme le Dames soll dann die nächste Station sein. Da uns die Autobahngebühren mit unserem Gespann viel zu hoch sind fahren wir wieder über Landstraßen, diese werden kurz vor dem Ziel aber immer kleiner und auch die Ortsdurchfahrten werden enger. Und dann passiert es, in einem Ort werden die Zebrastreifen neu gestrichen und somit steht häufig nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Da muss uns natürlich ein Schwertransporter entgegen kommen, passt schon meint Andy, doch fast am Ende des großen Gespann passt es eben nicht mehr. Also mit einem kleinen Schwenk auf den Bürgersteig, ob nun der Hintern vom Dicken zu sehr ausschwenkt oder durch das Schauckeln oder aber der Transporter los fährt lässt sich im Nachhinein nicht mehr klären. Auf alle Fälle hat unser Dicker nun hinten links ne ordentliche Schramme. Der LKW fährt einfach weiter, na dann können wir auch nichts mit ihm klären und seinen Schaden begutachten.

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Zarautz jetzt auch mit Bildern

Bilbao hat uns wirklich gut gefallen und so fahren wir ungern weiter. Doch der Wetterbericht sagt viel Sonne voraus und so fahren wir 100 KM weiter auf einen schönen CP am Meer, naja am Meer ist relativ, es sind 165 Stufen und 130 Höhenmeter dorthin.
Also nix für Ute, doch Andy muss natürlich da runter. Die Wellen brechen wie im Bilderbuch und dies scheint auch den Surfern zu gefallen. Klasse Aussichten und unten ein super Strand - was runter noch recht gut geht ist dann zurück doch anstrengend. Anmerken lassen darf er sich dies jedoch nicht, ein Mädel so um die Mitte 20 wird von ihrem BootCamp Trainer mehrfach einige Treppen hoch und wieder runter getrieben, alleine die Hocksprünge - nicht zum hinsehen😜Die kleine Altstadt ist recht nett und so fahren wir am nächsten Tag mit dem Roller hin. Hier in der Grenzregion zu Frankreich sind die Preise für uns gefühlt recht hoch. Aber wir verbringen drei schöne ruhige Tage hier und sammeln Kraft für die kommenden Fahrtage.

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Bilbao

Der Stellplatz in Bilbao ist hoch oben über der Stadt gelegen, mit tollem Ausblick auf die Innenstadt und das Stadion, vor allem für eine Millionenstadt recht ruhig.

 

Der Bus hält praktischer Weise direkt vor dem Platz und bringt uns am Dienstag in 20 Minuten bis zur Altstadt. Von der sind wir richtig begeistert, schmale Gassen, wie in den letzten Monaten schon öfters gesehen, nur hier sind die Häuser 6 und 7 Geschosse hoch und dadurch wirken diese noch uriger. Auch sind die Fassaden sehr schön anzusehen mit einer Vielzahl unterschiedlichster Balkone und Fensterrahmen. Urig sind auch die vielen Bodegas, es hängen Unmengen an Ibericoschinken über den Tresen und diese wiederum sind überladen mit den leckersten Tapas, na ihr wisst schon, da können wir mehrmals nicht nein sagen J

 

Mit vollen Bäuchen schlendern wir dann auf der breiten Promenade am Fluss entlang zum Guggenheim Museum – die Frage ob wir uns dieses auch von innen ansehen sollen hat sich auf Grund der gefühlten 100 anwesenden Schulklassen schnell erübrigt. So nehmen wir den bekannten Weg zurück und fahren mit dem Bus wieder rauf auf den Berg. Klar machen wir noch einen kurzen Einkehrschwung in einer von Einheimischen wimmelnden Bodega! Warum sollten die Wirte auf ihren Köstlichkeiten und ihrem Wein sitzen bleiben, hihi eh hicks. Der tolle Stellplatz kann leider nur für 48 Stunden genutzt werden und so ziehen wir am nächsten Tag von dannen und suchen nach einem Platz am Meer, die Sonne meint es nämlich gut mit uns – wir haben seit 3 Tagen 23 bis 25 Grad.

 

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Santillana del Mar

Nach den ganzen Küstenabschnitten schauen wir uns am Wochenende das schöne Städtchen Santillana del Mar an. Das als Rothenburg Spaniens bezeichnete Dorf ist ein Ensemble von kleinen Gassen, ehemaligen Adelsresidenzen und Palais. Wirklich ein Muss anzusehen, einfach traumhaft, und hier essen wir in schicker Umgebung ein Menu mit Paella, leckerem Schweinegulasch und Käsekuchen zum Nachtisch, heute mit einer Flasche Rotwein dabei. Super lecker und alles für 13 € p. P. Danach haben wir uns ein verspätetes Mittagsschläfchen verdient.

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Costa de Mortes und Panne im Schneetreiben

Wir verlassen den schönen Stellplatz in Saxenxo und fahren an der Küste entlang nach Fisterra. Da der angesagte Wetterumschwung mit Regen und starkem Wind einsetzt, fahren wir die 3 KM mit dem Dicken zum Cap. Am Leuchtturm hat man einen durch nichts gestörten Blick aufs Meer, und weil hier viele Pilger das „Ende der Welt“ erleben wollen und auf den Spuren der Apostel reisen, werden hier an vielen Stellen alle möglichen Dinge der langen Reise verbrannt, Schuhe, Hemden und was auch immer, überall gibt es kleine Feuerstellen.

Die nächsten Tage fahren wir die Costa de Mortes entlang, immer wieder irre Ausblicke auf die steile Küste und schöne Badestrände. Seit langem stehen wir wieder wirklich frei, auf Parkplätzen und immer direkt am Meer und vor allem allein – was haben wir dies in Spanien und an der Portugiesischen Küste vermisst. Leider spielt das Wetter nicht mit, es regnet immer wieder echt heftig und um an einige Küstenabschnitte zu kommen müssen wir etwas ins Landesinnere, das heißt auf knapp 600 Höhenmeter, und da schneit und graupelt es. Und an der letzten Steigung passiert es, es geht ein Rucken durch unseren Dicken, nix geht mehr. Da wir zwei Tanks haben ist wohl der Diesel in den hinteren geflossen und von dort wird nicht gepumpt. Boh eh ich sach Euch, Schneetreiben Graupelschauer und ich steh auf der Straße rum, in einer Kurve und bin kaum zu sehen.Wer anhält wird natürlich gebeten, gibt es einen Abschleppwagen und so weiter, doch Spanier sprechen kein Englisch und Andy kein Spanisch. Andy hatte schon den Roller rausgeholt, da hält doch einer an. Quasselt auf Andy ein, hat auch ein WoMo mit MAN Chassis, und nachdem er sich selbst überzeugt hat, dass der Motor nicht anspringt fahren wir mit seinem Auto zur 15 KM entfernten Tanke und holen 20 Liter Diesel. Rein das Zeug und orgeln bis die Batterien platt sind. Für ihn kein Problem -kennt wohl die Straßenwacht, die regelt den Verkehr. Wir stehen mitten im Schneetreiben bei 3 Grad - wie die Zeit überbrücken - er zeigt Fotos von seinem WoMo, nen Ami auf MAN Basis, aha. Ein vorbeikommender Abschleppwagen wird überzeugt uns zur nächsten Haltebucht zu schleppen. Immerhin kein Stress mehr mit den andauernd vorbeikommenden Fahrzeugen. Dann kommt endlich der gerufene Mechanico, der eine Starthilfe mit hat.

 Nur, mehr als diese leer zu orgeln passiert nicht. Nun krabbelt doch unser Spanier unter den Dicken und pumpt irgendwie Diesel in Richtung Motor, in der Zeit wird Andy mit Gesten gebeten die Platte im Fahrerhaus zu entfernen damit er an den Motor kommt. Da liegt doch glatt einer in schicken Business Klamotten auf der Erde und der Diesel tropft um ihn rum. Zum Glück läuft der Dicke dann wieder, wir werden zu einer nahen Tanke geschickt mit dem Hinweis: nur nicht den Motor ausschalten. Die folgenden 25 KM haben wir richtig Bammel. Und dann..... wir bekommen nicht mehr als 300 Liter rein plus 20 welche wir aufgefüllt hatten - passt irgendwie nicht zu dem Tankvolumen von 400 Litern, ein „to do“ für die MAN Werkstatt zu Hause.

 Nun stehen wir auf einem Parkplatz in Ortigueira und trinken zur Beruhigung ein zwei Bier.

 

 

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Küste Galicien

Traumstrände, Blütenmeer und Sonne satt an der galicieschen Küste halten uns hier länger fest als wir es ursprünglich wollten. Eigentlich wollten wir zwei Tagen auf dem "Camper-Park Besadoiro" in der Nähe von Saxenxo verbringen doch bei sonnigem Wetter lassen wir es uns gut gehen, sitzen in der Sonne, laufen am Strand entlang, kehren hin und wieder in ein kleines Strandlokal ein, welches 15 Minuten entfernt an einem traumhaftem Stand lockt und erkunden ein wenig die Umgebung mit dem Roller. Der kleine Stellplatz ist einfach ein Traum, direkt am Meer und unter der Woche stehen wir gar 2 Nächte komplett ohne ander WoMo´s. Seit Tagen sehen wir in den Wetterprognosen den nach dem Wochenende angekündigten Wechsel vom sonnigen Wetter zu Wolken und Regen. Und so genießen wir diesen schönen Platz bei dem traumhaften Wetter und lassen uns ein wenig bräunen, von außen wie von innen.

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Am Atlantik

 Bis wir am Sonntag wieder soweit sind, alle Ver- und Entsorgungen erledigt sind, ist es fast Mittag. Aber nicht schlimm, denn es regnet immer wieder und die Strecke finden wir heute nicht so schön. Viele Gewerbegebiete und keine interessante Landschaft, dies ist das erste Mal so, seit wir in Portugal unterwegs sind. Wir haben uns einen Parkplatz am Museu e Ruinas, Romanas de Conimbriga ausgesucht um uns zum einen die Ausgrabungen anzusehen und zum anderen ruhig zu übernachten. Aus der Besichtigung wird nix, es regnet ohne Ende und nachdem um 22:30 Uhr das Auto mit der lauten Musik wegfährt ist die Nacht super ruhig. Auch am Montag regnet es, also keine alten Steine ansehen, wir fahren direkt nach Coimbra. Es soll eine tolle Stadt sein, auch könnten wir hier gut am Ufer des Rio Mondego stehen und über eine Fußgängerbrücke in die Stadt laufen doch es regnet immer wieder recht heftig und über Nacht stehen möchten wir hier auch nicht – die nahe Hauptstraße ist uns zu laut. So fahren wir weiter und hoffen bei der wenige KM entfernten Burganlage Castelo de Montemor-o-Velho um mehr Wetterglück. Wir können direkt vor dem Burgtor parken und haben gar ein Regenloch mit etwas Sonnenschein von 30 Minuten erwischt. Leider ist das holprige Kopfsteinpflaster noch nichts für Ute´s Fuß und so sprintet Andy alleine los. Es ist wirklich eine schöne Burgruine, mit EU Geldern saniert, mit klassen Ausblicken über die Landschaft rings rum. Heute leider nur auf die Schnelle – dank der dunkel aufziehenden Wolken und mit den ersten wirklich dicken Tropfen ist Andy wieder beim Dicken, det war echt knapp. Wieder kommt ein heftiger Regenschauer runter. Für die nächsten Tage ist besseres Wetter angesagt und so fahren wir ans Meer. Auf einem großen Parkplatz direkt hinter der großen Düne finden wir in Praia da Vagueira ausreichend Platz für unseren Dicken. Der Ort ist im Winter, wie so viele am Meer gesehene, fast menschenleer, doch es gibt zumindest 2 – 3 offene Lokale, eine Bäckerei, einen kleinen Supermarkt und eine winzige Fischhalle. Dafür entschädigt der Spaziergang über die Düne um so mehr, der Atlantik tobt und schickt eine Welle nach der anderen, ein lautes Spektakel und die Gischt lässt es aussehen als hätten wir dicken Nebel. Am Dienstag holen wir die Räder raus und kämpfen uns gegen den Wind auf tollen Radwegen in den nächsten Ort. Hier hatten auf der Herfahrt mit unserem Dicken witzige bunt gestreifte Häuschen gesehen und diese schauen wir uns nun genauer an. In einem kleinen einheimischen Lokal gibt es für uns leckere gegrillte Dorade. Zwei ruhige Tage stehen wir auf dem Parkplatz, naja ganz so ruhig ist es auf Grund der Wellen nicht – bei dem ein oder anderen Brecher haben wir das Gefühl, dass der Boden unter unseren Füßen vibriert. Am Mittwoch geht Andy noch für eine Fischsuppe in der nahen kleinen Halle einkaufen und wird auf deutsch beraten. Die Dame hat 16 Jahre in Meppen gelebt und scheint es zu genießen über ihre Zeit in Deutschland und natürlich über die Herstellung der typischen portugiesischen Fischsuppe zu erzählen. Schön, dass wir jetzt Zeit haben solche Dinge zu genießen – früher hätte Andy sicher schon den Zeitplan für die nächste Strecke in Gefahr gesehen – einfach herrlich. Zumal unsere Fahrstrecken nur zwischen 100 und 150 KM am Tag liegen, da sind solche Erlebnisse doch wirklich schön einzubauen. Wir überlegen lange ob wir uns Porto ansehen sollen oder nicht, entscheiden uns aber dagegen. Irgendwie hängt uns die Erinnerung an Lissabon noch nach, große Menschenmengen sind wir scheint´s nicht mehr gewöhnt. So fahren wir dann am Donnerstag über die Autobahn an Porto vorbei und suchen uns einen kleinen Campingplatz in der Nähe von Areia direkt am Meer aus. Der Wetterbericht sagt Sonne satt und bis zu 24 Grad voraus  und wir wollen mal ein wenig Sommer Feeling genießen. Die Anfahrt zum Platz ist für uns und unseren Dicken recht anstrengend, es geht über 4 KM Kopfsteinpflaster und es holpert schon sehr. Dafür haben wir auf dem Campingplatz Platz ohne Ende, außer uns stehen nur noch 4 weitere WoMo´s  hier, traumhaft ruhig, die Wellen sind etwas weiter weg und somit als leichtes Rauschen zu hören und wir holen uns den ersten Sonnenbrand in diesem Jahr. Die Fischsuppe ist gut gelungen und die Spaziergänge am Meer mit der Brandung sind klasse – wirklich zwei super schöne Tage am Meer.

 

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Obidos und Ausflug nach Lissabon

Es ist Freitag – wenn auch kein 13ter – und es regnet heute mal wieder recht heftig, fast wie im April, mit Wind und sonnigen Minuten zwischendurch. Also lassen wir die letzte Woche Revue passieren. Die Fahrt vom Stausee hier zur Casa Azzurra ist recht entspannt und wird nur in einer Stadt von einem Karnevalsumzug kurz unterbrochen. Auf Grund des Tipps von Rosi und Manfred sind wir hier in der Nähe von Obidos gelandet, und recht haben sie, ein schöner Platz gar mit Dusche und Toilettenhäuschen klasse angelegt und mit dem Roller gibt es viel Interessantes in der Nähe zu erkunden. Dies machen wir auch gleich am Samstag und fahren zum Weltkulturerbe nach Obidos.
Eine intakte Festungsmauer und die kleinen Gassen sind schon toll anzusehen, aber es ist auch recht voll. Auch lässt Andy den Rundgang über die Mauern sein, es sind nur wenige Zentimeter Trittbreite und alles ohne Geländer. Vor allem dort tummeln sich jedoch japanische Tourihorden und für Ute wäre dies auch ohne ihren lädierten Fuß sowieso nix. Am Sonntag fahren wir dann Richtung Küste, es ist wirklich klasse, die schroffen Felsen und die hohen Wellen zu sehen. Zur Belohnung essen wir Hamburger in einem kleinen Lokal direkt am Wasser. Montag wird die hier am Platz vorhandene Waschmaschine gefüttert und Andy fährt mit dem Roller zum einkaufen. Auch planen wir die nächsten zwei Tage, es geht mit dem Schnellbus nach Lissabon. Früh morgens, zumindest ist für uns um 7 Uhr aufstehen inzwischen seeeehr früh, geht es nach Obidos wo der Bus losfährt. Leider fängt es auf der kurzen Fahrt dorthin an zu regnen und wir werden nass. Während der Busfahrt überdenken wir schon unsere Entscheidung, denn es regnet wie aus Eimern – das wird wohl kein Spaß werden im Regen durch Lissabon zu laufen. Doch zum Glück hört es pünktlich kurz vor dem Ziel auf zu regnen und wir finden schnell die entsprechende UBahn in die Innenstadt.
Wir laufen durch die Gassen, schauen uns den berühmten Aufzug von weitem an, denn in die mehrere hundert Meter lange Warteschlage wollen wir uns nicht einreihen. Wir laufen zur Burg hoch und werden das ein oder andere Mal von den urigen kleinen Straßenbahnen überholt, auch hierin wollen wir nicht einsteigen wegen der langen Warteschlangen und dann sind die Wagen total mit Menschen vollgestopft.
Oben gibt es schöne Aussichten und hier merken wir nicht zum ersten Mal, dass sich die Stadt seit unserem letzten Besuch vor immerhin über 20 Jahren merklich verändert hat. Konnten wir damals noch durch die Burganlagen mit der tollen Aussicht schlendern ohne Eintritt zu bezahlen, stehen heute lange Schlangen vor den Kassenhäuschen. Gut dass wir ein Hotel in zentraler Lage gebucht haben, am Nachmittag legen wir uns erst einmal aufs Ohr. Am Abend gehen wir in das neu angesagte Viertel Bairro Alto. Kleine Gassen mit leicht modrig riechenden Häuser und Unmengen an neuen Kneipen und Gaststätten entwickeln eine klasse Atmosphäre und zieht auch viele junge Menschen an. In einem kleinen Lokal essen wir super leckere Fischsuppe und typisch portugiesische Hauptgerichte. Völlig genudelt geht es auf den Heimweg, leider, wir wären noch gerne durch die immer wieder hoch und runter gehen Gassen gestreift, aber Ute´s Fuß macht nicht mehr mit. So fahren wir am nächsten Tag mit der Straßenbahn nach Belem, unter der riesigen Brücke durch, welche ein wenig an die Golden Gate erinnert, und schauen uns die große Kirche Ingreja Santa  Maria an, lassen das tolle Marine Museum links liegen und laufen am Wasser entlang, um die Denkmäler Padrao dos Descobrimentos und den Torre de Belem zu bestaunen. Danach sind wir k.o., quetschen uns in die volle Bahn und treten mit dem Bus den Heimweg zu unserem Dicken an, der brav auf uns wartet. Am Donnerstag sind wir ganz schön geschafft, mehr als ein wenig einkaufen und zwei Maschinen waschen ist nicht drin. Ach ja heute ist es dann schon wieder der 8. Tag, an welchem wir hier stehen, Junge wie die Zeit vergeht.

 

 

 

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Barragem Pego do Altar

Die kleinen Straßen liegen hinter uns und wir kommen gut voran, bis unser Navigationsgerät mal wieder spinnt. Anfänglich finden wir die immer kleiner werdenden Straßen klasse, hügelige Strecken, durch Korkeichenwälder. Doch in einem kleinen Ort kommen wir nicht in der vorgegebenen Richtung voran, viel zu eng, also suchen wir auf der Karte im Handy nach einer Lösung. Diese Ausweichroute funktioniert auch mit einigen zusätzlichen KM Umweg. Der gesuchte Parkplatz am Barragem Pego do Altar (großer Stausee) ist dann schnell gefunden. Ganz alleine, wie im Stellplatzführer beschrieben, sind wir dann aber doch nicht. Wir stellen uns an die Seite und genießen die Ruhe und vor allem die Sonne, unglaubliche 24 Grad zeigt das Außenthermometer an. Also bleiben wir – wieder einmal – einen weiteren Tag hier im Nirgendwo

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Monsaraz

Schöne Fahrt durch Olivenhaine und Weinstöcke. Erst stehen wir in Monsaraz direkt auf dem Aussichtsparkplatz mit klasse Blick auf den Stausee. Doch der starke Wind und immer wieder vorbeischauende Besucher lassen uns nach Alternativen suchen. Der offizielle Stellplatz ist recht eng und so stellen wir uns eine Etage tiefer auf einen Parkplatz. Nach einer kleinen Stärkung geht es den Berg hoch in die Stadt. Kleine verwinkelte Gassen und schöne renovierte Häuschen erwarten uns, aber leider sind sämtliche Lokale zu – auf einen kleinen Einkehrschwung auf einer der vielen Terrassen hätten wir uns schon gern eingelassen. So klettert Andy noch durch die Burganlage, alles offen und ohne Eintritt, dafür mit sagenhaftem Ausblick. Als wir wieder Richtung Dicken unterwegs sind, sehen wir, dass wir mit unserer Stellplatzwahl Recht hatten, auf dem Aussichtspunkt stehen zwei Busse mit laut grölenden Jugendlichen. Die Nacht hier auf dem Ausweichparkplatz ist super ruhig, wenngleich so ganz allein stehen noch immer etwas komisch ist

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Serpa

Es sind doch wieder 5 Nächte am Fluss geworden – in dem Tempo kommen wir nie bis Ende April wieder nach Ostrhauderfehn. Also ein letzter Blick auf den Fluss und los geht es. In Mina de Sao Domingos ver- und entsorgen wir schon einmal an der in der letzten Woche gesehenen Versorgungsstation, denn wir wissen ja nicht ob wir auf dem Campingplatz in Serpa unterkommen. Die Fahrt über das wellige Land ist sehr schön, wenngleich wir auf der holprigen Straße gut durchgerüttelt werden.
Serpa ist nach kaum 80 KM schnell erreicht. Auf dem CP kommen wir gut unter.
Nach einer kurzen Rast erkunden wir den Ort. Wirklich schön anzuschauen, kleine Gassen und witzig kleine Häuser. Leider sind ausgerechnet heute - am Montag - die Burg und das Museum geschlossen. Gut das es nur ein kleiner Ort ist, denn Ute´s Fuß schmerzt noch recht arg.

 

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Krankenpflege

Ute´s rechter Knöchel leuchtet in allen Regenbogenfarben und sie kann nicht richtig auftreten, so dass sie ans Bett gefesselt ist. Wer Ute kennt, ist dies weniger ein Problem für sie. Andy jedoch wird ein wenig unruhig und fährt mal mit dem Roller nach Spanien zum einkaufen und mal mit dem Rad in der Gegend herum. Ab Donnerstag Nachmittag ist starker Regen angesagt und vorher will Andy noch ne Runde mit dem Rad raus. Jedoch kommen die Wolken in einem Affentempo angerauscht und ausgerechnet am weitesten Punkt der Runde fängt es an zu schütten wie aus Eimern. Patschnass, das Wasser läuft echt aus den Schuhen, kommt er wieder am Dicken an. Leider spiegeln die gemachten Fotoaufnahmen nicht die Wassermassen richtig wider, doch es regnet 36 Stunden äußerst heftig. Um aus unserem Dicken zu kommen muss Andy mit Steinen und Holzbohlen einen Steg bauen. Nachdem das Wasser abgelaufen ist bereiten wir alles für unsere Weiterfahrt vor.
Am Montag fahren wir hierfür schon einmal zum Ver- und Entsorgen und dabei passiert das Malheur, aus unserem Schwarzwassertank (Schei.......) kommt nach ein Paar Tropfen nichts mehr raus, guter Rat ist gefragt. Alle Nachbarn versuchen Andy bei einer Lösung des Problems zu helfen. Nachdem auch die beim örtlichen Chinesenmarkt besorgte Spirale keinen Erfolg verzeichnet werden die Gesichter immer länger. Jack, unser netter holländischer Nachbar, empfiehlt ne Runde zu fahren - vielleicht löst sich ja so der Pfropfen welcher das Abflussrohr verstopft, also fahren wir wild schaukelnd durch den Ort. Die Schei... kommt gar aus dem oberen Loch an der Seite des Dicken heraus, wat für ne Sauerei. Als letztes versuchen wir den zweiten Tipp von Jack und schließen den Frischwasserschlauch an den Ausfluss an und sorgen mit einem Küchenhandtuch für entsprechende Dichtigkeit. Und siehe, nein besser höre da, mit einem lauten Flopp rutsch den Pfropfen nach innen und et lüpt wieder. Komisch, wir freuen uns wirklich über die schlecht riechende Brühe.
Nach so viel Aufregung ist uns nicht nach selber Abendbrot machen und so gehen wir mit Ina und Frank auf eine super leckere Pizza im Ort.

Weit sind wir am Mittwoch nicht gekommen, dafür stehen wir hier in Pomarao super schön direkt am Fluss. Außer zwei kleinen Lokalen gibt es hier nichts. Dort funktioniert zumindest WLAN, denn Internet ist über unsere Karte leider nicht möglich. Super ruhig ist es - vor allem Nachts. Morgens werden wir vom zwitschern der Vögel geweckt. Am Freitag fahren wir mit dem Roller zu den Mina de Sao Domingos, recht interessant zu sehen wie hier vor über 100 Jahren Kupfer abgebaut wurde. Das Erz wurde dann über eine 20 KM lange Zugstrecke bis zu unserem Dörfchen am Fluss gebracht. Dort stehen wir nun, ohne den Schiffsverkehr gäbe es den Ort wohl nicht. Der dortige Stellplatz ist sehr schön, für unseren Dicken aber zu klein und vor allem randvoll.

 

Wir genießen es in schönster Sonne vorm Dicken zu sitzen, leben von unseren Vorräten, zu kaufen gibt es hier nichts. Am Sonntag gehen wir in eines der beiden kleinen Lokale, bei Maria, zum Mittagessen. Super lecker, für Ute gibt es geschmorrte Schweinebäckchen und für Andy einen Eintopf mit weißen Bohnen und Tintenfisch. Und die Preise erstaunen uns wieder einmal, zwei Gerichte, zwei Nachtische, Wein, Bier und Absacker für 21 €. Heute haben wir uns einen Verdauungsmittagsschlaf verdient.

 

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Doch noch nicht weiter gefahren

Wir wollen hier noch unsere Geburtstage und unseren 24sten Hochzeitstag feiern und dann weiter fahren.

Lecker Essen gehen ist angesagt und die Auswahl an ansprechenden Lokalen ist erstaunlich groß. An Utes Geburtstag fahren wir dann mit dem Rad nach Monte Gordo und essen in einem kleinen Lokal direkt am Strand fangfrischen Fisch und Garnelen. Echt lecker und die Sonne scheint mal wieder - super. Leider kann Ute dies nicht wirklich genießen, denn als wir durch den Ort laufen knickt - nach langer Zeit mal wieder - ihr Bein weg. Zum Glück fällt sie nicht auf einen der Poller sondern genau dazwischen. Das Knie und die Hand sind aufgeschlagen und der Knöchel wird dick. So werden wir wohl noch ein paar Tage länger als geplant hier in Vila Real de Santo Antonio bleiben und Ute legt den bandagierten Fuß hoch.  

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Zeitvertreib

Aber so viel Zeit zum Vertreiben hat man hier eigentlich gar nicht! Es ist ja immer irgendetwas los und man kommt sowieso zu nichts…
Hier bleiben wir auch noch ein paar weitere Tage stehen. Wie viele genau, das wissen wir so genau noch nicht. Irgendwie fließt die Zeit dahin, Wochentage und Uhrzeiten sind Schall und Rauch. Wir hängen am IPad oder Kindle rum, machen Spaziergänge durch die schöne kleine Stadt, Sitzen mit den Nachbarn zusammen und fahren Fahrrad und mit dem Roller. Wir sind fast erschrocken wenn es wieder einmal Zeit wird zum Ver-/Entsorgen. Das wieder 8 -9 Tage rum sind merken wir daran, dass der Frischwassertank kritisch leer und der Grau- und Fäkalientank voll sind.
Auch ist die Gasflasche mal wieder leer und Andy fährt rüber nach Spanien, dort kostet eine Füllung nur die Hälfte des Preises als hier in Portugal, warum auch immer. Der Einkauf ist dort im Macadona auch in Teilen preiswerter als hier in Portugal. Ach ja, die Wäsche ist gut gewaschen vorbeigebracht worden, riecht nur nicht nach unserem Waschmittel, wird aber gehen.

 

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Vila Real de Santos Antonio

Am Freitag schauen wir uns das Städtchen Vila Real de Santos Antonio an - hier gibt es einen netten kleinen Hafen mit Bars und Cafés und eine quer durch den Ort gehende Fußgängermeile. Viele kleine Gassen gehen von dieser ab und in jeder sind kleine Lokale und alle haben Tische und Stühle vor der Tür stehen, da werden wir wohl in den nächsten Tagen mal einfallen. Auch gibt es eine kleine Markthalle mit Ständen, an welchen die örtlichen Obstbauern und Fischer ihre Ware anbieten. Ute haben es die Korbwaren angetan – aber wo nur hin damit im Dicken? Früher hätten wir die Halle nicht ohne eine Eroberung verlassen. Nachdem wir mehrere Anbieter von Prepaid Karten abklabastert haben finden wir bei MEO ein super Angebot: für 15€ gibt es 30 GB Datenvolumen für 15 Tage, in Spanien hatten wir noch für 6GB 20€ bezahlt. Da kann Ute in den nächsten Tagen ausgiebigst ihre Lieblingssendungen in diversen Mediatheken ansehen. Am Samstag geht es mit der Fähre rüber nach Spanien - waren wir ja lange nicht mehr - hihi. Ayamonte ist jetzt nicht wirklich toll, kleine Gassen mit einigen Lokalen. Wenn da nicht Ina mit ihrer brav im Lenkerkörbchen sitzenden Chicka wäre, sie hatte im Internet von einer Shopping Mall gelesen, so düsen wir mit den Rädern mehrfach kreuz und quer durch den Ort. Zumindest haben wir uns bewegt! Wenn Frank nicht so gut Spanisch könnte würden wir wohl heute noch suchen. Das Bauwerk haben wir dann auch gefunden doch von Geschäften keine Spur, hat sich wohl nicht gelohnt. Zu unserer Belohnung gibt es dann einige leckere Tapas bevor es wieder zurück über den Fluss nach Portugal geht. Am Sonntag ist der Wind ziemlich heftig und so bleibt Ute im Dicken und Andy läuft ein wenig durch den Ort. Sieht sicher komisch aus: die Sonne scheint aber mit Kapuze auf dem Kopf. Am Dienstag lässt der Wind ein wenig nach und wir fahren mit den Rädern am Meer entlang: eine schöne Strecke, teils durch Pinienwälder, teils auf einem Radweg neben der Straße. Wir finden einige schöne Freistehplätze, aber selbst diese sind, wie auch unser derzeitiger Stellplatz, rappelvoll. Dies macht uns in Bezug auf die geplante Weiterreise etwas Sorge. Wir hören von Holländern, welche hier schon viele Jahre an der Algave überwintern, dass es hier noch nie so voll war, na prima. Am Nachmittag geben wir noch einen Berg Schmutzwäsche bei einem regelmäßig den Stellplatz anfahrenden Reinigungsservice ab und sind gespannt, in welchem Zustand die Wäsche dann morgen wieder gebracht wird. Am Mittwoch trödeln wir wie in den letzten Wochen häufig, genießen unser Frühstück und lesen lange. Die Wäsche soll um ca. 15 Uhr zurück gebracht werden und Ute entschließt sich für ne Runde Hausputz. Da bei solchen Aktionen zwei Leute im Dicken einer zu viel ist fährt Andy mit dem Roller los und erkundet ein bisschen die Umgebung. Von Rosi und Manfred hatten wir während der gemeinsamen Zeit auf der Ranch einige Stellplatz Tipps für Portugal bekommen und zwei davon befinden sich in der Nähe. Der erste ist zwar ganz schön aber nichts drum rum, mitten im Grünen. Der zweite in Alcoutim ist recht klein und auch wieder bis auf den letzten Platz voll. Dafür ist das kleine Städtchen am Fluss super schön mit vielen kleinen Lokalen direkt am Wasser. Die Attraktion des Ortes, eine Art Mini-Seilbahn von einer Seite des Flusses auf die andere, ist im Winter leider nicht in Betrieb. Macht sicher Spaß: man fährt eine Strecke mit der Fähre, läuft den Berg zur Festung hoch, setzt sich in eine Art Badewanne und schießt über den Fluss am Seil hängend zurück. Heute gießt es leider in Strömen, was soll´s, da komme ich zumindest zum schreiben. Andy 

 

 

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Es geht weiter Richtung Portugal und bleiben fast in einer engen Gasse stecken

Die Nacht war richtig kalt um die 0 Grad, so geht uns der Abschied von Ronda leicht von der Hand, wenn gleich die in der Nähe befindlichen weißen Dörfer, eine Höhle und tolle Bergformationen hätten wir uns gern angesehen. Doch mit dem Dicken ist es uns wegen der kleinen Straßen zu anstrengend und mit dem Roller bei 6 Grad, zwar mit Sonne, zu kalt. Also immer Richtung Sevilla, die Stadt kennen wir von unserer Tour mit dem Leih-WoMo und lassen Sie rechts liegen. Die Strecke ist anfangs wieder recht hügelig und mit schönen Ausblicken. Der von uns angestrebte freie Stellplatz in Matalascanas direkt an einem riesigen Naturschutzgebiet gefällt uns nicht wirklich. Alles ziemlich tot und verfallen also fahren wir lieber weiter. Eine schnurgerade Straße, welche mit Pinienwäldern links und rechts gesäumt ist, bringt uns nach Mazagon. Hier finden wir einen Parkplatz direkt am Meer. Ein paar Wohnmobile stehen hier schon und nachdem wir das Gezeter von zwei älteren Damen über uns ergehen haben lassen, wir raubten ihnen den Blick aufs Wasser, stellen wir uns für eine Nacht an den Rand und gut ist. Am Donnerstag geht weiter Richtung Portugal. Da dort der Diesel 15 - 20 Cent teurer ist und unsere Tanks fast leer sind wollen wir noch in Spanien tanken. Die günstigen Tankstellen sind für uns zu klein und vor allem die Dächer zu niedrig. So suchen wir eine Weile und bei einer Kreuzung biegt Andy falsch ab, die Gassen werden immer schmaler und abbiegen geht auf Grund unseres Wendekreis auch irgendwann nicht mehr. Dann ist Schluss, ein Mann stellt sich uns in den Weg und macht uns mit Händen und Füße klar, dass hier kein Weiterkommen für uns möglich ist. Was tun? Erst einmal muss der Hänger ab und in eine Seitenstraße geschoben werden, dann ist der Dicke dran. Eine Gasse weiter zirkelt Andy mit viel vor und zurück wieder in die andere Richtung. Fast wäre die Aktion noch gescheitert - an einem Balkon geht es nur um 2  - 3 Zentimeter vorbei. Leider gibt es keine Bilder - war echt spektakulär. Brauchen wir aber so schnell nicht wieder. Dank an alle Helfer, die gewunken und geschoben haben, alle mit recht großer Ruhe. Dies obwohl wir den Verkehr komplett zum Erliegen bringen, einzig ein Schweizer WoMo, welches sich wohl auch verirrt hat, muss sich noch an uns vorbei quetschen. An der nächsten Tanke passen dann 330 Liter Diesel in den Dicken, zumindest dafür hat es sich gelohnt. Mit 19,5 Liter auf 100 km ist der Verbrauch hoch wie nie, die vielen Bergetappen machen sich bemerkbar. Der Stellplatz in Villa Real ist dann schnell gefunden. Sehr voll, aber neben einem riesigen Ami-WoMo – uns wohlbekannt – ist noch Platz. Es sind Ina und Frank und Chicka, die wir bereits auf der Ranch 6 Wochen als liebe Nachbarn hatten. Welch ein Hallo und natürlich gibt es viel zu erzählen. 

 

 

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Ronda

Nach so einer langen gemeinsamen Zeit brauchen wir etwas Zeit, um von einander loszukommen, Ingrid und Wolfgang fahren zurück auf die Ranch und wir machen uns auf in Richtung Ronda. Auch dort waren wir auf unserer Tour vor 10 Jahren schon einmal und es hat uns gut gefallen. Erst einmal fahren wir Richtung Landesinnere und der Dicke macht ordentlich Höhenmeter. Dafür haben wir traumhafte Aussichten auf der Abfahrt Richtung Marbella. Wenige Kilometer später geht es wieder steil bergan, wiederum begleitet von super schönen Blicken auf die Küste und auf den an den Hängen klebenden Villen. Kurz vor Ronda finden wir einen kleinen Campingplatz auf immerhin 800 Höhenmetern. Am Montag laufen wir nach Ronda und bestaunen die Schlucht und die über 200 Jahre alten Brücken. Die höchste „Puente Nuevo“ hat fast 200 Meter über dem Schluchtboden, für Ute zu hoch - sie hält immer einen Sicherheitsabstand. Es gefällt uns sehr gut und wir genießen die drei „g´s“ – „gewandert“ - immerhin fast 10 KM und ständig steil bergauf oder ab, gut „gegessen“ – leckere Pizza für Ute und eine Paella für Andy, und wir haben viel schöne Bauten und Gassen „gesehen“. Am Campingplatz zurück sind wir entsprechend geschafft und beschließen noch einen Ruhetag dran zu hängen. So ganz ruhig wird es dann am Dienstag doch nicht, wir waschen mal wieder zwei Maschinen, der Spül macht sich auch nicht von alleine - ist ja nicht so unser Ding - und der tiefgefrorene Fisch muss auch noch in die Pfanne.

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Malaga

Tschösagen ist angesagt, nicht ganz so einfach bei den vielen lieben Menschen welche wir in den letzten 6 Wochen kennen gelernt haben. Doch wir schaffen es um 11 Uhr von der Ranch loszukommen. In Totana gibt es noch eine neue Gasflasche und dann geht es los. In Las Negras finden wir einen ruhigen Platz am Meer. Hier waren wir schon einmal vor 10 Jahren - super Gegend mit schroffen Felsen und kleinen Stränden.

Wir sitzen zwischen den beiden Womo´s und quatschen bis die Sonne untergeht, danach verzieht sich jeder in sein zu Hause und ruht sich aus.

Früh aufstehen hat auch seine Vorteile wir sehen einen klasse Sonnenaufgang. Die Autobahn geht recht nah am Meer vorbei und es sind immer wieder schöne Aussichten - der Dicke hat zu tun, denn es geht immer bergauf oder bergab. 

Der von uns ausgesuchte Stellplatz ist voll und auch nicht wirklich schön. Wolfgang findet auf seinem Navi einen kleinen Campingplatz ca. 25 km von Malaga entfernt. Nett ist es hier mit kleinem Imbiss wo wir abends einfallen und essen, ein Kaminofen böllert und wir sind guter Stimmung, mit viel dummen Sprüchen wird auch der ein oder andere Stromausfall gemeistert. Da Ingrid am Donnerstag wegen eines Arztbesuches nach Hause fliegen muss nehmen wir uns - ein in der Nebensaison günstigen - Leihwagen für die kommenden Tage.

Mittwoch geht es, diesmal auf 4 Rädern, nach Málaga. Wir finden eine schöne Innenstadt und Hafen. In einer Bodega gibt es ein leckeres Menü zum Preis von ... - na ihr wisst es ja schon - hihi. Ein Kaffee in der Sonne am Hafen rundet einen schönen Tag ab.

Am Donnerstag muss Ingrid zum Flughafen und während Wolfgang sie bringt machen wir Wäsche, danach sitzen wir drei dann in der Sonne und grillen.

Am Freitag fahren wir los um die Steinformationen El Torcal De Antequera anzusehen. Anfänglich sehen die Wolken in den Bergen richtig klasse aus wie ein riesiger Schneeguss. Alsbald wird der Wind rauer und heftiger, so dass wir kaum die Autotür aufstellen können und dann sind wir leider mitten in den Wolken, null Sicht. Keine Formationen zu sehen - leider. Der ein oder andere Versuch wird unternommen aber es bringt nichts. Also schöne Nebelfahrt runter vom Berg und in der Sonne einen Kaffee getrunken. Zurück auf dem Campingplatz ist Resteessen angesagt - Fleisch von gestern und den leckeren Kartoffelsalat von Ingrid – nur wird es diesmal ein Grillen in der nicht mehr ganz so warmen Sonne und dabei windet es ordentlich. Die Ankunft von Ingrid am Samstag verzögert sich auf Grund des Schneefalls auf deutschen Flughäfen und so gehen wir drei erst einmal in Ruhe einkaufen und sehen uns dann noch die Touri-Hochburg Torremolinos an, wenngleich nach der Kargheit um unsere Ranch in den letzten Wochen finden wir den winterlichen Trubel recht angenehm. Alle Geschäfte und Lokale haben auf und es macht Spaß durch die Gassen zu schlendern. Fast verpassen wir Ingrid´s Ankunft und auch die zweifache ungewollte Ehrenrunde um den Flughafen tut hierzu ihr übriges. Abends sitzen wir noch einmal in dem kleinen Lokal am Campingplatz und es ist wieder eine lustige und feuchte Angelegenheit.

 

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Das Jahr 2016 in Zahlen

Wir schlafen 270 Tage im Dicken
11.000 km fahren wir mit dem Dicken
1.700 km fahren wir mit dem Roller
seitdem wir im Dicken leben geben wir im Durchschnitt 2.000 € im Monat aus
und genießen unser neues Leben in vollen Zügen.

Wir treffen viele liebe Freunde und unsere Familie. Dafür haben wir endlich, bis auf die Ausnahme in Idstein (wird nachgeholt - versprochen) auch viiiiel Zeit.

Lernen eine Menge neuer Menschen kennen und schätzen.

Werden nicht einmal grob enttäuscht oder gar getäuscht.

Ein für uns passendes Fazit: (gefunden auf einer WoMo Reiseseite)
Träume sollen gelebt werden, solange man am Leben ist. Wer ständig aufschiebt und vertagt, der findet sich irgendwann an seinem Sterbebett wieder
und bereut es, nie die große Reise verwirklicht zu haben. Wir alle haben exakt
ein Leben, nicht mehr und nicht weniger. Die beste Zeit zu reisen ist immer
jetzt – wir werden auch nur älter mit jedem Tag und damit sehr wahrscheinlich
immer bequemer und verankerter.
Daher: Jetzt raus, nicht später!

 

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Rancho Buena Vista - Die Anker werden gelichtet

Neujahr wir sind doch etwas k.o. - ausruhen ist angesagt. Der Montag ist für uns der kälteste Tag hier in Spanien mit nur 9 Grad am Tag, so räumt Ute etwas im Dicken auf und Andy wienert die letzte Seite am Dicken.

 

Dienstag - da Andy letzte Woche der Markt in Alhama de Murcia so gut gefallen hat wird beschlossen, dass die Rollerbande heute einen Ausflug dorthin unternimmt. Heute gesellen sich noch Ina und Frank mit ihrer Harley hinzu und los geht’s. Da es noch recht frisch ist tuckeln wir mit 70 KMH so dahin, woraufhin Frank am Ziel meint, er wäre fast umgefallen, haha. Bei nur 9 Grad ist allen etwas frisch. Aber beim Gang über dem Markt wird allen wieder schnell warm und auch die Sonne meint es gut mit uns.
Wir schlendern über den Markt und kaufen einige Gewürze ein. Da der Eintritt in das Museum nix kostet sehen wir uns hier um, die Römer wussten etwas mit den warmen Quellen anzufangen und hatten auch Fußbodenheizung und unterschiedlich warme Bäder. Am Mittwoch wollen wir so einiges für den baldigen Aufbruch vorbereiten, doch die Sonne scheint so schön und so sitzen wir wieder einmal im schönsten Sonnenschein vorm Dicken, lesen, hin und wieder quatschen wir mit den Nachbarn und genießen den Tag.
Am Donnerstag geht es mit der ursprünglichen Rollerrunde wieder auf Achse. Wir schauen uns die bei den Überwinterern (diese stehen teilweise wirklich den ganzen Winter hier) bekannte Ziegenwiese und weitere Stellplätze am Meer an.
Für ein paar Tage ist die Ziegenwiese sicher ganz o.k., aber für Monate – neee, geht gar nicht.

 

Weiter geht die Fahrt zum nächsten Parkplatz entlang der Küste. Ein idyllischer Platz, sieht sehr einladend aus, mit dem Sandstrand und den Palmen fast wie in der Karibik. Leider ist hier Campen nicht erlaubt, komisch - die Ziegenwiese liegt nur einige hundert Meter entfernt.
Nun zeigen uns die anderen einen Chinesen mit riesigem Buffet, hier kann man alle frischen Zutaten vom Fleisch über Fisch und Gemüse auf einer heißen Platte frisch zubereiten lassen. Und auch hier zahlen wir den üblichen Preis von 10 €, irre. Entsprechend vollgefuttert fahren wir dann zur Ranch zurück. Alle klagen am nächsten Tag über Völlegefühle und Schlafproblemen in der Nacht. Freitag sind wir faul und auch das Wetter ist bewölkt, hin und wieder regnet es und so ruhen wir uns mal wieder viel im Dicken aus - herrlich.
Samstag sollte nun alles für die Fahrt vorbereitet werden, aber nix da, unsere neuen Freunde wollen wieder einmal mit dem Roller los und Andy kann nicht nein sagen, Ute schon und macht einmal etwas im Dicken.
Unsere Rollergang will zu einem kleinen Berg in der Nähe, um die Aussicht zu genießen, doch dort kommen wir irgendwie nicht hin, also fahren wir durch die Gegend und sehen viele Dörfer mit verfallenen Häusern.
Die heißen Quellen soll Andy noch den anderen zeigen - also nix wie hin. Kurz hinter Camposol geht ein Feldweg ab, dieser war vor dem großen Regen auch noch ganz gut zu fahren aber heute holpern wir durch einige Schlaglöcher und üble Rinnen. Die Quellen sind lediglich ein dickes Rohr, aus welchem heißes Wasser kommt, dieses fließt von oben herab in das erste Becken und von dort mittels Überlauf in vier weitere. Fast wie bei den Römern, nur hier sind die Becken aus ausgehöhltem Lehmboden und nicht gemauert oder aus Marmor.

 

Sonntag wird es echt Zeit alles wieder so zu verstauen, dass es morgen losgehen kann. Den ganzen Tag wird gerödelt und gepackt. Wirklich irre was in den letzten 6 Wochen so angefallen ist.
Kurz stimmen wir uns noch mit Ingrid und Wolfgang ab, denn wir vier werden morgen dann in Richtung Málaga aufbrechen.

 

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Rancho Buena Vista - Frohes neues Jahr

Am zweiten Feiertag fahren wir in vertrauter Rollerrunde nach Totana einen Stellplatz anschauen - dort merken wir deutlich, wie großzügig und vor allem grün unser derzeitiger Platz ist. Dann geht es hoch in die Sierra Espuna zu einer Besichtigung des Städtchens Aledo – klein, altertümlich und sehr schön, vor allem die große Krippe in der Dorfkirche hat es uns angetan. Es fließt ein kleiner Bach, eine Mühle dreht sich und es gibt viele Sehenswürdigkeiten mehr. Scheint auch für die Einheimischen ein Magnet zu sein, denn es ist ordentlich was los. Auf der Rückfahrt kehren wir noch in einem Lokal ein und die lange Wartezeit auf Grund der vollen Tische wird locker „verquatscht“. Am Dienstag mag Ute nicht schon wieder mit dem Roller los und so fährt Andy alleine mit dem Roller nach Alhama de Murcia. Hier gibt es jeden Dienstag einen großen Markt, fast alle Gassen der Innenstadt sind mit Ständen vollgestopft. Hier gibt es wirklich fast alles, vor allem viele Stände mit Obst, Gemüse, Käse und Fleischwaren. Oben thront eine verfallene Burg und da muss Andy hin. Der Schweiß läuft bei super Sonnenschein und oben wird der Marsch mit einer tollen Aussicht belohnt. Von oben sieht man erst einmal wie viele Gewächshäuser die Landschaft verschandeln. Am Mittwoch sitzen wir wieder einmal vorm Dicken und genießen die Sonne, in kurzer Hose bzw. Badeanzug versteht sich. Donnerstag fahren die drei Roller-„Jung´s“ zum einkaufen. Vor der Abfahrt heißt es erst mal zum Chinesen, nur gibt es zwei Arten von Chinesen – hihi - den mit dem vielen Krimskram und der andere mit dem leckeren Buffet.
Wo wir landen ist klar oder??? Mit vollem Bauch lässt es sich auch viel entspannter einkaufen! Beim Abendessen haben alle drei leichte Schwierigkeiten, den Mädels den fehlenden Hunger zu begründen, naja, hiermit wissen es nun auch unsere besseren Hälften. Wohl als fälligen Ausgleich fahren alle Freitag nach Camposol und essen lecker beim Inder.
Wir haben viel Spaß und da wir die einzigen Gäste sind die volle Aufmerksamkeit des Kellners, was auch nötig ist denn irgendwie fällt die Entscheidung welche Gerichte wir aus dem Menu nehmen dem ein oder anderen schwer. Auch hier bekommen wir für 10€ wieder ein leckeres und umfangreiches Menu. Silvester sitzen wir lange an einer Tafel zusammen und es gibt Gegrilltes und jeder hat einen Salat dabei, von uns gibt es wie immer eine Zaziki. Irgendwann wird es uns zu frisch und wir sitzen zu 6 in unserem Dicken. Super Stimmung - es wird erzählt und viel gelacht. Leider zeigt hier und da der lange Tag seine Wirkung und so sind wir nur mehr eine kleine Schar, welche am Lagerfeuer das neue Jahr begrüßt.
Wir wünschen allen Lesern, Verwandten und Freunden ein frohes gesundes neues Jahr, bleibt uns gesonnen und schreibt bitte eifrig in unseren Blog.   

 

 

 

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Rancho Buena Vista -Feliz Navidad!

Der starke Regen hat nachgelassen und am Montag kommen nur noch einige Schauer runter. Da unsere Vorräte fast aufgebraucht sind fährt Andy mit dem Roller zum Supermarkt nach Camposol und wird prompt von einem Regenschauer überrascht. Am Dienstag wachen wir auf und aus den Fenstern sehen wir nur blauen Himmel als wäre nix gewesen. Der Bewegungsdrang treibt uns raus und da es unseren lieben Nachbarn ebenso ergeht fahren wir mit drei Zweirädern nach Totana. Wir laufen ein wenig durch das Dorf und trinken Kaffee im uns bekannten Café  - leider sind die Creps sauer. Wenn wir schon unterwegs sind fahren wir ein paar KM weiter zum Aldi, Wolfgang hat uns von einem Wischmopp erzählt den wir dringend für Ute brauchen, denn sie möchte ja auch helfen den Dicken sauber zu kriegen. Auf der Rückfahrt sehen wir was der Regen an Wassermassen gebracht hat. Mit dem zusätzlichen Putzutensil machen wir uns am Mittwoch ans Werk, naja, so richtig weit kommen wir nicht, immer schaut ein Nachbar vorbei und so wird mehr gequatscht als geputzt. Am Donnerstag ist ein toller Sonnentag und wir sitzen in kurzer Hose und T-Shirt vorm Dicken und genießen es sehr. Am Freitag gibt die selbst gebastelte Holzstufe vor unseren Betten nach und drohte durchzubrechen. Also sucht Andy mit unserem Platzbesitzer nach einer passenden Holzleiste, diese ist schnell gefunden und auch recht zügig als Verstärkung verbaut. Da seit einiger Zeit der Boden in der Nähe des Küchenblocks knarzt und leicht nachgibt wird diese Stelle nun auch in Augenschein genommen. So ein Mist, um die Serviceklappe ist ein Stück Boden abgesackt. Nach langem Beratschlagen und Hilfestellung von Tom und Fred, beide haben eindeutig mehr Fachkenntnisse als Andy, sollen weitere Holzleisten auch hier Abhilfe schaffen. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Fred wird eine provisorische Konstruktion geschaffen und nun können wir wieder einigermaßen stabil über die Fläche laufen. Heiligabend bringt der Bäcker nicht nur frisches Brot, sondern auch die Info, dass am Montag die Geschäfte geschlossen sind, also fährt Andy - um mehr Ladekapazitäten zu haben - alleine mit dem Roller nach Mazarron zum Einkaufen. Wie auch in Deutschland ist an solchen Tagen die Hölle los. Dank dreifachem Personal im Supermarkt ist aber alles schnell erledigt. Wie die letzten Jahre auch gibt es über  die Weihnachtstage Raquelette – leider ohne den so sehr vermissten Käse aus dem Allgäu.
Wir wünschen allen frohe Weihnachten und ruhige Feiertage.
 

 

 

 

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Rancho Buena Vista - Die Regengötter

Nach der gestrigen anstrengenden Fahrradtour ist heute Ruhe angesagt. Andy fährt heute einmal zum Dia – eine spanische Einkaufskette – um zu sehen was es dort zu kaufen gibt. Die an den Preisschildern gekennzeichneten Preisreduzierungen finden sich nicht auf dem Kassenzettel wieder und eine Klärung auf spanisch ist ja leider - noch :-) nicht möglich. Die gekaufte Dorade kommt abends in die Pfanne und ist einmal mehr sehr lecker. Zwar ist der Dienstag kein Feiertag, aber sonst wird der Dicke ja nie sauber, also ran an die Lappen. Auch ist die Gasflasche aufgebraucht und Andy holt mit dem Roller eine neue, diesmal ist es eine Propano - die letzte war eine Butano - wohl mit einem anderen Brennwert, was zur Folge hatte, dass unsere Heizung und der Kühlschrank laute Brenngeräusche von sich gaben.
Immer noch ist die geplante Outdoorküche nicht fertig, aber der Tisch wird heute genutzt um auf den Kochplatten die Koteletts und Pommes zu braten. Für die nächsten Tage ist viel Regen angesagt, wie sollte es auch anders sein – in unserem Freundeskreis gelten wir ja als die Regengötter. Jeden, den wir hier fragen kann sich nicht daran erinnern, in den letzten Jahren je so viel Regen gehabt zu haben. Am Donnerstag kommt dann wieder Bärbel auf den Platz gefahren. Sie bringt immer an zwei Tagen in der Woche deutsche Wurst und Brot auf den Platz, für heute hatten wir uns Kohlrouladen bestellt - echt lecker. Gut dass Andy noch alle Abwassertanks ausgeleert und Frischwasser aufgefüllt hat, in den kommenden drei Tagen regnet es fast ohne Unterlass. Nur hin und wieder, wenn es etwas weniger regnet schaut sich Andy die Situation auf dem Platz an. Irre - riesige Pfützen, randvolles Auffangbecken – nach Aussage von unserem Platzeigentümer war dies erst einmal in den letzten Jahren der Fall – je ein kleiner Bach vor und hinter unserem Dicken und am Platzrand zur Pferdewiese kommt gar ein armdicker Wasserstrahl aus der Böschung.
Aber auch diesmal haben wir Glück - außer nasse Schuhe bei den Platzrunden und ein etwas mulmiges Gefühl ist uns nichts geschehen. Leider trifft es die Städte im Umkreis heftig: Überflutungen mit Toten und abgesoffenen Häusern und Autos. Manch Campingplatz an der Küste wird geräumt, die Freisteher auf der bekannten Ziegenwiese direkt am Meer sind alle geflüchtet, die Wiese steht kniehoch voll Wasser - ob aber alle den Weg über die Schlammpiste geschafft haben, können wir noch nicht in Erfahrung bringen. Der Sonntag wird noch einmal heftig, nun kommt zu dem Starkregen auch noch heftiger Wind hinzu. Als Krönung und hoffentlich zum Abschluss gewittert es Sonntagabend heftig - einige Blitzeinschläge sind recht nahe und der Donner lässt unseren Dicken richtig schaukeln.

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Rancho Buena Vista Glück gehabt

Nach zwei Tagen Dauerregen und kleinen Überflutungen sowie Bächen auf dem Platz beginnt die Woche zumindest trocken, aber beschweren wollen wir uns sicher nicht. Wenn wir unserem ursprünglichen Plan gefolgt wären säßen wir sicher mitten im Chaos. Unser Ziel Málaga und die umliegenden Ortschaften saufen ab. Da es in Spanien fast keine Kanalisation gibt muss das Wasser oberirdisch seinen Weg suchen und bei starken Regenfällen kommt es regelmäßig zu Überflutungen. Diesmal leider mit zwei Toten. Auch unser angedachtes Zwischenziel Granada bleibt nicht verschont und wir hören von Nachbarn das dort Freunde von ihnen nach 8 Tagen Dauerregen geflüchtet sind.Trotz des Schlamms auf den Wegen müssen wir raus und fahren mit den Rädern zum Einkaufen. Ba wat für ne Sauerei - für die paar KM müssen wir die Räder und die Schuhe sicher stundenlang putzen, naja irgendwann wenn wir denn mal Zeit haben, hihi.
Zur Belohnung gibt es beim Inder ein leckeres Curry.
Am Dienstag ist Nikolaus und in Spanien ein Feiertag. Da die lieben Nachbarn schon länger über unseren dreckigen Dicken lästern fängt Andy mal gaaanz langsam an zu putzen, puh ist wirklich nötig aber wirklich nicht sein Ding.
Am Mittwoch machen wir eine super schöne Rollertour und finden tolle Freistehplätze am Meer, nur wieder ohne Ver- und Entsorgung und hin und wieder vertreibt wohl auch hier die Polizei die Wohnmobisten.
Donnerstag ist wieder ein Feiertag und da werden – is klar - wieder ein paar Putzeinheiten eingelegt, hoffentlich reichen die Feiertage für den ganzen Dicken aus
:-)
Freitag fährt Andy alleine mit dem Roller zu Aldi nach Alhmana de Murcia und sucht dabei vergeblich nach einen Waschsalon.
Samstag geht es für Andy mit unserem Stellplatznachbarn in dessen Auto zum Einkaufen nach Camposol und nutzt die Chance und bunkert Trinkwasser für unseren Kaffe und Tee und - na klar -auch die eine oder andere Palette Bier. Da dies alle drei Männer so machen haben wir hinterher ne super Straßenlage und Tom fährt die 800 Meter Schotterpiste bis zum Platz recht vorsichtig.
Der Sonntag ist einfach genial. Wir haben im Schatten 22 Grad und sitzen den ganzen Tag vorm Dicken und lesen, wir haben den 10ten Dezember!
Gestern ging es dann mit den E-Bikes nach Totana, so lassen sich die Hügelchen doch viel leichter meistern. Zur Belohnung gibt es diesmal ein leckeres Crêpe im Stadtkaffee. Und damit nicht genug: als wir am Stellplatz ankommen wird ein Geburtstag gefeiert, mit Waffeln, Kaffee und Sekt - da sagen wir zu der Einladung natürlich nicht nein.

 

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