35. Tag Jeepfahrt durch die Wüste

Der Samstag beginnt früh um 7 Uhr. Wir frühstücken gemütlich, rufen Ute´s Papa an und schon beginnt die Jeep Tour durch die Sahara. Ein Traum – endlich gelbe Sandberge. Wir halten an einem riesigen, blühenden Rucolafeld, an einem Brunnen mit 3 Eseln, an einer Oase mit einem kleinen See (im Teich sollen Fische schwimmen, doch wir kommen nicht ran, da das Grundstück mittlerweile privatisiert wurde – früher durften hier Nomaden ihre Tiere tränken). Schließlich machen wir mitten in der Sandwüste Mittag in einem Hotel, das aus Zelten besteht – sehr romantisch. Auf der Rücktour sammeln wir hübsche Steine und Fossilien. Gegen 16 Uhr erreichen wir erschöpft und versandet unseren Dicken, da hilft nur eine Dusche. Draußen begeistern 5 kleine Hundewelpen die Gruppe, da diese übermütig alle vor den WoMo´s gestellten Schuhe stibitzen.

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34. Tag M´Hamid Wanderung zur Kasbah

Der nächste Tag beginnt mit einer Wanderung zu einer 800 Jahre alten Kasbah.- Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff Kasbah auch auf die aus Stampflehm errichteten Festungsanlagen der Berberfürsten (Thami El Glaoui u. a.) im Süden Marokkos übertragen (z. B. TelouetSkouraTaourirt). Hier wird der Begriff Kasbah auf die Wohnburgen (tighremts) der Berber angewandt. Leider verfällt diese, wie die meisten, immer mehr. Da die Gebäude aus Lehm gebaut sind nimmt jeder Regen einen Teil mit. Zu Hochzeit lebten hier mehrere 100 Menschen auf engstem Raum. Einen kleinen Teil können wir heute Besichtigen, leider ohne Ute denn heute liegt sie flach. Gesundheitlich steht dieTour bei uns unter keinem guten Stern. Auf dem Rückweg laufen wir über einen durch den Fluss freigelegten Friedhof schon gruselig so über Knochen zu laufen. Kurz vor dem CP beaobachten wir im Dorf Schafe und Ziegen welche schäferlos immer in kleinen Gruppen zu ihren jeweiligen Ställen abbiegen, am Ende sind alle Tiere verschwunden. Zum Kaffee und Kuchen geht es ins Café „Fata Morgana“ mit einem Geburtstagskuchen für Wolfgang. Abends gibt das Geburtstagskind noch einen selbstgemachten Kartoffelsalat mit Würstchen aus

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33. Fahrtag nach M`Hamid

Heute wird wieder ein langer Fahrtag. Zuerst besuchen wir den Dattelmarkt in Agdz und warten 1,5 Stunden bis der letzte fertig ist, bei 190 KM wirklich blöd. Mittagspause ist heute in einem Café  und für Ute gibt es ein Eis, Andy traut sich auf Grund seines Magens noch nicht. Wir fahren am Wüstenfluss Draa entlang und bestaunen den grünen Palmengarten, irre über 60 KM lang. Kurz vor der algerischen Grenze im Ort M`Hamid machen wir Halt für einen Minztee.  Von dort laufen wir durch den Ort bis ans "Ende der Welt" - hier beginnt die Sahara - und bewundern den Sonnenuntergang. Blöd ist nur, dass wir unser Camp heute im Dunkeln erreichen und der schöne Palmenhain noch nicht für die Gäste freigeschnitten wurde. Da Andy nicht mit dem Dicken durch die spitzen Palmenblätter fahren will holt er die Astschere raus. Ausgerechnet der erste abgeschnittene Palmenwedel fällt ihm auf den Daumen und es blutet heftig. Alle kommen angerannt um zu helfen. Nach dem Stress und Ärger sitzen wir dann alle zusammen und Eva spendiert einen leckeren Grappa zur Beruhigung. Heute geht es ohne Abendbrot direkt ins Bett, war echt ein anstrengender Tag.

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32. Fahrt nach Agdz

Heute fährt jeder für sich von einem Fotostopp zum nächsten. Eine herrliche Landschaft. Wir erreichen den Ort Agdz und gehen Hähnchen essen, total lecker und super frisch, denn die Schlachterei ist direkt nebenan. Andy fährt nach dem Essen direkt zum Camp, da es ihm noch nicht so gut geht, und Ute geht mit Claudia und Wolfi durch den Ort. 

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31. Hausputz

Heute dürfen wir am Ruhetag ausschlafen und nach einem langen Frühstück beginnt der Hausputz.

Am Abend wird gemeinsam gegrillt, leider ohne Andy, der liegt seit Nachmittag mit Magenschmerzen im Bett. 

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30. Fahrtag nach Foum Zgouid

Schade, dass wir schon weiterfahren die Stadt und auch der CP gefallen uns sehr gut. Wir halten an einer Oase welche sich tief unten unter uns an einem Fluss erstreckt, wunderschön. Kurz danach bestaunen wir in Tissint die Wasserfälle. Durch den Regen der letzten Woche gibt es einen kleinen Fluss welcher nur selten so viel Wasser hat. Is ja klar wenn die Regengötter on Tour sind😜 Kurz danach erleben wir unseren ersten Sandsturm. Halb so wild meint Wofgang, wenn so richtig windet hängt man auch schon einmal ein paar Tage fest - ahja. Nach einigen Fotostopps erreichen wir Foum Zguid wo wir reichlich und günstig zu Mittag essen. Der CP ist mal wieder schön mit Palmen bewachsen, die vorhanden Waschmaschine wird von einigen direkt gestürmt. Abends sitzen wir gemütlich, streng nach Männlein und Weiblein getrennt😎, zusammen. Eine kleine Katze findet Utes Decke kuschelig und lässt sich auf ihrem Schoß nieder. Abends gibt es direkt am CP noch eine kulturelle Überraschung: Am Tag gab es ein Radrennen und ein Fußball Spiel. Die Sieger wurden ausgezeichnet und dabei gab es einen Auftritt einer Künstlergruppe.

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29. Fahrtag nach Tata

Heute geht es 230 KM durch die Wüste zum CP in Tata. Die Wüste ist sehr schön anzusehen aber es ist auch ein wenig ermüdend zu fahren. Späht kommen wir an, dass Camp liegt mitten in einem Palmenhain. Abends raffen wir uns auf und gehen mit einigen Mitreisenden ins Städtchen, das sauberste bisher auf unserer Reise mit Rose Häusern und einem schönen zentralen Platz. Da heute Sonntag ist sind die meisten Läden leider zu, dennoch genießen wir den kleinen Bummel bei lauen Temperaturen.

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28. Ruhetag an der Oase

Am nächsten Morgen können wir mal ausschlafen. Beim morgendlichen quatschen nerven die vielen Fliegen und auch werden die unzähligen Mückenstiche beklagt. So entschließt sich Wolfgang nach einem anderen Standort für die kommende Nacht zu suchen. Währenddessen klettert Andy mit der Hälfte der Truppe, unter Führung des Oasenbesitzers, auf einen Berg. Steil über unzählige Steine geht es fast 300 Höhenmeter bergauf. Unterwegs sehen wir viele versteinerte Muscheln und Pflanzen. Oben angekommen werden wir mit einem schönen Blick über die Berge und Steinwüste belohnt. Mittags fahren zu einer anderen Oase, die ist idyllisch auch nicht ganz fliegenfrei, aber die Mücken halten sich im Rahmen. Einige sammeln Holz, andere schnibbeln Gemüse für den großen Gulasch Topf, einheimische Kinder helfen dabei. Die Suppe, welche Wolfgang über einem offenen Feuer kocht, ist köstlich, später sitzen wir am Lagerfeuer und bewundern wieder die Sterne.

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27. Fahrtag nach Assa

Wir fahren auf uns bekannten Straßen zum Supermarkt Marjane in Guelmim, hier wird eingekauft. Wir ergattern Wachteleier, diese werden sofort zubereitet und schmecken auf frischem Baguette wunderbar. Ab jetzt werden die Straßen besser und die Gebirge des Anti Atlas lassen uns staunen. Wir machen mehrere Fotostopps bis es dann bei Assa über eine steinige Piste zu einer Palmenoase geht. Alle sind von der Fahrt erschöpft, nehmen sich was zu trinken und setzen sich im Kreis zum quatschen und um runter zu kommen. Spät essen wir eines unserer Lieblingsrezepte: das schnellste Huhn von Biolek. Kaum haben wir aufgegessen klopft es an die Tür, Ulrich ruft uns zum Sterne gucken. Fast alle liegen draußen auf ihren Stühlen und betrachten den unglaublichen Sternenhimmel. Lange halten wir es bei diesem großartigen Schauspiel aus - bis uns die Mücken vertreiben.

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26. Fahrtag nach Tan Tan

Es geht 220 KM nach Tan Tan Plage, hier standen wir schon vor einigen Tagen.

Auch heute bremsen uns die Polizeikontrollen aus und kosten Zeit. Die Fahrt ähnelt der gestrigen sehr, zum Glück sind die Strassen einmal sehr gut. Ab und zu wird halt gemacht um Kamele zu fotografieren. Kleine LKW fahren an uns vorbei mit je 3 Kamelen auf der winzigen Ladefläche - wie die da wohl hoch gekommen sind? Auch sind wir wieder einmal erstaunt über die teilweise grüne Wüste. Gegen 15 Uhr erreichen wir den CP und mehr als ein Abendbrot ist nicht drin.
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25. Fahrtag nach Es Semara

Vor uns liegen drei lange Fahrtage.
Heute fahren wir 250 KM durch die Wüste, meist ist es eine Steinwüste - wie 90% aller marokkanischen Wüsten -. Heute erleben wir, was der Regen der letzten Woche geschafft hat. An einigen Stellen ist die Wüste grün und es blühen vereinzelt kleine Blumen. Schon verrückt in einer so kargen Landschaft. Diese ändert sich heute kaum, dennoch gibt es immer wieder schöne Blicke, vor allem gefallen uns die Schirm-Akazien. Diese werden auch als „Afrika Bäume“ bezeichnet und sind mit heftigen Dornen ausgestattete widerstandsfähige Bäume. Eine kleine Oase wird Mittags angesteuert und hier zeigt sich leider die nicht so schöne Seite Marokkos, alles voller Müll. Heute bremsen uns die Polizeikontrollen stark aus, an einer stehen wir gar fast 45 Minuten. Hinter Es Semara gibt es einen „neuen“ CP, welchen wir erst um 18:30 Uhr erreichen. Neu heisst auch es ist noch viel zu tun und dies kann in Marokko einige Jahre in Anspruch nehmen. Wir essen gemeinsam zu Abend, doch so recht geniessen können wir die Tagine nicht, wir sind einfach zu müde vom heutigen langen Fahrtag.
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24. Ruhetag in Laàyoune

Eigentlich steht für heute eine Strandwanderung auf dem Programm, aber irgendwie macht uns der Atlantik hier nicht so an. Schnell wurden dann gestern einige Taxen organisiert um uns heute in die 20 KM entfernte Stadt zu fahren. Die Straßen von Laayoune sind Prachtboulevards und mit vielen Blumen und Fahnen geschmückt. Wir werden an einem großen Platz abgesetzt und müssen uns erst einmal orientieren. Zum Glück finden wir schnell den grossen Souk und schlendern durch die vielen Gassen und sind begeistert - lassen uns von den Eindrücken und Düften verführen. Voll bepackt mit Obst, Gemüse, süßen Leckereien vom Konditor und Gewürzen schöpfen wir Kraft bei MC Donald. Am Nachmittag hilft uns Walter die Verstopfung des Dicken zu beheben, die Sch... wollte nicht mehr rausfließen. Am Abend bestaunen wir einen traumhaft schönen Sonnenuntergang am Atlantikstrand.

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23. Fahrtag nach Laâyoune

Die Fahrt nach Laâyoune ist heute nicht so spannend, Steilküste und Sanddünen, wir sehen frei laufende Kamele. Unser Dicker hat Verstopfung, seit zwei Jahren in Villa Real das zweite mal so schlimm, es kommt nichts aus dem Schwarzwasstank. Heute haben wir es mit vielen Polizeikontrollen zu tun, aber alles geht sehr nett und höflich über die Bühne. Laayoune ist eine moderne Stadt, so sauber und viele Parks, über all wehen Flaggen. Die Geschichte ist jedoch nicht ganz so sauber, es gab und gibt immer wieder Streitigkeiten, denn das Gebiet der Westsahara wurde vor nicht langer Zeit von den Marokkanern annektiert, vor allem wohl wegen der großen Phosphat Vorkommen in der Nähe. Mit dem „grünen Marsch“ von 35.000 Menschen nach Laayoune in 1975 wurden dann Tatsachen geschaffen. Damit die Menschen auch weiterhin bleiben, wird seitens der Regierung viel Geld investiert. Es gibt Steuervorteile welche sich auch für uns auswirken, wir tanken für sage und schreibe 85 Cent den Liter Diesel.
Der Stellplatz ist eher ein Parkplatz, liegt dafür direkt am Meer. Leider hat der Wind nicht nachgelassen und alle verschwinden schnell in ihre WoMo‘s
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22. Khinfiss Nationalpark

Am Abend vorher haben wir noch diskutiert, was denn die Zeitumstellung für unsere Abfahrtzeit bedeutet, nicht wissend, dass die marokkanische Regierung am Freitag die Sommerzeit (also die Zeitumstellung) abgeschafft hat. So stellen wir alle die Wecker auf die „neue“ Zeit um, zumal unser Telefonanbieter, die Maroc Telecom, die „falsche“ Urzeit im Handy anzeigt. Also Unstimmigkeit allenthalben.
Dann geht es irgendwann los in Richtung Khinfiss Nationalpark. Auf halber Strecke hat der Atlantik ein Loch in die 20 Meter hohe Steilküste gegraben, ein Naturschauspiel. Auch kommen wir durch eine Anzahl von Wanderdünen hindurch, welche im Jahr 25 Meter Weg zurück legen, so wird dann die Straße direkt hindurch immer wieder zugeweht. Mit Zustimmung der örtlichen Nationalparkleitung dürfen wir heute direkt am Rand des Vogelparadieses übernachten. Schnell werden drei Fischerboote angeheuert, um den Wasservögeln näher zu kommen. Die Bootsfahrt ist sehr schön, die meisten Vögel sind leider dem starken Wind entflohen. Zurück an den WoMo‘s verkriechen sich alle, denn der Wind ist heftig. Hin und wieder muss Andy aber raus, denn die Lagune verändert sich durch Ebbe und Flut, schön anzusehen. Schaut mal auf die Bilder. Es wird eine schaukelige Nacht.
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21. Ruhetag in El Quatia

Der Tag beginnt heute mal ohne Wecker mit einem gemütlichen Frühstück und um 11 Uhr geht es mit der Gruppe Richtung Städtchen. Doch die Stadt gibt nicht viel her, so fragen wir nach, wo der angekündigte samstägliche Souk stattfindet - 3 KM außerhalb der Stadt. So halten wir einen Minilieferwagen an der hier als Sammeltaxi fungiert.
Einige sitzen auf der Ladefläche und Andy darf auf den Beifahrersitz. Sehen kann er nicht viel, denn das Fahrerhaus ist so klein, das er sich bücken muss um raus zu schauen. Dafür kann er die Straße unter sich gut erkennen, denn allzu viel Blech ist nicht mehr vorhanden😳 Der Souk ist toll, überall freundliche Menschen vor ihren Ständen, die Stimmung ist super entspannt. Es sind einfache Bauern aus der Umgebung, oft hapert es beim bezahlen mit dem ausrechnen der Preise. Auch muss Andy zweimal helfen bei der Berechnung des Rückgeldes,  bei 50%  Analphabeten der Bevölkerung kein Wunder. Wir kaufen eine kleine marokkanische Teekanne mit 4 Gläsern, denn der örtliche Minztee schmeckt uns sehr gut, und für abends Tomaten für einen Salat. Unser Taxi zurück ist noch spannender, ein Motorrad mit Anhänger. Unter lautem Getöse werden wir für 30 Cent pro Person direkt vor die WoMos gebracht.
Erfolglos geht Andy eine Stunde angeln bis Wolfgang uns um 18 Uhr an den Grill ruft. 

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20. Schlammschlacht

Wie sich heute schnell heraus stellt ist die Entscheidung von Wolfgang, die beiden nächsten Anlaufpunkte die Plage Blanche und das Fort Jerif auszulassen und stattdessen direkt nach El Ouatia am Atlantik zu fahren, genau richtig. Die gestrige Lehmpiste zum CP ist durch den Starkregen noch mehr aufgeweicht. Vorsorglich schrauben alle ihre Abschlepphaken an, um bei einer Havarie geborgen werden zu können. Und los geht die Schlammschlacht, da wir heute ganz hinten fahren können wir erst einmal in Ruhe zuschauen. Trotz einigen durchdrehenden Reifen und wildem schlingern geht soweit alles gut. Nur noch drei Fahrzeuge und dann haben wir es geschafft - denkste. Walter, auch mit einem Dickschiff unterwegs, kommt etwas von der Spur ab und hängt fest. Die Abschlepp-Versuche des CP Besitzers mit seinem Uralt-Jeep scheitern kläglich - ob es wohl an den platten Reifen liegt 😤 - also soll es unser Dicker richten. Nun muss noch Ulrich an Walter vorbei und - na klar - bleibt stecken. Jetzt muss doch noch einmal der Jeep ran, denn da kommt unser Dicker nun nicht mehr vorbei. Nachdem Ulrich befreit ist fahren wir los, der Dicke wühlt und schiebt etwas über die Vorderräder, aber wir schaffen es auf etwas festeren Grund und können Walter an den Haken nehmen. Als wäre dies nix für ihn, zieht der Dicke das andere große WoMo hinter sich her. Wenn nicht alles so voller Schlamm wäre, eigentlich ein großer Spaß, zumindest für die Männer 😜
Kaum auf der Straße angekommen muss Wolfgang eine Ausweichroute suchen, denn die gestern gefahrene Straße ist überflutet. Nach ein paar Kilometern müssen wir aber dann doch noch den durch die Regenfälle ordentlich angeschwollenen Fluss durchfahren, bis wir die große Hauptstrasse erreichen. Wir fahren durch die Wüste über schlechte Straßen und unser Dicker muss durch einige Schlaglöcher am Straßenrand, da an den engsten Stellen immer die dicksten Brummis entgegen kommen. Das Wetter ist recht wechselhaften und einige Tropfen Regen sind auch dabei. Nach 200 KM kommen wir durch Tan-Tan mit seinem Stadttor aus sich zwei gegenüber stehenden Kamelen vorbei, auch hier riecht es wieder sehr nach Fisch, denn die Stadt lebt vom Sardinenfang. Um 16 Uhr erreichen wir El Quatia.  Es windet und die Sonne ist hinter den Wolken verschwunden. Nach einem kurzen Spaziergang am Atlantik verkriechen wir uns in den Dicken und wärmen die Reste der gestrigen Tagine auf.
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19. Planänderung

Wir verlassen den Ort mit dem Thermalbad und fahren ca. 20 km nach Guelmim. Wir gehen im dortigen Marjane-Supermarkt einkaufen. Leider hat sich das Wetter so verschlechtert, Platzregen und es gewittert, sodass die im Programm stehenden Punkte für die beiden nächsten Tage - Plage Blanche und Fort Bou Jerif - aufgeweicht  für unsere Womos nicht befahrbar sind. Beide sind nur über unbefestigte Pisten zu erreichen, also machen wir beim nahe gelegenen Campingplatz einen Zwischenstopp. Die letzten 500 Meter dorthin sind Lehmpiste und unser Dicker schaukelt und wühlt sich dorthin. Hier werden wir vom Besitzer Hassan freundlich mit einer Tee-Einladung empfangen. Leider gehen teilweise kräftige Platzregen nieder und in den benachbarten Bergen gewittert es anhaltend. Am späteren Nachmittag kochen wir dann eine Tagin. Als wieder einmal ein Platzregen niedergeht schaffen wir es gerade so die Markise und die Stühle zur sichern. Dank an Christian, welcher tapfer unsere Markise im Wind und Regen festhält. Unser Tagine bleibt derweil draußen im Regen, da dieser nicht auf die Holzkohle tropft und da der Wind als Wedel wirkt ist dann alles nach einer weiteren Stunde gar. In der Nacht werden wir dann durch einen Sturm, Eva hat gar eine Windhose gesichtet, arg durchgeschüttelt. Mal sehen wie die Pisten morgen aussehen.

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18. Thermalbad in Abaynou

Heute ist die Fahrt bis nach Abaynou nur 60 KM lang. Hier stehen wir direkt vor einem Thermalbad mit 38 Grad warmen Wasser. Da wir heute 30 Grad Lufttemperatur haben und das Bad aussieht als hätten es die Römer vor 2000 Jahren gebaut, seither wurde nichts mehr dran getan, lassen wir es bei den angepriesenen guten Eigenschaften für Hauterkrankungen und sitzen lieber schwitzend vorm Dicken.
Gut bewacht, ein Tor mit drei verschiedenen Ketten, sowie zwei Wachen, welche auf Matten sitzen oder schlafen, verbringen wir eine ruhige wenn auch schwitzige Nacht.
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16.und 17. Ruhetage in Sidi Ifni

Zwei Ruhetage stehen an, Andy geht mit Claudia und Wolfi in die Stadt. Dort werden sie von einem Berber auf einen Tee eingeladen. Andy ersteht für Ute ein Tuch und für sich einen Armreif aus Horn und Silber. Leider stellt sich später heraus, dass das Tuch schief geschnitten ist. Dann fängt es um 14 Uhr an zu regnen, sodass Wolfgang erst verspätet seine Soljanka, welche er in einem großen Topf über ein Feuer kocht, kredenzen kann - lecker. Anschließend sitzen wir vorm Dicken und genießen die milde Nacht.

Am zweiten Tag schlendern wir nochmals in die Stadt zum Fisch kaufen und tauschen das Tuch in ein schöneres um. Der Tag geht um wie im Fluge, Ute lädt bei Ulrich und Claudia Bücher auf und Andy geht Walter zur Hand, denn das Rücklicht muss nach dem Zusammenstoß mit der Mauer in Tarifa gerichtet werden. Abends grillen wir vorm Dicken und nachdem die Hälfte der Gruppe vom Essen im Fischrestaurant zurück ist macht Wolfgang ein Lagerfeuer.

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15. Tag Fahrt nach Sidi Ifni

Wir fahren wieder einmal auf einer schönen Straße an der Atlantikküste entlang. Kurz vor unserm Ziel lotst uns Wofgang auf einen winzigen Parkplatz an der Steilküste. Um dort hinzukommen müssen die Männer noch eine Wasserleitung, welche zu tief über die Straße gespannt ist, aufrichten und verspannen. Mit den Wendemanöver auf dem Parkplatz kommt ein bisschen Abenteuer Feeling auf😡 zum Leidwesen der Kupplung vom Dicken, zum ersten Mal seit dem wir ihn gekauft haben stinkt die Kupplung. Wir sehen uns dann das Felsentor von Legzira an. Leider haben Wind und Wellen vor 2 Jahren eine Felsentor eingestürzten lassen. Wir machen einen Spaziergang am Meer entlang und gehen durch das Tor, sehr schön. Überall am Strand liegen runde Steine in den unterschiedlichsten Farben. Zur Erholung sitzen wir dann lange auf einer Terasse direkt am Strand und geniessen einen marokkanischen Tee. In Sidi Ifni angekommen sind wir geschafft, halten ein Mittagsschläfchen und kochen abends eine Bohnenpfanne und gönnen uns den Tatort aus München.

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14. Abschied vom Antiatlas

Heute heißt es Abschied nehmen vom Antiatlas Gebirge. Im strahlenden Sonnenschein meistert unser Dicker die Höhen und Tiefen und schlängelt sich über Serpentinen seinen Weg. Am höchsten Punkt halten wir an und genießen eine Teepause mit herrlichem Blick ins Tal. Von da an geht es bergab Richtung Atlantik.
Kurz vorm Ziel gibt es einen französischen Supermarkt und beim Bummeln durch die Stadt ergattern wir leckere kleine Bananen und Weintrauben. Am Aglou Plage angekommen stellen wir uns vor ein Hotel um dort die Nacht zu verbringen. Nach einem kleinen Nickerchen wird sich fein gemacht, Ute im neuen Kaftan und Andy findet noch ein sauberes Hemd. Das Fischessen im Hotel zieht sich hin, um 17 Uhr hatten wir bereits unsere Bestellung aufgeben - den Hauptgang erhalten wir dann um 20 Uhr. Gegrillten Fisch kalt, das muss man erst einmal hin kriegen 😜 Bei einer kleinen Grappa Runde zu 8 in unserem Dicken beschließen wir lustig den Abend. Morgen müssen wir dann mal aufräumen 😎

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13. Tafraoute Ruhetag

Allerdings nicht für unseren Dicken, er bekommt auf die Front ein Marokko Tattoo. Andy kann den Künstler motivieren das Fortuna Emblem auf die Satschüssel zu malen. In der Zwischenzeit geht Andy einkaufen und bekommt für 5 € eine neue Frisur sowie den Bart geschnitten. Nachmittags lassen wir uns überreden einen Teppich- und Silberschmuck Laden zu besuchen. Trotz intensiver Verkaufsbemühungen geht der Händler leer aus - was wollen wir auch mit einem Teppich im Dicken.
Abends werden wir von Wolfgang und Idriss begrillt: Hähnchenspiesse, marokkanische Frikadellen und sächsischer Eiersalat. Wir sitzen windgeschützt im Innenhof und genießen den Abend in fröhlicher Runde

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12. Tag blaue Steine

Wir verlassen das schöne Palmental in Richtung „blaue Steine“.

Hier hat ein belgischer Künstler im Jahr 1984 von der Erosion rundgeschliffene Granitblöcke mit bunten Farben angemalt

.Der Himmel ist heute bedeckt und somit wirken die Steine nicht wirklich, zumal wir finden, dass die Felsblöcke ohne Farbe besser aussehen würden. Es geht wieder nach Tafraoute, hier haben wir einen Termin im Hamas. Zwei verschleierte Damen holen uns ab. Ein Erlebnis: in Badehose werden wir, streng nach Männlein und Weiblein getrennt, eingeseift, dann mit einem rauhen Handschuh abgepeelt , aua aua, Haare gewaschen, nochmals eingeseift und dann mit Arganöl sanft massiert. Bei den Damen dauert die Prozedur fast 2 Stunden, is klar, bei den Männern geht es viel fixer. Es windet heute echt heftig, die Berge sind durch den Sand in der Luft fast nicht zu sehen. Alle bleiben für sich an Bord. Wir essen den Rest der Tagine und trinken bei Ingrid und Joachim - unseren heutigen Nachbarn - einen leckeren Wein.

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11. Tag wir sind unentschlossen

Beide hatten wir eine schlechte Nacht. Starke Kopfschmerzen und die Nase läuft wie verrückt, sodass wir lange überlegen heute überhaupt mit ins Palmental zu fahren. Doch Wolfgang kann uns überzeugen mit zu fahren, denn es ist ein Highlight der Tour.
Also Pillen marsch und um 9:30 Uhr geht es dann los. Wir fahren über viele Serpentinen durch eine wunderschöne Gegend des Antiatlas bis auf 1700 Meter. Das Palmental welches wir nach einer ebenso kurvenreichen Strecke erreichen ist dann ein Traum wie aus 1000 und einer Nacht. Palmen über Palmen an einem Fluss, wir sehen viele Datteln und Karpernsträucher. Wir gehen staunend durch das Tal und kaum am Stellplatz zurück kochen wir die Tagine.
Hier das Rezept von Wolfgang:Unten zuerst fein geschnittene Zwiebeln hinein, dann fein geschnittene Tomatenscheiben darauf. Das dient dazu, dass das darüber aufzuschichtenden Fleisch nicht anbäckt.
Danach kommen die Fleischstücke turmmäßig darauf.
Anschließend wird das verschiedene Gemüse (Möhre, Tomate, Zwiebel, Bohnen, Paprika u.a.) turmmäßig aufgeschichtet, damit der kegelförmige Deckel darauf passt.Jetzt kommt Öl über das geschichtete Gemüse und zum Schluss kommen die Gewürze in die Tagine:
Kreuzkümmel, Pfeffer, Kurkuma, Ingwer, Safran und Paprika süß, Salz.

Nun muss die Feuerstelle vorbereitet werden. Diese füllt man mit Holzkohle zündet diese an und stellt die Tagine darauf. Nun muss die Tagine ca. 2- 3 Stunden vor sich hin köcheln. Bitte immer mal nachschauen ob noch genug Wasser in der Tagine vorhanden ist und mit der Gabel die Probe machen, ob das Gemüse und Fleisch schon gar ist.

Wir haben die Tagine natürlich verfeinert, is klar 😜 mit Paprika, Hühnchen, Knoblauchzehen , Ingwer, getrocknete Pflaumen, Aprikosen und Rosinen, lecker.
Zwei Stunden haben wir dann die herrlichen Gerüche von 11 vor sich hin kochenden Taginen in der Nase bevor wir dann essen können. Den Abschluss des tollen Tages bildet dann ein Lagerfeuer und es wird wieder lange erzählt.
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10. Tag Tafraoute

Hier die Beschreibung von Wofgang:

Tafraoute ist ein Oasen Ort im Anti-Atlas auf fast 1000 m Höhe, der eingerahmt ist von bizarren Felsen.
Der Ort selbst liegt beschaulich auf einer Hochebene und bietet allein schon viele Möglichkeiten zum Erkunden. Kleine Gassen münden auf verschiedene Plätze mit den unterschiedlichsten Einkaufsmöglichkeiten. Besonders interessant sind die hier gefertigten farbigen Lederschuhe (Babuschen) sowie die von den Frauen in Kooperativen hergestellten unterschiedlichen Produkten aus den Früchten des Arganbaumes. Eigentümlich genug, findet sich der Arganbaum nur in diesen Gegenden, sonst nirgendwo auf der Erde. Der Elaeodendron Argan hat in der Regel die Größe unserer Obstbäume. Die Frucht selbst, von der Größe einer Olive, sieht, wenn vollkommen reif, hochgelblich aus und hat einen widerlich süßen Geschmack, für Menschen ist sie vollkommen ungenießbar. Aber desto mehr wird sie von den auf den Bergabhängen weidenden Ziegen und Schafen aufgesucht. Der braune faltenreiche Stein der Frucht, länglich von Gestalt und so groß wie ein Aprikosenkern, schließt einen weißen Kern ein, der äußerst bitter schmeckt, aber ein sehr gutes Öl liefert

Überall in Tafraoute sind gemütliche Kaffee- bzw. Teehäuser zu finden, die den Tag nicht lang werden lassen.

 

Über die Jahre hinweg beobachten wir: Tafraoute gehört zu den Orten Marokkos mit einem Anstieg an Lebensqualität. Der Ort ist schöner geworden, gepflegter und sauberer.
Nicht entgehen lassen sollte man sich den am Mittwoch stattfindenden Souk. Die liebevoll ausgestellten Waren sind ein Genuss für Auge und Nase.
 
Und hier unsere😡:
wir liegen flach, wir haben beide mit der starken Erkältung zu kämpfen, vielleicht sind die Viren hier in Marokko andere und unsere Körper reagieren darauf. Es trifft noch einige andere der Truppe, was uns aber nicht wirklich hilft. Andy rafft sich noch auf zum Einkaufen, denn Wolfgang zeigt uns was wir alles für das morgige Event „wir kochen eine Tagine“ brauchen.
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8. und 9. Tag Fahrtage mit schönen Aussichten auf den Atlantik und Antiatlas

Von der Käserei geht es Richtung Atlantik und fahren auf einer schönen Strecke Richtung Agadir. Immer wieder ist der wilde Atlantik zu sehen, zudem liefern die Ausläufer des Atlasgebirges schöne Aussichten und auch eine kurvenreiche Strecke. Zum Leidwesen von Andy, in der Nacht hat der hartnäckige Schnupfen von Ute es geschafft bei ihm anzukommen, und da er gestern natürlich alles probieren musste macht ihm der Magen arg zu schaffen. Zum Glück gibt es bei einem Aussichtspunkt eine Mittagspause welche Andy komplett verschläft. Auf dem CP in der Nähe von Agadir geht dann nix mehr. Ab ins Bett.

Am 9. Tag soll es durch den Antiatlas nach Tafraoute gehen. Also Pillen einwerfen und los. Na ja los geht es erst einmal nicht, Ullrich kann seinen Nacken nicht mehr bewegen und wird zum Arzt gefahren, also ruhen wir uns noch ein wenig aus. Die ersten 25 KM geht es durch Agadir und die vielen Vororte, und hier tobt das Leben auf der Straße. Ein Gewimmel und Gewusel, Fußgänger und Radfahrer scheinen sich nicht für uns zu interessieren, sie laufen einfach los, kreuz und quer. Mehrfach ruft Ute „das war aber knapp“. Als dann vor uns noch ein Unfall passiert ist alles ausser Rand und Band. Die Fahrräder, Mopeds, Dreiräder und Kleinlaster drängen sich links und rechts an uns vorbei nur um dann von den entgegenkommenden wieder zur Seite gedrängt zu werden. Wer dies einmal mitgemacht hat regt sich so schnell nicht wieder über einen Stau in Deutschland auf. Anfangs geht die Straße noch zweispurig in die Berge, doch dann wird sie einspurig. Häufig hält unsere Karawane an um Fotos zu machen. Einige LKW‘s, wenn man diese denn so nennen kann, kriechen unter Ausstoß von riesigen Rußwolken mit 10 bis 20 KMH vor uns her. Eines der Fahrzeuge sehen wir dann oben auf dem Pass von knapp 2000 Höhenmetern wieder und der Fahrer kniet auf seinem Gebetsteppich vor diesem. Uns kommt es vor als würde er Allah danken, dass er es mit seinem sicher 50 Jahre alten Fahrzeug wieder einmal geschafft hat hier hoch zu kommen. Viele Serpentinen und Steigungen ging es bergauf und auch bergab, so dass wir uns freuen  auf dem CP in Tafraoute anzukommen, immerhin ist es 18 Uhr und es war ein langer, wenngleich schöner Fahrtag.

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7. Tag Käserei

Heute geht es erst um 12 Uhr los, also ist ausschlafen angesagt. Und dann haben alle 1,5 Stunden Zeit im nahe gelegenen Supermarkt Carfour einzukaufen. Zum Leidwesen von uns Männer gibt es direkt nebenan einen Klamotten Laden. 
Nach 2 Stunden kommen wir dann endlich los 😡
Es ist eine kurze Fahrt zu einer Käserei, von außen eher nichts sagend, innen jedoch ein Traum, ein super schön renoviertes und eingerichtetes Berberhaus.
Wir bekommen erklärt wie der Käse hergestellt wird, zur Zeit gibt es nur Ziegenkäse, und Kuhkäse, aber Saison bedingt kommen auch Schafskäse und gar Kamelkäse hinzu. Abends gibt es verschiedene Tajinen mit Huhn, Fisch, Gehacktes und viel Gemüse. Alles super lecker.

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6. Tag Essaouira

Früh geht es los, wir spazieren am Strand entlang zur Stadt.
Als erstes besichtigen wir den Hafen, auch hier sehen wir wieder ausschließlich Handarbeit. Boote werden mit dem Korb entladen und Schiffe mit Handbohrern und Sägen repariert. Die Altstadt wurde zu Recht durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, es ist einfach herrlich durch die Gassen mit den unzähligen kleinen Läden zu streifen. Seht Euch die Bilder an diese sagen mehr als unsere Worte.
Abends geht es mit mehreren Taxen zum berühmten Fischrestaurant Le Chalet de la Plage. Auf der Terrasse mit Blick auf den Atlantik genießen wir leckeren fangfrischen Fisch.

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5. Tag Fahrt nach Essaouira

Heute geht es im Sonnenschein zum nächsten Ziel Essaouira. Die ersten Kilometer sind toll. Die Straße geht am Klippenrand entlang und es gibt immer schöne Aussichten auf den Atlantik. Die Durchfahrt des Hafengebiets in Safi ist dann schon weniger schön, Straßen holprig und die Gerüche aus den Fischfabriken sind recht gewöhnungsbedürftig. Leider bleibt die Straße dann holprig und arg schlecht. Der gestrige Regen hat auch noch einiges an Schlamm hinterlassen und so geht es häufig im Schritttempo weiter. Da wir heute das letzte Fahrzeug sind, es wird jeden Tag durch rotiert, gestern waren wir noch das erste hinter Wolfgang, ist das schliessen der Lücke nicht immer leicht. Noch freuen wir uns über einen Markt mitten auf dem platten Land, es stehen hunderte Eselkarren herum, da knallt es heftig wir sind mit einem Spiegel des entgegen kommenden LKW‘s zusammen gestoßen. Im Rückspiegel sieht Andy viele Teile fliegen und vermutet schlimmeres. Der andere fährt ohne anzuhalten ungerührt weiter und bei uns ist lediglich ein Spiegel verdreht. Die vielen Teile auf dem Boden stammen wohl vom anderen Fahrzeug. Später sehen wir uns das Geschehen auf der Dashcam an und sehen, dass an der Stelle die Straße sehr eng war, und hören den Spruch von Andy „na Dicker gut, dass du so alt bist und alles noch aus stabilem Stahl ist“. Weiter geht die holprige Fahrt, die Kilometer ziehen sich doch arg. Am CP angekommen ist Ruhe angesagt, einige gehen an den Strand oder in die Stadt, wir bleiben im Dicken und ruhen uns aus. Leider hat Ute eine Erkältung erwischt und schläft lange.

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4. Tag Fahrt zu Lagune in Qualidia

Wir fahren auf einer recht holprigen Straße nach Qualidia. 80 Kilometer am Meer entlang führt uns unser Weg zu einem Naturerlebnis. Der Strand und die Lagune liegen an einem zerklüfteten mit wilden Felsen umgebenen Meeresabschnitt mit goldgelbem Sand.

Der Hauptstrand der Stadt Qualidia liegt zwischen El Jadida und Safi an einer Lagune des Atlantiks. Er ist gut geschützt und damit ideal für diejenigen, die nicht ganz so hohe Wellen am Strand lieben. Zudem gilt er als einer der besonders beliebten Strände in Marokko. Aber die Stadt bietet auch andere Strände, an denen sich das Meer wilder, ungestümer präsentiert, sodass auch Wassersportler wie Windsurfer und Wellenreiter auf ihre Kosten kommen.

Oualidia ist darüber hinaus ein Zentrum der Austernzucht in Marokko, dessen Lagunensystem zudem als ein wichtiges Vogelparadies gilt. Die ganze Brandbreite, das Lagunensystem wird aus den beiden Lagunen Oualidia und Sidi Moussa sowie dazwischen liegenden Salzpfannen und Marschflächen gebildet. Der geschützte Hauptstrand präsentiert sich mit feinem Sand und lädt zum Baden wie in einem großen Swimmingpool ein.

Kurz vor der Stadt fängt es an zu tröpfeln und als gerade alle ihre WoMo‘s verlassen fängt es an zu regnen. In den kleinen Lädchen wird Brot und Salat gekauft, denn heute Abend will Wolfgang für uns Fisch Grillen. Die wunderschöne Lagune bewundern wir leider nur aus dem Seitenfenstern des Dicken, denn es regnet und windet arg. Damit wir dennoch draußen sitzen können wird eine Wagenburg gebaut und klar der Dicke muss als Windschutz herhalten. Nachdem dies mit viel hin und her rangieren geschafft ist gehen wir zum Strand. Die Wellen brechen sich an den Felsen und es gibt Geysire wo das Wasser von unten durch kleine Löcher im Felsen nach oben gedrückt wird. Gut, dass wir unter den Markisen sitzen können, denn es regnet teilweise recht heftig. Der Fisch schmeckt köstlich und die Stimmung ist wieder einmal sehr gut in der Gruppe, bis spät Abends wird erzählt und gelacht.

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3. Tag El Jadida

In dem Gefühl etwas länger schlafen und trödeln zu können haben wir fast den Aufbruch zur Stadtbesichtigung verpasst. In drückender Schwüle geht es über den schönen Strandboulevard zum Hafen. Die Fischerboote sind winzig und doch fangen Sie hiermit auch große Fische, wie - leider in Taucher Andy´s Augen - der unter Wasser selten gesehene Hammerhai zeigt. Danach geht es in die Cité Portugaise, eine ehemalige portugiesische Befestigung, wirklich sehenswert. Die so angepriesene alte Zisterne lassen wir leider aus. Die einhellige Meinung unserer Truppe ist, dass der Preis von 6 Euro pro Person zu viel ist, auch unser marokkanischer Begleiter Idriss kann hier nichts erreichen. Im Anschluss geht die Hälfte der Gruppe etwas essen, wir schließen uns der anderen Hälfte an und besuchen unseren zweiten Souk. Nicht so groß und quirlig wie der erste aber richtig schön. Etwas herunter gekommen, aber die Auslagen an Obst und Gemüse sind toll. Die Hühner welche vor unseren Augen geschlachtet werden und der Hammelkopf auf der Auslage des Metzgers sind dann wieder für unseren Geschmack gewöhnungsbedürftig. 
Da unsere Fahrzeugversicherung Marokko nicht abdeckt, wollen wir heute eine zusätzliche Versicherung abschließen. So schnappen sich Angelika - auch ohne Versicherung - und Andy den Idriss und ziehen los. Doch so einfach ist es nicht. Die eine Versicherung hat zu, die andere will uns nicht versichern. Irgendwo in der Neustadt soll es eine Agentur geben, die dies wohl macht, also ein Taxi geschnappt und los. Aber wohin denn? zum Glück nimmt der Taxifahrer sein Handy und sucht und findet die AXA. Gut dann los, dort angekommen kostet uns die Fahrt 1,50 Euro - irre.
Tatsächlich mit Idriss als Übersetzer bekommen wir eine Versicherung für die kommenden 3 Monate. Welche diese nun an Leistungen beinhaltet ist leider nicht in Erfahrung zu bringen. Inshallah wie es hier heißt - wenn Gott will - wird schon nix passieren. Am CP zurück gibt es eine große Kaffeerunde, denn Renske hatte gestern Geburtstag. Leider fängt es später leicht an zu regnen und löst die lustige Runde auf.
Nun nur noch ausruhen denken wir, die Rechnung haben wir jedoch ohne Walter gemacht. Ihn stört unsere defekte Treppe, wir hätten doch alle ausgebauten Teile dabei und die wollte er sich nun mal ansehen. Aus dem Ansehen wird eine 2 Stunden dauernde Reparatur und nun können wir, zumindest manuell, wieder unser Alte Eingangstreppe nutzen. Vielen lieben Dank dafür Walter.

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2. Tag Autobahnfahrt

Wie steht es im Reiseführer „der Weg nach Süden ist in Marokko immer weit“ für uns heute gar knapp 400 KM. Sehr ungewohnt für uns, da wir sonst lieber kurze Etappen machen. Auch steckt uns der lange Tag von gestern noch in den Knochen.
Die Fahrtstrecke ist nicht schön, lediglich die zu beobachtenden Feldarbeiter lenken ein wenig ab. Auf dem langen Weg sehen wir viel Landwirtschaft und diese wird von Hand betrieben, wie vor 100 Jahren bei uns, hin und wieder unterstützt von Pferd und Esel. Auf der Autobahn selbst gibt es einige Überraschungen, viele Fußgänger am Fahrbahnrand und spielende Jugendliche auf dem Mittelstreifen, grasende Kühe, Esel und pickende Hühner direkt an der Autobahn. Doch Wolfgang ist dies wohl gewöhnt und fährt ungerührt mit der vereinbarten Geschwindigkeit von 90 KM/H dran vorbei. Auf dem CP in El Jadida angekommen heißt es für uns nur noch Füße hoch, nein doch nicht ganz. Da unsere Satelliten Schüssel hier nicht mehr gehen will, bekommt Andy auf dem Dach vom Dicken noch vom Walter gezeigt, wie der LNB verstellt werden muss. Ute freut es - kann sie doch zur Entspannung abends einen Krimi sehen.

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Der erste Tag hat es echt in sich

Es geht los, nach einer kurzen Besprechung am Vorabend, bei der wir die Rahmenbedingungen erklärt bekommen, schellt heute der Wecker um 4:45 Uhr.
Wer uns kennt -  ist dies wirklich nicht unsere Zeit! 
Noch schnell den lieben Nachbarn aus Hamburg schööö gesagt und los geht es, naja nicht so ganz. Die zweite Marokko Tour eines anderen Veranstalters steht ja auch auf dem CP und will natürlich zur gleichen Zeit los. Ein Gewühle und Geschiebe mit fast 40 WoMos - kann ja nicht gut gehen, zumindest wer weiß, wie Andy in solchen Situationen manchmal handelt 😖
Natürlich will er nicht eingeparkt werden und zieht an den anderen vorbei. Leider sieht er im Dunklen nicht den Pfosten hinten rechts und so hat der Dicke nun auch dort leichte Kampfspuren. Nach dem leichten Anecken, vor 2 Jahren hinten links am Doubs, steht es nun 1 zu 1, na schauen wir einmal, wie das in den nächsten Jahren weiter geht. Bis zur Fähre nach Algeciras sind es knapp 40 km und dort kommen wir pünktlich an der Fähre an. Die Überfahrt ist entspannt, leider sehen wir im Dunkeln nicht viel, Gibraltar ist kaum zu erkennen. Wir kommen in der Enklave Ceuta an und müssen durch den Zoll. Fast 1,5 Stunden dauert es, ein palavern und diskutierten, aber dann haben es alle geschafft. Nach dem Geldwechseln zeigt uns Wolfgang ( unser Reiseleiter) den ersten Souk (Markt), das Gewimmel ist beeindruckend, für uns etwas befremdlich aber wir werden uns schon dran gewöhnen, denn wir werden sicher noch einige Souks kennen lernen. Dann werden alle 11 Fahrzeuge voll getankt, hier kostet der Diesel unter einen Euro. Anschließend geht es über das Rifgebirge mit schönen Aussichten. Kaum wieder am Meer hält Wolfgang an und wir essen in einen Restaurant unseren ersten Tajin. Nachdem Idriss (unser marokkanischer Reiseleiter) noch einmal darauf hingewiesen hat doch bitte die Reihenfolge im Konvoi einzuhalten - wir sind die Nummer 3 - klettern alle in ihre WoMo‘s, doch da erfolgt ein großes Hallo:  Stopp, Jeannot hat einen Platten. Und hier zeigt es sich das erste Mal, dass es gut ist in einer Gruppe unterwegs zu sein. Walter und Erwin kümmern sich mit Jeannot um den Radwechsel, während Idriss einen Transport zur nächsten Reifenwerkstatt organisiert.
Nach einer Stunde ist der geflickte Reifen wieder dran und es geht weiter. In Asilah stellen wir uns auf einen ehemaligen Tennisplatz und schon werden wir mit Pferdekutschen in die Stadt gefahren. Nach einem schönen Rundgang durch die sehenswerte Altstadt schließt ein leckeres Fischessen einen schönen, wenn auch anstrengenden Tag ab.

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Auf dem Weg nach Marokko

Bisher war uns in 2018 nicht zum schreiben zumute. Jetzt wollen wir mit unserer Marokko Tour wieder starten und Euch von unserer Reise berichten.

Für die Fahrt hier nach Tarife haben wir uns in kurzen Etappen von München über den Bodensee, Bordeaux und Sevilla 12 Tage Zeit gelassen.

In Sevilla haben wir einen längeren Stopp vorgehabt, aber der Stellplatz im Hafen war echt nicht toll, vor allem laut und in der wirklich schönen Stadt hatte es 36 Grad (uns einfach viel zu warm), sodass wir schon recht frühzeitig hier in Tarifa angekommen sind.
Von hier aus soll es am Sonntag mit der Fähre nach Marokko gehen.
Wir haben uns für eine geführte Tour entschieden und werden 56 Tage das Land bereisen. Wir sind schon sehr gespannt.
Die Zeit hier auf dem Platz vergeht wieder einmal wie im Fluge, wir fahren mit dem Roller oder dem Rad in die tolle kleine Stadt, streifen durch die Altstadt und gehen lecker essen. Vor allem gibt es immer einen netten Klön mit unseren Nachbarn aus Hamburg, auch treffen immer mehr Teilnehmer der Reisegruppe ein und es gibt viel zu besprechen.

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Wir wünschen allen Lesern unserer Seite frohe Weihnachten und kommt gesund und munter ins neue Jahr 2018.

Für uns geht das alte Jahr leider nicht so gut zu Ende.

 

Wir hatten uns mit den beiden Pärchen der Rollergang, welche wir letzten Winter in Spanien kennen gelernt haben, auf dem Weg nach Portugal gemacht als uns auf der Fahrt von Bilbao zum nächsten Stellplatz die Nachricht erreicht, dass Andy´s Vater im Sterben liegt.

 

Also machten wir uns auf den langen Weg wieder zurück, 1.500 KM und leider mit der Gewissheit den Vater nicht mehr lebend anzutreffen. Seither stehen wir in Düsseldorf in der Nähe der elterlichen Wohnung am Straßenrand und haben allerlei zu tun. Alle CP haben Winterruhe, der einzig nahe SP wurde letztes Jahr geschlossen und der SP in Zons wird von einer Gruppe Roma okkupiert.  Nun hoffen wir in 2018 eine Lösung für Andy´s Mutter zu finden, denn alleine kommt sie offensichtlich nicht zurecht.

 

Die Tour geht für Rosi, Ingrid, Manfred und Wolfgang und Hund Bobby zum Glück weiter. Wenn Ihr diese wie wir verfolgen wollt:  https://maroontour.wordpress.com/

 

Bleibt uns gewogen und wir hoffen alsbald von neuen Reisen berichten zu können.

 

 

 

Ute und Andy

 

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Sylt

Samstag geht es in Richtung Fähre, diese soll uns von der Insel Römö in Dänemark nach Sylt bringen. Der Wind ist so heftig, dass unser Dicker mehrfach auf die Gegenfahrbahn gedrückt wird. Zum Glück ist kaum jemand unterwegs, kein Wunder bei dem Wind und Starkregen. Trotz unserer Sorge ist die Überfahrt nicht arg schauklig. Auf dem Campingplatz ist die Wiese durch den Regen aufgeweicht, blöd ist auch, dass der schmale Weg zwischen den Parzellen tiefer liegt. So kann Andy nicht ausholen um die schmalen Steinplatten zu treffen und so kommt was kommen muss: wir graben uns ein, so richtig. Aber dafür hat Andy doch vor Jahren Sandbleche gekauft, die liegen seitdem tief unten im Dicken versteckt. Um an die Bleche zu kommen müssen alle Kisten aus der Garage geräumt werden, und dies sind nicht gerade wenige, hatten wir doch soooo viele Sachen für die Nordkap Tour an Bord. Doch die Hinterräder rutschen immer wieder nur über die Kante der Bleche und finden keinen Halt. Um sie unter die Räder zu bekommen hätten wir wohl noch mit dem Spaten eine Grube graben müssen. Da der Rasen eh schon wie eine Mondlandschaft aussieht fragt Andy den Platzwart und der zieht uns dann mit einem riesigen Trecker aus der Miesere. Schnell den Schweiß abgewischt - Andy zieht die rote Hose aus Schweden an - dann holen uns auch schon unsere Freunde Annett und Michael mit ihren Kids Nicola und Leo ab. Wir fahren zu sechst im Auto zu Gosch. Dieser ist knallvoll, doch nach einigem Suchen finden wir ein Plätzchen und genießen den ersten Abend auf Sylt. Danach geht es zu der Ferienwohnung unserer Freunde zum Quatschen. Spät abends fahren wir dann mit dem Taxi zum Dicken. Sonntag scheint endlich einmal die Sonne und wir fahren mit den Rädern über die Insel zur Sansibar. Hier sitzen wir stundenlang auf den Stufen und lassen uns kulinarisch verwöhnen. Der Tisch drinnen ist um 18 Uhr reserviert, für Ute gibt es einen riesigen Burger und für Andy Lamm Karree. Montag geht es wieder mit dem Rad die Küste entlang. Nach einer Stärkung bei Gosch geht es quer über die Insel nach Keitum zur Ferienwohnung unserer Freunde. Unterwegs entdecken wir einen Leuchtturm mit schwarz weißen Streifen und davor, wir trauen unseren Augen kaum, genau so gestreifte Kühe. Sachen gib es – schaut einmal auf das Foto. Heute gibt es einen Spieleabend und da niemand mehr raus zum Essen möchte zaubert uns Annett etwas aus den Beständen des gut gefüllten Kühlschranks. Spät wird es und wir sind froh, dass die Taxifahrerin in den dunklen Gassen das Haus findet und uns zu unserem Dicken bringt. Dienstag ist das Wetter nicht so gut und wir beide schwächeln auf Grund einer Erkältung – oder war es der gestrige Abend? – und bleiben im Dicken. Unsere Freunde machen eine kleine Seefahrt und sind ganz begeistert.  Mittwoch bleibt Ute erst einmal im Dicken, Andy wird mit dem Auto abgeholt. Es geht zur einer stürmischen Strandwanderung, zur Stärkung naschen die Großen am Hafen fangfrische Muscheln und für die Kids gibt es Pommes. Im Hafenbecken tummeln sich zwei Seelöwen und hätten sicher gerne die ein oder andere Muschel abbekommen. Abends geht es dann mit dem Bus zur Sansibar. Leckeres Essen und munteres Quatschen schließen den heutigen Tag ab. Freitag den 13. fahren wir mit dem Rad über Deiche nach Morsum. Der Wind bläst mal wieder recht heftig und so sind wir froh uns in einem Café aufwärmen zu können. Abends holt uns Michael ab und wir gehen in Keitum leckerer essen, ein lustiger Abend. Heimwärts nehmen wir dann ein Sammeltaxi und so fällt der Abschied viel zu hektisch aus. Aber egal, es war eine super schöne Woche mit den vieren und wieder einmal ist die Zeit nur so gerast. Und es war sicher nicht unser letzter Besuch auf Sylt, gell Astrid! :-)

 

 

 

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Sankt Peter Ording

Auf dem Weg nach Sankt Peter Ording fahren wir nach Kappeln. Nettes kleines Städtchen an der Schlei mit einer alten Windmühle, im Ort kaufen wir frisch geräucherten Fisch. Ein kleiner Stellplatz in Lindau kann uns leider nicht aufnehmen, denn die Wiese ist durch den vielen Regen zu aufgeweicht. Der empfohlene CP in Karschau ist ganz in Ordnung, nur wie so oft müssen ausgerechnet heute mit viel Krach die Hecken geschnitten und die Wiese gemäht werden. Dafür gibt es die Waschmaschinen und die Trockner alleine für uns und dies nutzen wir redlich. Am Dienstag fahren wir nach ausgiebigen Duschen weiter nach Schleswig, hier ist es schwer in Stadtnähe zu parken, auch ist der SP am Hafen proppenvoll. Wir finden im Neubaugebiet einen Parkplatz und laufen in die Stadt. Auf dem Weg dorthin finden wir wunderschöne alte Gassen und alte kleinen Häuser, welche mit Rosen bewachsen sind. Der kleine Friedhof ist kreisrund und liegt verwunschen mitten drin. Die Fußgängerzone hat dann die üblichen Geschäfte, in der Backfactory gibt es belegte Brötchen und Kaffee. Auf dem Rückweg besichtigen wir den Petri Dom, dessen Kreuzgang an den schiefen Turm von Pisa erinnert. Auch muss Andy natürlich die 200 Stufen zur Turmspitze erklimmen. An der Schlei sind schöne neue Häuser mit großen Penthouse Wohnungen entstanden, Geld müsste man haben. Am Dicken angekommen entschließen wir uns im nahen ehemaligen Militärgelände zu übernachten. Hier stehen wir direkt an der Schlei und können am Abend dem THW bei einer Tauchübung zusehen. Mittwochs geht es dann nach Sankt Peter Dorf. Hier bekommen wir den vorletzten Platz auf dem CP, denn in der kommenden Woche sind Herbstferien und mit dem 3. Oktober auch noch ein verlängertes Wochenende. Der CP ist sehr gut gelegen nahe einem Einkaufscenter und zu Fuß geht es bequem in den Ort. Donnerstag laufen wir durch den Stadtteil Dorf mit seinen netten Lokalen und Lädchen. Auf dem Deich wandern wir nach St. Peter Bad. Die Landungsbrücke ist beeindruckend lang und der Strand ist weitläufig und heute noch fast leer. Mit dem Bus geht es zurück zum Dicken, heute macht uns Andy leckeres Sauerkraut. Freitag ist dann Haushaltstag und Andy geht endlich mal wieder joggen. Samstag kommen dann unsere Freunde, Britta und Uwe, an und wir gehen lecker Fisch essen. Am nächsten Tag lernen wir Uwe´s Schwester mit Familie kennen. Nun sind wir zu neunt, Anja und Bernd mit ihren Kindern Lara und die Zwillinge Nils und Justin. Gemeinsam laufen wir am Strand entlang und genießen den sonnigen Tag. Montag bleibt Ute im Dicken und Andy lässt mit den anderen Drachen am Meer steigen. Zumindest die Kiddis haben ihren Spaß, denn das Wetter ist mies. Zum Aufwärmen geht es in ein Strandkaffee und hier geht es eng und lustig zu. Am Abend lassen wir uns in dem schon bekannten Fischlokal verwöhnen. Dienstag geht es gemeinsam zum Leuchtturm, der Wind weht recht heftig und die hohe Flut hat den Weg dorthin überflutet. Statt der geplanten Wanderung gehen wir lieber leckere Waffeln in Tating essen. Abends fährt Uwe dann Andy in die Sportsbar nach Bad, sin Fortuna spielt und gewinnt. Lieb, dass Uwe auch bleibt und zurück fährt, es wäre wohl im Dauerregen ein langer Fußmarsch geworden. Da am Mittwoch ein Wochenmarkt in Sankt Peter Dorf ist und wir dort für ein gemeinsames Frühstück einkaufen wollen, geht es für uns um 7 Uhr früh aus den Federn. Die leckeren Einkäufe werden dann mit Britta und Uwe in deren Ferienwohnung verputzt. Es regnet in Strömen und so fallen heute weitere Aktivitäten ins Wasser. Am Abend treffen sich dann alle in der gestrigen Sportbar zum Essen. Das Essen ist super lecker und der Billardtisch wird von den „Jungs“ eine ganze Weile belegt. In unterschiedlichen Teams wird gegeneinander angetreten. Die Mädels quatschen derweil und es ist ein richtig schöner Abend. Donnerstag soll es eigentlich nach Büsum gehen, doch es schüttet aus Eimern und der Wind ist recht heftig. Der Ausweichplan das Multimar Wattforum in Tönning ist natürlich überfüllt, also gehen wir statt dessen ein großes Eis essen. Abends gehen wir dann mit Britta und Uwe in St. Peter Bad Spare Ribbs  satt essen. Freitag wandern wir mit den beiden über den Deich nach Bad und zurück. Zwischendurch werden wir natürlich pitsch nass. Dann ist es Zeit Tschüss zu sagen -wir sind traurig wie schnell die schöne Zeit vorbei ist. Es war eine tolle Woche und wir haben wieder einmal ganz liebe Menschen kennen gelernt.   

 

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Flensburg

Sonntag es geht früh los fahren über Autobahn 400 KM bei April Wetter.

Der SP in Korsoer liegt direkt am Meer. Ein kleiner Hafen mit einem Schotterplatz aber für heute gerade richtig. Montag fahren wir die restlichen 300 KM nach Flensburg, dort hat Ute um 15 Uhr einen Termin beim Arzt. Wir finden einen Parkplatz direkt vorm Haus und - nachdem wir uns bei einem falschen Arzt vorgestellt haben - auch den Hausarzt. Ute´s Wunde ist entzündet und der Arzt meint es wäre gut dass sie Eiter gebildet hat um die Sekrete abzuführen. Der letzte verblieben und in Schweden übersehene Faden wird entfernt und die Wunde wird mit Jod Salbe behandelt. Dannach fahren wir an die Ostsee. Finden einen kleinen CP und gehen spazieren auf dem Weg zum Dicken finden wir einen Italiener und gönnen uns eine Pizza. Dienstag fahren wir zu Bosch, die Bordbaterien werden sobald wir an Landstrom hängen immer weiter geladen da stimmt was nicht. Als der Techniker den Dicken betritt entschuldigen wir uns für den Geruch, denn seit zwei Tagen riecht es nach faulen Eier, wir vermuten dass unser Abwassertank stinkt. Neee sagt er da hat die Batterie abgedampft, ok. Schlimm fragen wir, na kommt drauf an sagt er uns. Nach eingehender Prüfung steht fest die 1 ½ Jahre alten Geelbaterien sind hin, eine kocht gar. Also müssen zwei neue her, Stückpreis 500€ na super. Danach  geht es zu MAN um einen Termin für den TÜV zu machen. Im Anschluss kaufen wir im Mediamarkt eine Satellitenschüssel die automatische auf dem Dach ist wohl nicht zu retten, immerhin hat sie fast 17 Jahre gehalten. Da uns der gestrige CP nicht so gefallen hat versuchen wir einen anderen in Langballigau aus. Nett direkt am Meer und ein kleiner Hafen ist auch in der Nähe, eine Promenade und mehrere kleine Lokal es ist wirklich schön hier. Andy bastelt an der neuen Antenne und Ute ruht sich aus. Mittwoch geben wir unseren Dicken um 9 Uhr bei MAN ab und verbringen 5 Stunden im nahen Fördeparkt. Frisörtermin nach knapp 5 Monaten für Andy und es werden mehrere Kaffee getunken um die Zeit rum zu bekommen, beim Mediamarkt kaufen wir dann eine Trucker Antenne der gestrige Versuch mit der größeren Schüssel scheiterte leider kläglich. Hinzu kommen reichlich DVD´s der Staffel Thrones, der Winter kann kommen! Leider wird der Dicke nicht fertig eine Lenkstange muss bestellt werden und wir dürfen morgen wieder kommen. Abends gibt es leckere Muscheln im benachbarten Restaurant. Um 9 Uhr am Dienstag stehen wir wieder bei MAN auf der Matte und fahren mit dem Bus nach Flensburg rein. Ein schönes Städtchen mit einer langen sehr schönen Fußgänger Zone mit vielen netten Geschäften. Bei MAN zurück erfahren wir, dass er keinen neuen TÜV bekommen hat. Irgendwas mit dem Bremsbild der Bremsschreiben, und nu?. Morgen, der dritte Tag ins Folge, soll nun ein Azubi die Bremsscheiben abschleifen und dann wird es wohl gehen. Oh MAN. Also wieder zurück zum CP. Freitag sind wir wieder pünktlich stehen bei MAN. Fahren mit dem bekannten Bus in die Stadt und gönnen uns ein leckeres Frühstücks Büfett. Laufen am Hafen entlang und schlendern noch einmal die Einkaufsstraße lang. Um 14 Uhr soll der TÜV Mensch am Dicken sein und diesmal will Andy dabei sein. Dieser zeigt im die nun silbrig glänzenden Bremsschreiben und erklärt ihm, dass die Bremsen nur auf 2/3 der Fläche greifen. Als Andy ihn fragt ob den die Bremsleistung darunter leide, meint er nur nein aber wenn sie das Fahrzeug, er meint uuuunseren Dicken, verkaufen dann wolle er bei dem schlechten Bremsbild keinen TÜV geben. Als Andy ihm erklärt, dass wir im Dicken leben und ihn nicht so schnell hergeben werden, war seine Antwort „wenn ich dass gewusst hätte, dann hätte ich auch gestern schon die Plakette erteilt“. Wir verstehen die Welt nicht mehr, außer der Warterei hat uns der Spaß auch noch 1.800€ gekostet. Samstag und Sonntag müssen wir uns ausruhen. Hierzu ist der CP genau richtig, wir schlendern am Meer entlang, kaufen frische Scholle an einem Fischerboot und machen etwas Hausarbeit. Auch schafft es Andy die Trucker Antenne zum laufen zu bringen und nach so langer Zeit gibt es zwei Fernseh Abende.

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Göteborg

Am Freitag fahren wir nach Göteborg. Der CP ist relativ leer und unser Portmonee bald auch 45€ die Nacht der Hammer. Doch die Sonne scheint, kaum zu glauben und wir fahren mit der Straßenbahn in die City. Klasse Einkaufsstraße mit den teuren Marken, eine riesige Mal und wir besichtigen den Hafen. Im einem englischen Pub hat es ab 17 Uhr Happy Hour und da gönnen wir uns ein bayrisches Bier vom Fass. Kurz vor einem gewaltigen Regenguss finden wir auf dem Rückweg eine Pizzeria. Zum Glück es regnet wieder einmal aus allen Rohren, leider werden wir dann auf dem Weg zur Straßenbahn noch so richtig nass, sch... Wetter diesen Sommer. Am CP angekommen sind nunmehr alle Plätze belegt, daher wohl auch die Preise gerade am Wochenende. Samstag fahren wir wieder in die Stadt, sehen uns die Markthallen an – hier gibt es sogar Düsseldorfer Senf - und die kleine Altstadt. Hier ist es gemütlich und eine angenehme ruhige Atmosphäre. Da uns der Pup gestern so gut gefallen hat gibt es dort heute Burger und, natürlich auch ohne Happy Hour, ein Bier. Abends sieht Utes Bein gar nicht gut aus, eine Mischung aus Blut und Eiter. Wir entschließen uns in den nächsten zwei Tagen zügig nach Deutschland zu fahren und dort zu einem Arzt zu gehen.

 

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Auf dem Weg nach Göteborg

Montag geht es dann los, wir verlassen den schönen Glaskogen NP, nicht ohne noch etwas Abenteuer zu erleben. Unser Navi findet eine Route welche uns auf die nächste Landstraße führen wird. Nur wird aus der bekannten unbefestigten Straße ein Wirtschaftsweg und die letzten 12 KM ist es dann mehr ein Wanderweg. Drehen ist nicht und uns dreien wird es immer mulmiger. Andy versucht die beste Spur zu finden, Ute schimpft und macht die Augen zu und der Dicke rumpelt und pumpelt ganz ordentlich. Am Ende sind es 20 recht spanende KM. Es regnet mal wieder ununterbrochen und wir sind nicht gut drauf auch suchen wir mehrfach ein quietschendes Geräusch, das uns beim fahren nervt. Offensichtlich ist der Dicke mit der Auswahl des holprigen Weges nicht einverstanden. Spät kommen wir in Torhättan an. Kleiner SP direkt am gleichnamigen Kanal mit seinen Schleusen. Trotz Regen muss sich Andy dies natürlich ansehen. Der Kanal entstand bereits 1520 und ist nunmehr, nach mehreren Ausbauten, mit dem Göta-Kanal eine Wasserstraße zwischen Göteborg und Stockholm. Dienstag fahren wir zum Krankenhaus und finden keinen Parkplatz für unseren Dicken. Doch ein netter Security Mensch lässt uns auf dem Busparkplatz stehen. Leider bekommt Utes Bein hier keine Nachversorgung, zum ziehen der Fäden verweist man uns zum Jourcentral (Vereinigung von Hausärzten ), allerdings öffnen diese erst um 17 Uhr. Somit füllen wir in der Zwischenzeit bei Lidl unsere Vorräte auf und hier in Schweden können wir nach langer Zeit zu vernünftigen Preisen viel Obst einkaufen. Wieder einmal ist etwas defekt, diesmal trifft es unsere neue WLAN Antenne. Andy verbringt 2 Stunden mit der Fehlersuche und findet zum Glück einen geduldigen Ansprechpartner am Telefon. Leider nicht mit dem erwünschten Erfolg - irgendwo sitzt ein Wackelkontakt und den kann auch der nette Herr per Ferndiagnose nicht feststellen. Schade, mit der zusätzlichen Antenne haben wir in den letzten Monaten immer wieder freie Netze „anzapfen“ können und auch die vorhandenen wurden gut verstärkt. Um 17 Uhr stehen wir in der Schlange vorm Ärztehaus und erhalten die Nummer 5. Eine ältere Ärztin schaut sich Utes schlecht verheilte Wunde mit einem komischen Gesicht an. Das einzige was wir von ihr, auf Grund fehlender englischer Kenntnisse, erfahren ist, dass Ute in den nächsten Tagen nicht im See schwimmen gehen sollte. Dies trifft Ute als „Wasserratte“ natürlich recht hart. Wieder zurück am SP treffen wir laute Musik und viel Kindergejohle vom nahen Fußballfeld an. Abends schaut Andy noch einem Schiff zu welches die 4 Schleusen überwindet und wird, wie sollte es auch anders sein, patsch nass.

 

 

 

Die ersten Pläne zu einem schiffbaren Wasserweg vom Vänern zur Nordsee stammen aus den 1520er Jahren. Die erste Schleuse wurde 1607 bei Lilla Edet in Betrieb genommen. Die nächsten Schritte zum Ausbau betrafen den Oberlauf des Göta älv und waren erst im Jahre 1800 beendet. Die größten Schwierigkeiten bereiteten die Stromschnellen von Trollhättan, an denen der Göta älv eine Fallhöhe von 32 Metern hat.

 

 

Noch heute kann man in Trollhätte drei Generationen von Schleusen bestaunen. Die ersten Schleusen wurden zwischen 1793 und 1800 in den Fels gebaut. Sie galten damals als 8. Weltwunder.[1] Bereits 1832 waren diese Schleusen jedoch zu klein, da der nun eröffnete Göta-Kanal für Schiffe bis 7m Breite und 30m Länge ausgelegt war. Daher wurden bis 1844 die „mittleren“ Schleusen gebaut, in genau der gleichen Bauart und -größe wie jene des Göta-Kanals. Sie bestehen aus 2 unteren, 4 mittleren und 3 oberen Schleusenkammern. Beide Schleusentreppen sind noch zu sehen, allerdings sind die Zufahrten teilweise zugemauert und können nicht mehr passiert werden.

 

Die heutigen Schleusen für Schiffe bis 88m Länge wurden 1916 eröffnet. Sie verlaufen südlich der Schleusentreppe von 1844. Die Schleusentreppe besteht aus 3 unteren und einer oberen Kammer, die von einem kleinen künstlichen See getrennt werden, der noch von der Schleusentreppe von 1844 stammt.

 

 

 

 

 

Mittwoch fahren wir Richtung Meer und kommen bei IKEA vorbei. Dort verbringen wir 3 Stunden, mit der Ausbeute von 4 Teppichen, einem Moskitonetz und Duftkerzen sowie mehreren „Kleinigkeiten“. Als wir unser Schnitzel mit Pommes essen geht draußen mal wieder die Welt unter - es regnet in Strömen. Den SP in Smögen gibt es leider nicht mehr dafür stehen hier neue Häuser direkt am Hafen. Also stellen wir uns zu den anderen WoMo´s auf einen Schotterplatz vor einem Lebensmittelgeschäft - nicht gerade leise, aber es geht. Sonst geht heute nichts mehr. Zumal Utes Bein schmerzt und blutet. Donnerstag schauen wir uns den Ort an, super schöne bunte Holzhäuser und ein 1 KM langer Steg, den Smögenbryggan, ist zu erkunden. Leider sind fast alle Geschäfte und Lokale geschlossen. Im Outdoor Laden ist alles stark reduziert und es gibt noch einmal 30%, so ergattert Andy eine neue Laufgarnitur, denn seit längerem will er wieder mit dem Joggen anfangen. In Marstrand finden wir einen netten Platz direkt am Meer. Wir laufen ins Städtchen, da es jedoch 17 Uhr ist fahren wir nicht mit der Fähre zur nahen Insel rüber. Auf Marstrandsö befindet sich die Festung Carlsten und viele aus Holz gebaute Häuser nach mittelalterlichem Grundriss, aber 13€ hin und rück sind uns dann doch zu viel. So sehen wir uns den Hafen und die neu errichteten weißen Häuser an.

 

 

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Glaskogen Nationalpark

Sonntag geht es Ute nicht so gut, und da die Sonne mal scheint sitzen wir vorm Dicken.

 

Auf dem Kanal ist viel los und so beobachten wir die vorbeiziehenden Boote. Montag, es regnet, was auch sonst, schlafen wir lange und dann geht es gemütlich nach Mariestad. Die zwei SP am Hafen sind uns zu laut, also fahren wir auf einen schöner CP in der Nähe direkt am Vänern See. Die Rezeption ist geschlossen, aber ein Infoblatt besagt wir können auch telefonisch einchecken, gesagt getan und Andy spricht mit einer Dame in Stockholm. Nach Austausch der benötigten Daten bekommen wir einen Code welcher ein Schließfach öffnet und hierin liegt dann ein Umschlag mit Chipkarten und einem Schlüssel für die Stromsäule. Hier fühlen wir uns wohl, schön angelegter Platz am See, außer uns sind nur wenige Dauercamper da und dank WIFI kann Andy Fußball schauen. Am nächsten Tag laufen wir nach Mariestad, viele alte Holzhäuser und eine nette Innenstadt, unzählige Pizzerien und ein kleines Einkaufscentrum. Hier ersteht Andy eine weiße und eine rote Stoffhose zu psst je 12€ - Sylt kann kommen, macht bestimmt Eindruck bei den feinen Pinkeln – aber hierzu im Oktober mehr. Mittwoch fahren wir mit dem Dicken spazieren, es ist kein schönes Wetter und was wollen wir machen. Die Halbinsel ... – Touristen Highlight in Schweden – soll schöne Streckenabschnitte mit vielen tollen Stränden haben und im Sommer sehr beliebt sein – hä wir haben Anfang September und alles ist zu??? Auch könnten wir für 240.000 € eines der neuen Ferienhäuser kaufen, 80 qm auf 100 qm Grundstück, geht’s noch? Für die wenigen Tage im Jahr – neee danke. Nähe Kristinehamn schauen wir uns die Picasso Statue aus 1965 an. Hier übernachten wir auf dem Parkplatz, alleine und absolut ruhig. Donnerstag füllen wir bei Lidl unsere Vorräte auf und Andy wird von einem Typen angesprochen, ob wir nicht alte Zeitschriften hätten. Haben wir natürlich nicht, sind ja nun fast 4 Monate unterwegs und auch haben wir alles auf elektronische Zeitschriften umgestellt – schade kann man nichts machen, meint er. Mit den wenigen Euro für gesammelten Pfand käme er klar aber eine deutsche Zeitschrift hin und wieder, fehle ihm dann schon sehr. Schade, hätten ihm gerne geholfen. Im Anschluss bummeln wir durch Karlstad. Nix besonderes, da alles im zweiten Weltkrieg zerstört und nicht schön wieder aufgebaut wurde. Auf dem Marktplatz bekommen wir an einem Stand keine Pommes gekauft, warum auch immer geht dies wohl nur in Verbindung mit Kebab oder Burger - wir verstehen kein Wort, also ab zum Burger King. Danach fahren wir kleine schöne Straßen zum Glaskogen Nationalpark. Herrliche Landschaft, toller Wald und mittendrin der CP. Es ist traumhaft ruhig hier, die einzelnen Parzellen sind im Wald verteilt. Am ersten Tag erkunden wir die Gegend und melden uns an, irre die Saison geht nur von Ende Juni bis Mitte August, dann ist die Rezeption nur noch 4 Stunden am Tag besetzt und Ende September ist alles vorbei. Schön hier im Nationalpark, man kann Kanadier mieten und tagelang auf den umliegenden Seen fahren oder die vielen Wanderwege nehmen. Am Abend stehen einem dann Hütten mitten in der Pampa zur Übernachtung zur Verfügung, mit Trockenklo und Wasser aus dem Bach. Für die Feuerstelle liegt Brennholz bereit. Am zweiten Tag wandert Andy eine Runde und kommt mal wieder ordentlich aus der Puste. Es geht auch hier über Stock und Stein und bergauf und bergab. Abends machen wir dann ein Feuer, jeder Platz hat eine eigene Feuerstelle, echt romantisch, wenn es Ute nicht am Rücken so kalt wäre J. Hierbei haben wir einmal Glück, denn kaum ist das Holz runter gebrannt fängt es wieder an zu regnen. Dies ist wirklich ein großer Wermutstropfen in der schönen Natur hier in Südschweden, wir haben Aprilwetter im September. Viel Regen wechselt sich mit wenigem Sonnenschein ab und es sind gerade einmal 12 bis 13 Grad. Dennoch unternimmt Andy am dritten Tag hier im Park eine weitere Wanderung, wieder kleine Wege hoch und runter und über unwegsame kleine Wege, heute noch garniert mit Matsch, überfluteten Abschnitten und Bächen, die nicht immer zu überspringen sind, doch die inzwischen 10 Jahre alten Wanderschuhe halten dicht, dank guter Pflege J oder so. Ein weiterer Abend am Lagerfeuer fällt leider buchstäblich ins Wasser. Schade, eigentlich hätten wir es hier mit besserem Wetter noch ein paar Tage mehr ausgehalten. So wollen wir morgen weiter, auch sind die Fäden an Utes Bein nunmehr 15 Tage alt und sollen raus.

 

 

 

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Tiveden Nationalpark

Nach 7 Übernachtungen ohne Entsorgung müssen wir heute los. Wir lassen uns mal wieder Zeit, diesmal mit reichlich schmerzhaften Argumenten. In Kürze erreichen wir Mortala, um zum SP zu kommen "übersieht" Andy diesmal ein 3,5 Tonnen Schild, aber die Brücke hält😎 Zwar können wir hier wirklich an einem Bodenauslass entsorgen, auch ist der Platz mit direkter Lage am See und Blick auf die Stadt sehr schön, doch in der kurzen Zeit unseres Versorgungsstopps fahren mehrere Züge auf der nahen Bahnstrecke vorbei und dies ist uns, zumal die letzten Nächte schön ruhig waren, zu laut. Ein Blick auf die App lässt uns in 30 KM bei Askersund einen nett beschriebenen CP finden und los gehts. Der CP klein und fein, ein wenig nah an der Bundesstraße, aber wir bleiben. Am Mittwoch schlafen wir wieder einmal lange, nach dem dritten Kaffee drängt Andy zum Aufbruch, geht ins Bad und schafft es doch glatt, einen Ablagekorb ins offene Klo zu entleeren. Einige Dinge lassen sich raus fischen, aber alle? Ist ihm zu heikel, könnten doch die nicht gefunden Teile den Häcksler zerstören. Da die Sonne scheint und Ute sich eher noch ausruhen mag, baut Andy das Klo aus. Nun kennt er auch diese Schrauben am Dicken, wir sind gespannt wie viele noch folgen. Gefunden hat er dann eine Nagelschere, diese hätte wirklich das aus Plastik bestehende Häckselwerk einigen Schaden zufügen können. Nebenbei ein Klön mit den neuen Nachbarn und dann ist der Pott wieder drin. Blöd nur, dass beim ersten Funktionstest Wasser unten raus läuft. Scheinbar ist eine Schraube oder ein Dichtungsring nicht fest genug angedreht. Also alles wieder raus, boh eh dat Ding wiegt! Im zweiten Anlauf klappt es dann und da die neuen Nachbarn vorbei schauen gibt es auch noch nen längeren Klön. Was Ute nur zu der Äußerung hinreißen lässt - na da ist die Schwatzbacke ja wieder. Doch Helga und Erwin sind wirklich nette Menschen und vielleicht lassen Sie sich ja vom längeren Leben im Wohnmobil anstecken. Zumindest haben sie ihrem Pössel auch den Namen "Dicken" gegeben😄 Am Donnerstag regnet es leider wieder einmal, so lassen wir uns Zeit. Füllen noch unseren Fischwassertank auf und kaufen in Askersund ein. Salat und Getränke und vor allem neue Pflaster, denn die braucht Ute's Bein. Danach geht es in den Nationalpark Tivedens. Hier hat umfangreiche Forstwirtschaft nie stattgefunden, sodass viele Bäume 200 und einige bis 400 Jahre alt sind. Die Verschiebung der Kontinentalplatten vor Millionen Jahren und die letzte Eiszeit haben eine recht unzugängliche Landschaft geschaffen. Die muss Andy natürlich erkunden. Am Eingang des Parks trifft er einen Wildhüter welcher ihm lange die Geschichte des Parks erzählt. Wie die großen Steine hier her kamen und warum die Felsen so eigenartige Schrammen haben. Hier hat sich das 2 bis 3 KM dicke Eis der letzten Eiszeit mehrmals hin und wieder zurück bewegt. Auch zeigt er ihm auf der Karte die schönsten Stellen. Das ist niemals auf einer Wanderung zu schaffen, aber eine kleine Runde von 1,5 Stunden begeistert sehr. Es geht hoch und runter, sprichwörtlich über Stock und Stein, unter großen, nur auf wenigen Zentimetern ruhender Felsblöcken entlang und durch uralten Wald. Echt klasse, wenn auch schweißtreibend und mit den leichten Schuhen eine rutschige Angelegenheit. Ute hat sich in der Zeit ausgeruht und ihr Bein geschont. Am Rand vom Nationalpark gibt es das malerische Herbergsdorf Tivedstorp, dies hat auch einen kleinen Stellplatz mit einem süßen Betreiber - Originalton Ute. So ruhig und vor allem in totaler Dunkelheit haben wir lange nicht gestanden. Am Freitag lacht die Sonne und es gibt ja noch so viel zu sehen im Park, da kann Andy nicht anders und muss noch einmal los,  diesmal die mittlere Runde. Ute bleibt wieder im Dicken, doch auch gesund sind die Wanderwege nix für sie. Es geht immer bergauf und bergab, über Wurzelwerk und Steine. Sehr schön, aber echt anstrengend und schweißtreibend. Nach über 3 Stunden ist Andy am Parkplatz zurück und läuft einem Ranger über den Weg. Dieser fragt ihn ob alles ok sei oder er Hilfe braucht. Neee - so sieht Andy halt immer aus wenn er sich anstrengt , triefend nass geschwitzt halt. Die Tüte, die Andy in der Hand hält, könne er dort in den Mülleimer werfen - von wegen, "da sind doch die gepflückten Blaubeeren für meine im WoMo wartende Frau drin". Da will der Ranger sich nicht lumpen lassen und holt einen Steinpilz aus dem Kofferraum, mit dem könne Andy dann seiner Frau am nächsten Morgen ja ein Omelett backen. Sachen gibt’s.... Da heute Deutschland in der WM Qualifikation spielt und es auf dem in der Nähe befindlichen ruhigen gestrigen Platz kein WLAN gibt, sucht Andy einen Stellplatz am Götakanal in Karlsborg aus. Wird echt Zeit, dass wir bei einem Händler in Deutschland unsere Satelliten Antenne repariert bekommen. Ein kleiner Ort, und am Hafen gibt es einen SP mit super neuem Sanitärhaus. Ein offenes WLAN gibt es auch, nuuur um 8 Uhr kommt ein Ausflugsschiff an  und die Musik begleitet uns bis spät abends. Vor allem beklagt Ute den fehlenden Rhythmus des Alleinunterhalters.

 

Am Samstag werden wir von einer lauten Ansager Stimme geweckt, direkt vor unserem Dicken findet ein Triathlon statt. Wir haben kaum die Klüsen auf und die Athleten flügen schon durchs Wasser. Klar wird es heute mal ein schnelles Frühstück, denn da muss Andy zusehen, ist sein letzter aktiver Triathlon doch schon fast 25 Jahre her. Ute geht es mit ihrem Bein und vor allem den Rippen noch nicht so gut, so wird es eine kleine Runde. Da mit Radfahren im Moment nichts ist, fahren wir halt mit dem Dicken am Götakanal lang. Wir schauen uns ein, zwei Örtchen am Kanal an und finden dann eine kleine Wiese direkt am Ufer. Schön hier.

 

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Unfall auf der Fahrradtour

Am Freitag regnet es mal wieder wie verrückt und wir bleiben im Dicken. In einer Regenpause sehen wir uns die 7 hintereinander liegenden Schleusen an. Schon beeindruckend was hier mit Hacke und Schaufel geschaffen wurde. Am Samstag kommt die Sonne erst mittags durch, aber dann schwingen wir uns auf die Räder und es geht los. Im 21 KM entfernten Borensberg soll es ein nettes Café geben und dort geht es hin. Doch der Wind von vorne weht recht heftig und so wird der inzwischen schlappe Akku von Ute´s Rad schnell leerer. Das beschriebene Café hat heute Mittagsbuffet und das ist auch schon recht abgegessen - da essen wir doch lieber eine Pizza im Ort. Es ist schon nach 4 Uhr und wir wollen uns auf dem Rückweg sputen, doch der Wind hat sich gelegt – kein Rückenwind – wie kann es auch anders sein – und nun soll der Akku von Ute´s Rad mal zeigen was er noch drauf hat. Nicht viel, denn die Anzeige geht immer weiter runter, Andy´s Akku ist noch frischer und hält besser, also hilft Andy immer wieder und schiebt Ute ein paar mal. Klappt soweit ganz gut nur sind in der Mitte des Weges immer wieder Grasstreifen und so ist es nicht leicht neben einander zu fahren. Nach einer kleinen Pause geht es weiter und dann passiert es. Beim schieben berühren sich die beiden Lenker und wir können die Räder nicht halten und fallen hin. Leider passiert dies so schnell und unverhofft, dass wir nicht mehr reagieren können. Ute fällt gegen Andy und beide gehen wir zu Boden. Es scheppert und nun liegen wir da, Andy unten am Boden, auf ihm sein Rad, auf seinem Rad Ute und drüber Utes Rad. Beide haben Schmerzen doch Aufstehen geht erst einmal nicht. Andy´s Beine sind unter den Rädern und Ute hängt irgendwie fest wie sie meint. Alles tut weh, beide jammern wir, doch wir müssen aufstehen. Dies ist mit weiteren Schmerzen verbunden, doch Andy wurschtelt sich frei und sieht dann das Dilemma. Ein Knäul von Rädern und Ute mittendrin. Ein Stück des Gepäckträgers hat ihr den Unterschenkel aufgerissen und sie kann sich nicht bewegen. Nachdem Andy sie von den Rädern befreit hat legt er Ute auf die Picknickdecke und schaut sich die Wunde genau an, sieht echt fies aus. Doch was nun - mit den Rädern fahren ist nicht, zumal Ute zitternd am Boden liegt und um Hilfe zu rufen müssten wir erklären können, wo genau wir hier sind. Also ausharren; es waren doch immer andere Radfahrer unterwegs, doch 20 Minuten kommt keiner vorbei, es fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Endlich kommen zwei Jogger, und es sind - wir können es nicht glauben - junge Ärzte. Sie untersuchen Ute, sprechen uns gut zu und organisieren einen Krankenwagen. Welch ein Glück im Unglück. Der Krankenwagen kommt und Ute wird erstversorgt. Ihr schmerzt das Bein aber schlimmer ist der hintere Brustkorb, dort ist sie wohl auf Andy gefallen. So bekommt sie Schmerzmittel um überhaupt auf die Trage zu kommen, die beiden Sannis fahren am Dicken vorbei damit Andy alles einpacken kann und dann zum Krankenhaus folgen soll. Gesagt getan und dann noch eben die Räder einsammeln. Dabei bemerkt Andy erst, was er so abbekommen hat. Das linke Knie, die linke Hüfte und vor allem der linke Ellenbogen haben den Sturz wohl aufgefangen, sieht aus wie bei einem Sturz der Radfahrer bei der Tour de France. Fühlt sich auch so an und dem Rücken, da wo Ute auf ihm gelandet ist, geht es nicht viel besser. Aber was soll´s – auf geht’s zum Krankenhaus nach Linköping, Schwedens fünft größte Stadt, mit dem neuesten Krankhaus Schwedens. Finden ist das eine, doch wie reinkommen? Um 20 Uhr schließen die Pforten, keiner meldet sich an der Klingel, doch da kommt jemand mit einem Ausweis und nimmt Andy mit rein. Puh geschafft denkt er, aber weit gefehlt - wie im Gruselkrimi irrt er 20 Minuten durch ein riesiges aber menschenleeres Gebäude. Erst dann findet sich eine Krankenschwester die ihm den Weg zur Notaufnahme zeigt. Darauf angesprochen, dass es irgendwie komisch ist so allein, meint sie nur alles ist neu und noch nicht richtig ausgeschildert und verlaufen täten sich hier viele, naja. In der Notaufnahme liegt dann Ute, nix ist passiert und das warten ist nervig. Ein junger Arzt, erst 28 Jahre alt, näht dann Ute´s fast 15 cm lange Wunde am Bein mit 8 Stichen, und zum Glück ergibt das Röntgen „nur“ eine Prellung an den Rippen. Nachts um 1 Uhr fahren wir dann durch die Stadt zurück nach Berg. Erst hier muss dann Andy seine Wunden selbst versorgen, kein Sanni, kein Arzt, keine Krankenschwester hat den blutenden Ellenbogen oder das Knie auch nur angesehen, jammern will halt gelernt sein :-( Die nächsten beiden Tage verbringen wir dann auf dem SP am Kanal, nicht wirklich schön, ohne Versorgung aber zumindest das WLAN funktioniert recht gut. Scenen wie im Lazarett: mal jammert der eine, mal stöhnt der andere,  es hat uns ordentlich zerbröselt.

 

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Hjälmare und Göta Kanal

Dienstag müssen wir erst um 15 Uhr den CP verlassen, also lassen wir uns Zeit. Es geht grobe Richtung Göteborg. In Mariefred fahren wir auf den CP da der Stellplatz direkt am Wasser nicht mehr existiert. Mittwoch geht es zum Gripsholms Schloss welches 1537 erbaut wurde und vor allem bekannt durch Tucholkys Erzählung „Eine Sommergeschichte“. Es ist ein schönes zur Festung ausgebautes Schloss. Im Anschluss machen wir einen Rundgang durch Mariefred. Weiter fahren wir nach Strängnäs, wieder ein schöner kleiner Ort mit Marina und schöner Lage an einem der unzähligen Seen hier in Schweden. Wir kaufen bei Lidl ein und machen einen Rundgang. Der SP ist uns hier aber zu laut und so fahren wir weiter. Wir fahren zum Hjälmare Docka, dies ist ein altes Trockendock am Hjälmare Kanal, dem ältesten von Menschenhand gegrabenen Kanal Schwedens, der den Hjälmare See mit dem Galten und damit mit dem Mälarsee verbindet. Wir fühlen uns wie am Canal de Midi in Frankreich, super schön hier. Bei der Anfahrt „übersieht“ Andy ein 4 Tonnen Schild an einer Holzbrücke, aber es geht alles gut, der Dicke ist wohl doch nicht so schwer J. Schön aber leider etwas laut ist es hier, da gerade ein Schiff im Trockendock renoviert wird.  Also fahren wir am nächsten Tag 15 KM über eine Schotterstraße, um nicht noch einmal das gestrige Schild übersehen zu müssen. Gegen 14 Uhr landen wir in Berg Slussen (ingesamt 11 Schleusen) am Göta Kanal. Dieser verbindet die Städte Trondheim und Göteborg. Der Göta Kanal verbindet seit 200 Jahren die Ostküste Schwedens mit der Westküste. Er ist ein von Hand ausgehobener Kanal mit 58 Schleusen, Treidelwegen, Mauern und Dämmen. Nach seiner Einweihung im Jahr 1832 diente er zunächst als wichtiger Transportweg, inzwischen ist er eine große touristische Attraktion und ein Urlaubsparadies. Vor allem kann man am Ufer entlang schöne Radtouren unternehmen und dies wollen wir in den nächsten Tagen auch machen

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Stockholm

Auf dem Weg nach Stockholm entern wir noch einen Lidl und gönnen uns bei McDoof einen Burger. Der CP im Stadtteil Bredäng ist zwar eher zweckmäßig doch liegt er nahe der Tunnelbahnen, eine Art U-Bahn, von wo aus wir in 20 Minuten mitten in der Stadt sind. In der Nacht und am nächsten Morgen regnet es wie verrückt, doch am frühen Nachmittag können wir dann los. Wir fahren bis zur Centralstation und gehen zur Altstadt Gamla Stan, das Wetter ist nun auf unserer Seite. Trotz vieler Menschen sind wir begeistert von der auf einer Insel gelegenen Altstadt, zudem finden eine Pizzeria, deren Pizzen sehr lecker sind.  Danach noch ein Blick auf die Kreuzfahrt Schiffe und wieder geht´s zurück zum CP. Sonntag fahren wir wieder in die Stadt und gehen zum Vasa Museum (ein gut erhaltenes Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert, das auf der Jungfernfahrt 1628 sank), dort ist jedoch die Hölle los. Den beschriebenen Informationsfilm im Museum könnte Andy eh nicht hören. Seit gestern sind beide Ohren zugefallen und mit hören ist fast nichts mehr. Also schlendern wir an der Uferpromenade lang, bewundern die vielen alte Holzboote. Ein großer Teil ist bewohnt und zwei weitere alte Schiffe können besichtigt werden, dies ohne Eintritt. Die Sankt Erik ist ein als Museumsschiff genutzter schwedischer Eisbrecher und die Finngrundet fungierte als Leuchtschiff als es noch keine Leuchttürme in Schweden gab. Mit einem Pendelboot fahren wir rüber zur nächsten Insel und laufen dann wieder Richtung Gamla Stan. In den Gassen finden wir einen Imbiss und essen Döner in einem kleinen Biergarten. Unterhalten werden wir von einer Familie, erst kommen zwei kleine Jungs mit ihrer Mutter an, etwas später folgt der Vater mit einem Sohn und einer Tochter, die zählt die Stühle am Tisch durch und setzt sich an den nächsten - hä? Warum wird in der nächsten viertel Stunde klar: es folgen noch zwei weitere Töchter und der älteste Sohn. Wer mitgezählt hat: es sind 7 Kinder. Am Montag geht es schnurstracks zum Arzt, hier werden wir gefragt, ob eine Wartezeit von 60 Minuten für uns ok ist oder ob versucht werden soll in der Nähe einen schnelleren Termin zu bekommen. Da sind wir bei deutschen Ärzten, zumal ohne Termin, andere Wartezeiten gewohnt, also bleiben wir. Und nach einer halben Stunde ist Andy schon dran, nach kurzem Blick in die Ohren bekommt er diese dann ordentlich gewaschen. Nachdem unter viel Einsatz von Wasser alles frei gespült ist, kann er wieder alles hören. Die Benutzung von Ohropax ist wohl schuld, aber Nachts im Dicken nicht immer zu umgehen, denn ganz ohne Umgebungsgeräusche stehen wir selten und bei den vielen Wasserfällen in Norwegen hat er dann wohl die Dinger hin und wieder zu tief ins Ohr gedrückt. Da uns die gestrige Runde am Wasser entlang gut gefallen hat, wollen wir diese noch einmal machen, erst geht es aber zu den Markhallen Östermalms Saluhall. Leider werden diese gerade renoviert doch die Ausweichhallen sind auch ganz nett anzusehen und es gibt eine leckere Fischsuppe für Andy und einen großen Salat für Ute. Am Ufer angekommen sitzen wir lange in einem Lokal am Wasser. Nach dem bekannten Rundgang von gestern fahren wir diesmal mit dem Schiff zur Tunnelbahnen und fahren ein letztes Mal zum CP. Es waren drei wunderschöne sonnige Tage in einer unserer Traum Städte. Dienstag müssen wir erst um 15 Uhr den CP verlassen, also lassen wir uns Zeit. Es geht grobe Richtung Göteborg.

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Entlang der schwedischen Ostsee

Die nächsten Tage fahren wir jeden Tag so um die 300 KM gen Süden auf der große Straße E4, auf dieser besteht immer wieder die Möglichkeit links abzubiegen, was wir grenzwertig finden bei dem starken Verkehr, zumal beim wieder auffahren beide Spuren zu beachten sind. Unterwegs treffen wir einen Fahrradfahrer aus Ungarn, diesen kennen wir vom Nordkapp. Dort erzählte er, dass er in 30 Tagen 4.500 KM bis dorthin gefahren sei. So ganz geglaubt hatten wir es ihm nicht, 150 KM an jedem Tag. Doch nun müssen wir ihm wohl recht geben, denn wenn er mit uns am selben Tag am Nordkapp los gefahren ist, hat er bis hierhin wieder ca. 140 KM am Tag gemacht. Irre und wir schätzen ihn so auf 70 Jahre. Die gerade Strecke macht müde und bis auf Bäume und hin und wieder die Ostsee gibt es nicht viel zu sehen. Am nächsten Tag überholen wir wieder den Ungarn. Für uns wäre dies nix, stark befahrene Straße, die LKW rauschen nur so an ihm vorbei. Zwischendurch entern wir Lidl und einen Mediamarkt. Die Bausubstanz hier in Sundsvall erinnert uns sehr an den früheren Osten. Abends landen wir an einem kleinen Stellplatz, direkt an einem kleinen Hafen und neben einem urigen Lokal. Es gibt zwei große Bäder und das Wifi ist weltklasse. So stehen wir hier ruhig und mitten in der Natur für die nächsten 4 Nächte, erkunden die Gegend mit unseren Fahrrädern und sehen viele schöne Holzhäuser und finden ein Fischgeschäft wo man sich aus mehreren Kühlschränken selber bedient und das Geld in ein Fach legt. Dies machen wir dann zweimal ausgiebig und es gibt leckere Lachsforelle und andere geräucherte Fische zu essen. Am Mittwoch fahren wir los, denn unsere Tanks sind mal wieder falsch rum voll bzw. leer und entsorgen geht hier leider nicht. Um nicht wieder die autobahnähnliche E4 zu fahren nehmen wir die parallel führende alte Bundesstraße, hier sehen wir immer wieder hübsche Häuser und große alte Gehöfte. Nach einer längeren Fahrt durch dichten Wald landen wir abends in Hallnäss, wieder direkt an einem kleinen Hafen. Am Donnerstag scheint die Sonne so klasse, dass wir uns spontan entscheiden noch einen Tag zu bleiben mit einem leicht mulmigem Gefühl, da wir auch gestern nicht entsorgen konnten - die Möglichkeiten sind in Schweden arg eingeschränkt, selbst auf CP ist dies für uns nicht immer möglich. Doch wir sitzen den ganzen Tag vorm Dicken, genießen die letzte Flasche Sommerwein von Schneider und Andy versucht sich im Angeln. Die schwedischen Fische scheinen nicht auf die Blinker zu stehen wo doch in Norwegen so viel angebissen haben. Abends gibt es noch einen Sonnenuntergang like Karibik - super. Auch sind wir in den Abendstunden begeistert von dem Gewimmel, das hunderte von Fischen bei der Jagd nach Insekten veranstalten, unglaublich. Am nächsten Morgen brechen wir dann Richtung Stockholm auf. Wir sind schon sehr gespannt.

 

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Wir fahren wieder Richtung Süden

Es geht nach Gjesvier - hier gibt es auch eine Vogel Safari zu den Papageientauchern. Nun sind wir mal früh dran und dann so was: als wir um 10 Uhr ankommen geht das Boot gerade raus und die nächste Tour ist erst um 16:30 Uhr. Wir sind eh mit unseren Gefühlen etwas durcheinander, ein lang gestecktes Ziel haben wir erreicht und nun? Auf alle Fälle nicht stundenlang hier rumstehen. Von Manfred hatten wir einen weiteren Ort empfohlen bekommen und dann fahren wir halt los. Auf dem Weg nach Havoejsund begegnen wir einigen Rentierherden und es ist eine wirklich traumhafte Strecke am Fjord entlang und immer wieder geht es ein Stück hoch und wieder runter. Ute fährt das erste mal eine Strecke mit dem Dicken, klappt soweit ganz gut nur versucht sie immer mit dem rechten Vorderrad in den Graben zu fahren – ist zumindest das Gefühl von Andy, als Beifahrer ist er sonst ja seltenst unterwegs. Das werden wir üben! Im Ort selbst springt der Funke nicht über, trotz eines Festes. Der Nachbar spricht von Musik in der letzten Nacht bis 3 Uhr in der früh – trotzdem  bleiben wir. Zum Glück bleibt uns die Musik erspart und wir schlafen sehr ruhig. Sonntag geht es Richtung Alta, also wieder zurück. An einem Wasserfall machen wir eine Pause, Ute ruht sich aus und Andy muss natürlich da hoch. Ein schöner Weg mit toller Aussicht ist der Lohn dafür. Hinter Alta finden wir einen netten CP. Heute ist nach langer Zeit mal wieder ein Haushaltstag angesagt. Der Sauger kommt aus seinem Versteck und 4 Waschmaschinenladungen werden es dann. Am Dienstag kaufen wir ein letztes Mal in Norwegen ein und dann geht es Richtung Finnland. Die Fahrt geht über eine Hochebene und ist ganz entspannt. Tagsüber scheint immer wieder die Sonne, doch pünktlich an unserem Ziel in Muonio fängt es an zu schütten. Ist doch klar (oder?) wer zur Rezeption geht und sich nasse Füße holt! Mittwoch kommen wir noch später los, denn die Finnen sind eine Stunde voraus und so ist es eine kurze Strecke heute. Auch übernimmt heute Ute wieder einmal das Steuer, bis zu einer Baustelle, diese ist „nur“ 46 KM lang und hat häufig Schotterstrecken mit Schlaglöchern. An den Stromschnellen Kukkolaforsen in Finnland dürfen wir uns auf die Wiese stellen. Andy schaut gebannt den Fischern zu. Diese fangen Felchen auf dem Weg zu ihren Laichgründen mit einem Köcher. Da um 6 Uhr Nachmittags der Fang aufgeteilt wird kann Andy einiges in Erfahrung bringen. Es dürfen in der Zeit der Fischwanderung bis zu 5 Männern fischen, dies dann aber Tag und Nacht. Der Fang wird dann einmal am Tag aufgeteilt, es bekommen die Fischer ihren Anteil aber auch Landbesitzer vom Ufer, hohe Dorffunktionäre und wer weiß wer noch ihren Anteil. Sieht ja nach richtig viel Fisch aus ,sagt Andy einem der Anwesenden, pah, meint der, heute fängt jeder so zwischen 120 bis 150 Felchen, vor 20 Jahren waren es noch bis 2500 je Fischer, tja wenn man den Fisch auf dem Weg zum laichen fängt..... Der fangfrische Fisch wird zum Teil an Ort und Stelle geräuchert - super lecker ist es schon. Donnerstag geht es weiter über die Grenze nach Schweden, hier treffen wir nach langer Zeit auf größere Ortschaften und auch die Straßen sind breiter und voller.

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Nordkapp

Leider regnete es am Dienstag  mal wieder und die Aussicht ist längst nicht so schön wie gestern. Über die E6 geht es weiter nach Norden, nicht ganz so schön oder sehen wir nur nichts? Da wir die letzten beiden Tage gutes WLAN hatten und entsprechend lange im Internet Fernsehen gesehen haben ist heute ein kurzer Fahrtag und so landen wir früh am Nachmittag bei den Malselvfossen. Hier gibt es Stromschnellen mit einer knapp 500 Meter langen Lachstreppe, die schauen wir uns noch an bevor es heute mal früh ins Bett geht. Mittwoch ist ein langer Fahrtag und es ist nicht viel zu sehen. Auf dem CP Arctic Fjord in Storeng finden wir einen ruhigen Platz mit schöner Sicht auf den Fjord. Donnerstag geht es weiter Richtung Norden bei Aprilwetter. Wir füllen noch einmal in Alta unsere Vorräte auf und weiter geht’s gen Norden.  In Porsanger finden wir einen Parkplatz neben einer Kirche. Die Nacht ist super ruhig und morgens sehen wir eine Rentierherde direkt am Dicken.  Früh geht es los und wir erreichen mittags endlich das Ziel Nordkapp. Auf dem Weg dorthin müssen wir immer wieder anhalten um Rentiere über die Straße ziehen zu lassen, ganz begeistert sind wir von einigen Möwenfelsen direkt neben der Straße. Wir haben Glück: kein Nebel am Nordkapp, gar ein wenig Sonnenschein und da der Parkplatz nur für 24 Stunden möglich ist und 54 € kostet bleiben wir hier. Beim Rundgang durch das Museum  bekommen wir einen Flyer, auf welchem für ein Brunch geworben wir. Leider nur von 6:30 bis 9:00 Uhr. So stehen wir Samstag um 6:30 Uhr auf, sind alleine an der Kugel und lassen uns durch ein leckeres Frühstück verwöhnen. Da angekommen sein wo wir schon seit langer Zeit hinwollten ist schon ein tolles Gefühl. Für uns ungewöhnlich brechen wir um 10 Uhr auf und fahren wieder Richtung Süden.

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Vesteraelen

Sonntag regnet es mal wieder, also nix mit früh los. Die Fahrt ist auch verregnet und wieder sehen wir nicht viel. Dafür finden wir eine günstige Tankstelle, Sonntags tanken ist in Norwegen am günstigsten, diesen Tipp hatte Andy von einem Trucker erhalten und bisher stimmt es wirklich. Auf den letzten 20 KM nach Andenes nimmt der Wind immer mehr zu, die Fahrt ist fast wie auf ner Achterbahn. Auch im Ort weht es heftig. Bei den Ausflugsbooten erhalten wir den Hinweis, dass vor Mittwoch kein Boot mehr auf Safari geht – super ... Der  CP ist dann direkt am Meer. So werden wir die ganze Nacht mal mehr oder weniger durchgeschaukelt. Am nächsten Tag erzählen uns dann die Nachbarn, dass sie schon mehrere Tage hier stehen und auf eine Walsafari warten. Windstärken bis 9 und 5 bis 6 Meter hohe Wellen haben dies jedoch verhindert und die letzten, die es versucht haben, kamen vor drei Tagen grün im Gesicht zurück. Neeee das ist nix für uns Landeier. Schade, aus der Walsafari wird leider nix. Tagelang warten bei heftigem Wind und dann wohlmöglich keinen Platz zu bekommen, denn es warten doch einige auf eine Möglichkeit, lassen uns weiter fahren. Ein Ort weiter soll es eine Vogelsafari geben und das schauen wir uns an. Die Insel ist zwar von Land aus zu sehen, doch die Vorstellung mit einem kleinen Boot dort hin zu fahren, bei dem Wind und möglichen Wellengang lassen uns auch hier zögern. Schließlich entscheiden wir, dass wir irgendwann und irgendwo auf der Welt die Chance erhalten werden, Wale und Papageientaucher zu sehen. So machen wir uns auf den Weg immer am Wasser entlang, ab und an machen wir einen großen Kringel. Auch scheint die Sonne und so finden wir in Lodingen einen schönen Stellplatz im kleinen Fischerhafen. Andy klettert noch zum Leuchtturm hoch und bewundert die Aussicht über die Fjordlandschaft.

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Auf den Lofoten

Da wir die Fähre um 18:45 Uhr bereits am Vortag reserviert haben, können wir Montag ganz entspannt nach Bodoe fahren. Vorher haben wir noch Zeit gemütlich durch den Ort zu spazieren. Kleines nettes Städtchen mit einer Mall und vielen kleinen Lokalen im Hafen. Es ist endlich mal wieder Sonnenschein, nach den ganzen Regentagen tut uns dies sehr gut. Nach 4 Stunden auf der Fähre landen wir in Reine auf einem großen Schotterplatz direkt am Wasser. Die Überfahrt ist recht ruhig aber es geht ein heftiger Wind, Andy geht immer wieder an Deck um sich die vorbei ziehenden Inseln anzuschauen. Dienstag bleiben wir noch einen Tag in Reine stehen. Reine ist der fotogenste Ort der Lofoten und ist gar im Lego Land nachgebildet. Schöne kleine bunte Holzhäuser, die vielen Fischgestelle für den berühmten Stockfisch – leider hängen nur noch vereinzelt einige Fischköpfe, was aber dem unangenehmen Geruch keinen Abbruch tut, was mag es hier stinken wenn alle Gestelle im Frühjahr voller Fisch hängt – nette Lokale und Fischerbote. Die Kulisse perfekt machen dann die Berge ringsum – schon ein schöner Ort. Auch die Stimmung ist klasse, hier warten viele Backpacker auf eine Fähre zu den Wanderwegen, welche nur per Schiff zu erreichen sind. Am Mittwoch fahren wir auf engen Sträßchen nicht allzu weit bis zum CP Fredvang. Ein großer Wiesenplatz wo wieder einmal alle kreuz und quer stehen, ist wohl so üblich in Norwegen. Die Sonne zeigt sich immer mehr und auch der Wetterbericht verspricht weitere Sonnentage, so dass wir uns spontan entschließen einige Tage hier zu bleiben. Die letzten Wochen sind wir ja immer jeden Tag gefahren oder haben uns eine Stadt angesehen, wir brauchen mal eine Auszeit vom immer wieder woanders ankommen. So werden es 8 Nächte, die Sonne ist klasse und wir sitzen häufig vorm Dicken und ruhen uns aus. Auch quatschen wir mit Nachbarn, lernen zwei nette Pärchen aus Hagen und Zürich kennen. Die 4 haben sich im Oktober letzten Jahres auf einem CP kennen gelernt und sind nun überwiegend zusammen auf Tour. Die beiden Männer haben ein Boot mit und sind jeden Tag zum Angeln raus. An ihrem Angelerfolg haben wir teil und genießen leckeren Heilbutt und Lump. Vielleicht sehen wir die 4 wieder – sie wollen im nächsten Winter nach Spanien und Marokko, so wie wir auch. Nur ausruhen ist langweilig, Andy muss natürlich wieder etwas unternehmen, in der Nähe soll der schönste Strand der Lofoten sein. Vom CP zu Fuß in 7 km zu erreichen, also los. Schon bald geht es steil bergauf, über Stock und Stein und teilweise recht ausgesetzt. Ist es nicht sein Wandertag oder ist es doch recht anstrengend? Nach 2 Stunden ist der Grad auf 580 Höhenmeter erreicht, von hier oben ist die Bucht zu ahnen, doch um dort hin zu kommen müsste Andy die Höhenmeter wieder runter und dann retour wieder rauf und wieder dann runter kraxeln. Nach einigem hadern mit sich selbst dreht er um. Auf dem Weg runter ist dies wohl die richtige Entscheidung: die Beine schmerzen und das lädierte Knie meldet sich auch. Auch soll es eine einfachere Strecke zum Strand geben. Mit dem Rad fährt Andy auch immer mal wieder zu einer nahen Brücke, um dort von einem alten Bootsanleger zu angeln. Die Kühltruhe füllt sich zunehmend mit Makrelenfilet. Eine kleine Fahrradtour auf Nebenwegen führt in das Hinterland, vorbei an der Einstiegsstelle zum zweiten Wanderweg zum Strand. Es ist Samstag und es stehen viele Autos und Kleinbusse hier. Also wird die Wanderung auf Montag verschoben, leider. Denn es ziehen am Montag Wolken auf die sich die nächsten Tage halten. Am Dienstag abend kommen dann Nebelfelder auf die sich dann leider auch tagsüber halten. Immer wieder hören wir von neu ankommenden Mobilisten, dass diese bis kurz vor dem Eintreffen hier am CP nur durch Sonne gefahren sind. Für uns ein klares Signal zum Aufbruch. Es geht weiter. Die Fahrt über die kleinen Inseln der Lofoten ist traumhaft schön, wir haben uns echt in dieses Land verliebt. Wir machen uns am Donnerstag auf – nach kurzer Fahrt geht es auf schmalen Straßen zum Museumsdorf Nusfjord. Hier gibt es einen winzigen Parkplatz, nix für uns. Die Auffahrt ist schon ziemlich steil und unübersichtlich. Oben dann Chaos pur, die rauf fahren sehen natürlich nicht, dass alles rappelvoll ist. Hier zu drehen kostet uns sicher eine halbe Stunde. Dann stehen wir oben auf der steilen Abfahrt und von unten drängeln die nächsten nach. Wir sollen doch rückwärts fahren. Nee, da spielt Andy nicht mit, Motor aus und irgendwann unter lauter Protesten fahren die zwei Autos dann rückwärts. Warum eine Fahrerin dies gerne vermieden hätte wird schnell klar, die Fahrt ähnelt mehr einer Schlangenlinie und muss mehrfach neu angesetzt werden. Also nix mit Museumsdorf für uns. In Leknes kaufen wir nach der langen Zeit ein, es gibt Krabben, Pizzazutaten, Bier und Salat, für sage und schreibe 160 €, und der Wagen ist nur zu einem drittel voll. Bei Sport1 gibt es für Andy neue Blinker, denn der ein oder andere ist auf dem Meeresgrund geblieben. Die Sonne genießen wir auf einem super schönen CP in Brustranda. Alle Plätze sind direkt am Wasser gelegen und bilden in Verbindung mit den roten Ferienhäusern eine schöne Kulisse. Auch kann Andy seinem neuen Hobby direkt vorm Dicken nachgehen und bringt 4 Makrelen an Land. Am nächsten Tag kommen wir ungewöhnlicherweise früh los, 11Uhr J Das Wetter ist herrlich und wir fahren auf kleinen Nebenstraßen einen Kringel um eine weitere Insel. Der Weg nach Henningsvaer ist idyllisch das Wasser ist klar und smaragdgrün. Das kleine Städtchen ist nett anzusehen und in einer Stunde zu erkunden. Die Beschreibung „das Venedig der Lofoten“, naja, passt aber für uns nicht so ganz. Nachmittags landen wir auf dem CP in Kabelvag. Hier stehen wir zwischen dicken Felsen direkt am Meer. Wir sitzen bei 24 Grad vorm Dicken und genießen das Abendprogramm. Direkt vor uns gibt es zwei steile Kletterrouten und die werden von mehreren Kletterern in Angriff genommen – mal mehr und mal weniger gekonnt. Als Höhepunkt ziehen zwei Schiffe der Hurtigroute an uns vorbei. Lange sitzen wir draußen und essen fangfrische Makrelen mit Salat – was für ein Genuss. Am nächsten Tag sind wir nach wenigen KM in Svolvaer, eine für seine Galerien, Läden und Kulturveranstaltungen bekannte Stadt auf den Lofoten. Schön ja, aber ..... so ganz springt der Funke nicht über. Aber es ist super warm und wir erstehen Ersatz für den zu Bruch gegangenen Deckel für unsere große Pfanne und kaufen noch Kleinigkeiten für den Kühlschrank ein. Am Trollfjord an der schmalsten Stelle von 80 Metern Breite stellen wir uns auf einen Stellplatz direkt am Wasser. Dieser ist bekannt dafür, dass die Schiffe der Hurtigrouten ganz nah an einem vorbei ziehen. Und so ist es auch, toll. Um 17 Uhr und 24 Uhr fahren sie direkt an uns und dem Dicken vorbei und tuten auf Grund der winkelnden Wohnmobilsten. Auch vom Anleger aus kann Andy wieder einige Makrelen an Land ziehen, langsam geht uns der Platz in der Kühltruhe aus. Morgen geht es zu der Inselgruppe der Vesteralen und dort in Andenes wollen wir auf Walsafari gehen.

 

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Auf dem Kystriksveien Strasse Nr. 17

Der Kystriksveien zählt zu den schönsten Strecken an der Norwegischen Küste. Auf der Strecke gibt es 7 Fährverbindungen und unzählige Tunnels.

 

Heute kaufen wir das erste Mal auf unserer Tour Grillfleisch ein, neben mitgenommenen Spagetti, Grünkohl aus Dosen, Ravioli, Bohnentopf und Linsencurry muss es heute mal Fleisch sein. Wir landen nach kurzer Fahrt auf einem kleinen CP in Namdalseid. Abends sitzen wir mit einer Norwegerin, einem Neuseeländer und einem Australier in der Grillhütte. Es ist schön am offenen Feuer im Trockenen zu sitzen und unsere Englischkenntnisse zu verbessern. Nachdem die drei sich 4 Würstchen am Stock auf dem Feuer wärmen essen wir unsere leckeren Grillkoteletts doch lieber im Dicken. Seit Balestrand funktioniert unsere SAT Schüssel nicht mehr, und so freuen wir uns über ein gut funktionierendes WIFI und schauen fast den ganzen Nachmittag und Abend Filme und Nachrichten in der Mediathek. So geht dann auch der Sonntag zügig dahin - neben zwei Maschinen buntes. Montag geht es auf der 17 weiter Richtung Norden. Endlich mal wieder Fjorde, leider bei April Wetter. Wir landen auf einem CP in Bindalseidet. Der Platz ist so ganz anders als die üblichen CP, es gehen mehrere kleine Wege zum Fjord aber wo man sich dann hinstellt ist nicht klar ersichtlich. Doch da steht schon ein deutsches Pärchen und Andy fragt mal nach. Einfach hier stehen bleiben, denn die andere Seite war gestern brechend voll. Aja und warum steht ihr hier zwei Tage? Der Platz mit Blick auf den Fjord ist doch toll, stimmt, und außerdem hätten sie direkt hier vor der WoMo Tür 7 Makrelen gefangen und wollten es heute noch einmal probieren. Andy kann es gar nicht abwarten bis unser frühes Mittag bzw. Abendbrot gegessen ist. Er gesellt sich zu den beiden und ihr glaubt es nicht: fast jeder Wurf ein Treffer. Am Ende werden es 14 Makrelen die entwischten gar nicht mitgezählt! Zum Glück siegt dann die Vernunft über den Jagdeifer bei Andy, oder war es die sich abzeichnende Blase am Daumen? Denn das Ausnehmen der Fische und das Filetieren dauern dann fast eine Stunde. Ute meint Andy wäre stolz wie Oskar. Vor allem ist die Kühltruhe jetzt gut mit Makrelenfilets gefüllt. Dienstag geht es weiter Richtung Torghatten. Wir sind dort mit Günter verabredet. Andy will mal ein Seekajak ausprobieren und angeln, doch nun stehen wir alleine hier. Haben wir Günter die letzten beiden Male zufällig getroffen klappt das geplante Treffen leider nicht. Mit den befreundeten Paddelfreunden ist Günter dem schlechten Wetter ausgerechnet heute Morgen entflohen und sie hoffen auf einer nahen Insel bessere Paddelbedingungen zu finden. Also was tun? So wandert Andy zum Torghatten hinauf, echt anstrengend aber es lohnt sich sehr. Das Loch im Berg ist während der letzten Eiszeit entstanden. Mehrere Sagen erzählen natürlich andere Geschichten. Auf alle Fälle ist es das bekannteste Wahrzeichen der norwegischen Küste. Mal wieder ein irres Highlight, leider nix für Utes Knie - schade. Eigentlich wollten wir uns hier auch mit Edith und Winfried treffen. Die beiden hatten wir ja in Ribnitz-Damgarten kennen gelernt und nette Stunden miteinander verbracht. Wie der Zufall es will leben beide seit dem gleichen Zeitpunkt wie wir im Wohnmobil. Da die beiden ihre Nordkaptour genau umgekehrt zu uns machen, kommen wir uns nun entgegen. Am nächsten Tag fahren wir bei starkem Regen, was auch sonst, den beiden noch ein Stück entgegen. Ein Stück ist gut, es gilt noch zwei Fähren zu meistern und eine lässt uns gar 3 Stunden bis zur Abfahrt warten und dauert dann auch noch eine Stunde Fahrzeit. Entsprechend kaputt kommen wir auf den CP Sandnessjoen an. Wir fahren verschlungene Pfade direkt ans Meer. Wir stehen hier super, das Meer vor der Nase und die 7 Schwestern im Rücken. Eine Bergkette mit sieben Gipfeln bis zu 1.100 Meter hoch und wie der Torghatten natürlich durch Sagen entstanden. Zu sehen sind sie allerdings bis zur Abfahrt am übernächsten Tag nicht. Alles in dicken Wolken verhüllt. Donnerstag treffen Edith und Winfried mittags bei uns ein. Es wird ein schöner Nachmittag und auch Abends quatschen wir bis 3 Uhr morgens. Freitag fahren die beiden recht früh los und wir trödeln wie immer vor uns hin. Danke Euch Beiden - es waren schöne Stunden mit Euch und dem Versprechen uns in Spanien oder Portugal im Winter wieder zu sehen. Auf dem Weg nach Bodoe und zwei weiteren Fähren bleiben wir im dicksten Regen in Flostrand auf einem schön angelegten Parkplatz in Straßennähe stehen. Die ganze Nacht und auch noch der Vormittag geht die Welt unter, es regnet nicht, es schüttet wie verrückt. Auf der 17 gibt es auch wieder einige Tunnel und weitere Fähren. Leider können wir aufgrund des schlechten Wetters kaum die schöne Landschaft erkennen. So belassen wir es auch dabei, den Svartisen Gletscher nur von weitem zu sehen, gerne wären wir mit einem kleinen Bötchen über den See dorthin gefahren. Über eine kleine Straße geht es dann zur Fykanseilbahn, nicht ohne vorher den unbeleuchteten Tunnel zum Nationalpark hin und wieder zurück zu fahren, sehr zur Begeisterung von Ute. Denn es geht stetig im Tunnel bergauf und die Piste ist ruppig. Wenn jetzt wieder der Diesel ausgeht ..... aber seit dem Erlebnis in Spanien tanken wir ja nun schon bei halb leeren Tanks. Abend kommt doch glatt die Sonne raus und so muss Andy die Fykal Treppe in Angriff nehmen. Sie wurde als „Abkürzung“ für die Bauarbeiter des ersten Kraftwerks in Glomfjord angelegt. Eine luftige Angelegenheit mit Hängebrücke und Hangaufstieg mit 1.129 Stufen. Na, Stufen ist gut - ohne die beiden Seile an den Seiten ginge gar nix. Es ist als würde man eine Stiege zum Dachboden hochsteigen, so schmale Stufen und so steil. Hoch zu geht es ordentlich auf die Pumpe und Beine, doch jeder Blick zurück ist wirklich schrill. Andy schaut ins Nichts so steil ist das Ding. Nach 700 Stufen, alle 100 Stufen ist eine Markierung, ist Schluss. Es windet sehr, es ist bereits 21 Uhr und der Gedanke da wieder runter ..... Wir stehen super zwischen zwei Wasserfällen und genießen es sehr in der Einsamkeit zu stehen. Am nächsten Tag sehen wir zwar wieder bei tief hängenden Wolken keine Berge aber dafür kreuzen ein Eichhörnchen und ein dicker Wiesel unseren Weg. Endlich kommen wir in Saltstraumen an. Der Campingplatz ist nichts dolles und recht voll, doch der größte Malstrom der Welt ist nur wenige Meter entfernt. Es ist der größte Gezeitenstrom der Welt, alle 6 Stunden werden unglaubliche Mengen an Wasser durch die schmale Stelle gepresst. Es entstehen Strudel und Strömungen, irre. Andy ist hin und weg, solche gewaltigen Kräfte hautnah zu sehen begeistern ihn sehr. So muss Andy gar um Mitternacht noch mal hin. Und gut getan: das abfließende Wasser bildet riesige Strudel direkt am Ufer, dazu die untergehende Mitternachtssonne und wieder ist es ein Highlight auf der Tour.  Morgen geht dann nach Bodoe und von dort mit der Fähre zu den Lofoten.

 

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Trondheim

Am Donnerstag geht es weiter auf dem Atlantikvegen Richtung Trondheim, gepriesen als eine der 10 schönsten Routen der Welt. Diese Straße gefällt uns zwar, aber ganz soo toll finden wir sie denn doch nicht. Nach einem wie hier immer irre teuren Einkauf von frischen Lebensmitteln landen wir 17 KM außerhalb von Trondheim auf einem CP. Freitag geht es mit dem Bus nach Trondheim, die Stadt gefällt uns auf Anhieb. Alte Häuser am Ufer des Flusses, die 200 Jahre alte Brücke, nette Fußgängerzonen mit von uns lange nicht gesehenen Geschäften und wir fühlen uns wohl, zumal die Sonne heute mal den ganzen Tag scheint. Andy ergattert eine Jacke von Nike mit Kapuze und auch eine überteure Flasche Cognac muss sein. Nach 6 Stunden qualmen die Socken, doch wir wollen uns noch die geschichtsträchtige Kirche ansehen. Hier wurden viele norwegische Könige gekrönt und es kostet natürlich Eintritt, doch finden wir keinen Preis angeschlagen. So lassen wir Kirche Kirche sein und fahren mit dem Bus wieder zum Dicken. Ein wirklich gelungener Tag für uns in der drittgrößten Stadt Norwegens. Waren wir von Bergen enttäuscht und der gute Eindruck von Oslo durch viel Regen getrübt haben wir Trondheim sehr genossen.

 

 

 

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Ausruhen und Angeln auf der Halbinsel Lyso

Am Montag schlafen wir wieder einmal lange und machen uns gemütlich in Richtung Atlantikstraße auf den Weg. Bei der ersten schönen geschwungenen Brücke am Meer muss Andy seine neue Angel ausprobieren. Hier stehen schon viele Gleichgesinnte, doch bis auf drei Tschechen hat keiner wirklich Erfolg. Die drei holen einen oder manchmal auch drei Fische auf einmal aus dem Wasser und alle anderen, inklusive Andy, schauen in die Röhre. Der von uns ausgesuchte Übernachtungsparkplatz ist leider eine Baustelle und so weichen wir auf einen kleinen CP in Lyso aus. Hier bleiben wir drei Nächte, faulenzen und Andy fängt gar seine ersten Fische, die letzte Erfolge dieser Art liegen über 40 Jahre zurück. Ärgerlich ist, dass zwei dreiste Polen unter unseren Dicken krabbeln, um sich an unseren Stromanschluss zu hängen. Warum sie dies tun ist auch nach längeren Diskussionen nicht nachvollziehbar, denn es sind noch ausreichend Steckplätze vom CP frei. Doch die Gegend ist wieder klasse, ganz anders als die Fjordlandschaften, viele kleine Inselchen und direkt am Meer. Andy kommt mit einer Gruppe aus Brandenburg ins Gespräch und ist ganz begeistert, welch große Anzahl an wirklich großen Fischen diese hier vom Boot aus aus dem Meer holen.

 

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Geirangerfjord und Trollstigen

Am Freitag fahren wir Richtung Geirangerfjord. Heute ist ein sehr warmer Tag und Ute kommt nicht nur deswegen ins Schwitzen. Sind doch wieder einmal viele Höhenmeter und Serpentinen zu meistern. Hoch oben auf einem Plateau steht, wie könnte es auch anders sein, Günter der seine Reiseroute verändert hat. Mit ihm als direkten Nachbarn und drei Kreuzfahrtschiffe als weitere Nachbarn stellen wir uns auf den CP direkt in Geiranger. Leider laufen die Motoren der Schiffe auch ohne anwesende Passagiere weiter. Im engen Tal ist Smogalarm. An diesem warmen Tag sitzen wir aber noch lange draußen und quatschen. Nach einem gemeinsamen gemütlichen Frühstück besichtigen Günter und Andy den nahen Wasserfall und machen etwas für die Figur, denn es sind viele Stufen zu erklimmen. Die Treppen am Wasserfall sind aber nicht gut für Andys Knie – Man(n) wird halt nicht jünger. Lose verabreden wir uns mit Günter, uns hinter den bevorstehenden Trollstigen zu treffen. Erst einmal geht es wieder in steilen Serpentinen aus dem Tal hinaus, Ute mag auf Grund der schmalen Straße und der herrlichen Aussichten J gar nicht hinsehen. Da die Trollstigen immer gut besucht sind wollen wir diese am späten Nachmittag befahren. Vorher legen wir uns auf einem Parkplatz etwas aufs Ohr und ruhen uns aus. 2 KM vor den Trollstigen werden wir von dichtem Nebel überrascht. Lediglich 5 Meter Sicht und schmale Straßen lassen uns den Parkplatz am Aussichtspunkt anfahren. Da es nicht besser wird bleiben wir einfach für eine Nacht stehen. Günter ergeht es ähnlich und steht wohl einige Parkplätze hinter uns, doch hier oben gibt es kein Netz und so wissen wir dies noch nicht voneinande
Am nächsten Tag ist die Sicht zwar besser aber viel zu sehen gibt es auf der Fahrt wirklich nicht. Dies ist zwar schade aber vielleicht ja auch ein Grund noch einmal hierhin zu kommen. Durch die vielen, in den letzten Tagen gefahrenen Serpentinen kommt uns die Tour nicht ganz so spannend vor wie immer beschrieben. Gemütlich machen wir uns auf den Weg Richtung Meer, nehmen eine Fähre (diesmal gar 40 €) und fahren in einem Tunnel unter einem Fjord durch, mal etwas anderes als mit Fähre oder Brücke. In Bud finden wir einen großen Schotterparkplatz zum übernachten.

 

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Briksdalsbreen Gletscher

Nach einem gemeinsamen Frühstück mit Günter machen wir uns alleine auf den Weg zum Briksdalsbreen Gletscher. Die Straßen hierhin sind teilweise noch nicht ausgebaut. Am Fjord entlang wird die Straße immer enger, dann taucht vor uns ein ganz schmaler Tunnel auf. Dieser ist nur durch jeweils einem Fahrzeug in eine Richtung zu passieren, ohne Ampel versteht sich. Da das Sträßchen davor und dahinter ebenfalls sehr schmal ist, geht es eine halbe Stunde weder vor noch zurück. Zumal einige meinen mit drängeln und vorpfuschen schneller voran zu kommen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Im Tunnel rückwärts fahren will keiner und dahinter ist ja auch schon der Nächste und drängelt. Wir haben ja Zeit und so wird das Spektakel ewig in unserer Erinnerung bleiben. Zum Glück ohne Spuren am Dicken, denn Felswände und Spiegel kommen ihm heute sehr nahe. Die weitere Fahrt zum Gletscher genießen wir im strahlenden Sonnenschein und empfinden das Tal als einen Traum. Direkt am Fuße des Gletschers unmittelbar unter einem Wasserfall finden wir einen netten CP. Donnerstag stehen wir früh auf, 8 Uhr hihi, und wandern zum Gletscher. Die Sonne spielt mit, nur häufig weht ein heftiger Wind. Stetig geht es bergauf und tapfer ignorieren wir die Möglichkeit mit kleinen Wägelchen transportiert zu werden, wie es die vielen Tagestouristen, überwiegend Japaner, machen. Der Gletscher selbst ist stark abgeschmolzen, aber ein wunderschönes Erlebnis. Zurück am Dicken schaffen wir es gar noch einige Hausarbeiten zu erledigen. Zur Belohnung gibt es eine herrlich heiße Dusche für 10 NOK.

 

 

 

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Kommentare sind wieder möglich

Mit einem Update bei Jimdo waren seit einigen Blogeinträgen keine Kommentare mehr möglich. Dies ist nun behoben. Über Eure Beiträge haben wir uns doch immer sehr gefreut. also......

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Flam, Kreuzfahrtschiffe und klein Kanada

Wir fahren wieder in Richtung Fjorde. Die Fahrt von Bergen nach Flam geht flott dahin, was zum einen an den gewählten endlich, zumindest für Ute, größeren Straßen liegt, aber auch an den vielen Tunneln. Einer ist gar 12 KM lang, was aber nur die Hälfte von dem längsten Autotunnel ist, aber da kommen wir erst in zwei Tagen hin. In Flam stellen wir uns auf dem örtlichen CP um möglichst nah an den Ausflugboten durch den Fjord zu sein und auch geht hier direkt die Flambahn los. Am nächsten Tag brechen wir dann auf um eine der Attraktionen zu  nutzen. Aber als wir unten im Hafen ankommen trifft uns der Schlag, unzählige Reisbusse und ein  Kreuzfahrtschiff haben ihre Menschenmassen losgelassen. Es geht zu wie auf dem Rummel, alle Bootstouren und Fahrten mit der Flambahn für heute ausgebucht. Mist aber große Lust hätten wir auch nicht gehabt gedrängt mit vielen Menschen im Zug oder Schiff zu sitzen. Also machen wir das Beste draus, drehen eine große Runde und ruhen uns im Dicken aus. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Und an dem sehen wir morgens aus dem Dicken heraus drei auf Rede liegende Kreuzfahrtschiffe. Ne ne da brauchen wir es erst gar nicht versuchen zwei Plätze zu ergattern. Also entwickelt Andy eine Alternative für den heutigen Tag, wir fahren nicht wie geplant durch den 24 KM langen Tunnel sondern drüber. Sehr zum Leidwesen von Ute geht es dann in vielen Serpentienen den Berg hinauf zu einer Aussichtsplattform (Stegastein) weit über dem Fjord. Bei einigen Stellen macht Ute einfach die Augen zu und aussteigen um sich die weit unten liegenden Schiffe anzusehen kommt erst recht nicht in Frage. Die Fahrt über das Hochplateau Flotvatnet ist dann recht schön und entspannt. Lediglich einige Schafe müssen umfahren werden, die Wollknäul haben so gar keinen Schiss vor Fahrzeugen. Um an unser heutiges Ziel Balestrand zu kommen müssen wir noch zwei Fähren nehmen und eine traumhaft schöne Straße direkt am Fjord entlang fahren. Auch wieder arg eng aber mit kaum Gegenverkehr kein Thema. In Balestrand finden wir einen kleinen CP und ruhen uns aus. Als wir gerade ins Bett wollen klingelt das Telefon. Günter ist dran, der Schwiegervater von Andys Bruder, auch er ist in Norwegen unterwegs und wir hatten uns lose verabredet. Wie der Zufall es will steht er mit seinem Wohnwagen einen Ort weiter auf einen CP und kommt ruck zuck bei uns vorbei. Es wird viel erzählt über die gefahren Route und die kommenden. Es ist schon fast wieder hell als er fährt, quatsch um hab eins am morgen ist es noch taghell!!!!! Morgen wollen wir zusammen das Tal des Gaularvassdraget ansehen. Es ist eine Route der Touristik Wegen in Norwegen, und wir werden nicht enttäuscht. Schon die Anfahrt ist ein Traum, eine kleine kaum befahren Straße führt direkt am Fjord entlang um sich dann in vielen Serpentinen den Berg hoch zu winden. Oben gibt es eine neue schön angelegte Aussichtsplattform. Im Tal gibt es einen Wanderweg entlang des wilden Flusses, vor knapp 20 Jahren haben sich Umweltschützer durchgesetzt und so ist der natürliche Flusslauf erhalten geblieben und nicht wie so viele andere der Stromgewinnung zum Opfer gefallen. Einen kleinen Abschnitt wollen wir laufen, leider wird es nach wenigen hundert Metern für Ute zu krüppelig und sie hat Angst um ihre kaputten Knie. So wandern Günter und Andy alleine los. Es ist ein wunderschöner Wanderweg entlang des Flusses, wenn auch durch viele kleine bergauf und bergab Abschnitte anstrengend. An einem kleinen Gatter überlegen die zwei dann umzukehren und blöken zum Spaß mit den Schafen. Es kommt auch direkt eine Antwort nur klingt die ganz komisch, irgendwie von unten meint Andy noch. Und richtig ein Schaf ist zwischen großen Steine gefallen und kommt nicht mehr raus. Alles ziehen schieben und gut zureden hilft nichts, das blöde Schaf kommt zwar selber nicht mehr aus der misslichen Lage raus aber helfen lässt es sich auch nicht. Versperrt sich mit allen vieren um im Anschluss wieder blöd zu schauen und zu blöken. Kurz vorher hatten die beiden eine bewohnte Ferienhütte gesehen und fragen dort einmal ob der Schäfer bekannt sei. Klar der wohnt dort hinten im roten Dingsbums Haus. Nur rot ist hier jedes zweite Haus! Die Dame des Hauses sieht wohl ein das es besser ist selbst dem Schäfer bescheid zu sagen. Ende offen hoffentlich hat der Schäfer mehr Glück und bekommt das Tier aus der Notlage befreit. Unterwegs hatten die beiden auf der anderen Seite des Flusses eine Wohnmobil gesehen welches direkt am Wasser stand gesehen, und da wollen wir nun hin. Es ist ein winziger CP, aber alle sind sich einig so schön in traumhafter Natur direkt an einen tosenden Fluss hat von uns noch keiner gestanden. Könnte glatt in Kanada sein meinen wir.

 

Wir sitzen noch lange draußen und quatschen, endlich meint es das Wetter mal gut mit uns.

 

 

 

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Bergen

Wir erreichen, nach schöner Fahrt und einer kleinen Wanderung unter einem Wasserfall durch, einen CP nur eine Busstunde von Bergen entfernt und es regnet ohne Ende. Freitag fahren wir dennoch in die Stadt. Bewaffnet mit Regenjacke und Schirmen. Wir laufen durch die alte Stadt mit schönen Holzhäusern. Im Hafen liegen zwei Kreuzfahrtschiffe ua. die Aida Luna, welche wir schon mal in Hamburg gesehen haben. Wir wandern zum Fischmarkt und sind enttäuscht, es sind lediglich für Touris aufgestellte Fressbuden und die kleine Halle ist hoffnungslos überfüllt. So auch die alten Holzhütten mit kleinen Geschäften im Stadtteil Bryggen. Alles nicht mehr so wie wir es in Erinnerung haben, vor 30 Jahren gab es keine Kreuzfahrtschiffe mit der Überflutung mehreren Tausend Menschen und groß Kommerz gab es auch noch nicht. In einem kleinen Kaffee wärmen wir uns auf, neben dem starken Regen hat es auch nur 13 grad. Bergen ist für uns die Stadt der Frisöre, an jeder Ecke findet man mindestens einen. Andy will noch in einem Sportgeschäft endlich seine Angel kaufen, findet aber nichts günstiges. Die Wartezeit kommt Ute gerade recht, sie ergattert ein T-Shirt mit einem Elchaufdruck. Viel zu schnell fahren wir wieder zum Dicken zurück. Das Wetter ist mies und irgendwie passt die Stadt so gar nicht zu unseren Erinnerungen.

 

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Fjorde und Wasserfälle

Am Sonntag regnet es sehr und so bleiben wir noch einen weiteren Tag auf dem CP. Andy wird aktiv als Hausmann, er wäscht 3 Maschinen und abends gibt es eine Bohnenpfanne.  Ein Camper ist recht anhänglich und stellt sich praktisch in unseren Radkasten, obwohl rundherum viele Plätze frei sind. Lustig ist eine Gruppe recht lauter Japaner, welche das Camping ganz offensichtlich nicht gewohnt sind und mit ihren Hartschalenkoffern ständig herumwuseln. Am Montag fahren wir gemütlich an Fjorden vorbei, nehmen eine weitere Fähre und kommen bei strömendem Regen in Sand an. Hier stellen wir uns mitten ins Städtchen direkt am Fjodhafen. Als direkten Nachbar haben wir heute ein 150 Jahre altes Segelschiff. Ute hofft, dass die Seeleute dies gut vertäut haben, denn der Bug ist nur 3 Meter vom Dicken entfernt. Am Dienstag ist der Tag der Fjorde und Wasserfälle. Am Langfossen zahlen wir gar für wenige hundert Meter zum Parkplatz hin und zurück je 8,00 € Maut. Leider regnet es auch noch stark, so fahren wir ohne den Weg am Wasserfall zu laufen wieder weiter. Früh erreichen wir das Örtchen Oddo, hier stehen wir wieder direkt am Fjord. Es gibt eine kleine Fußgängerzone, sonst nichts Spannendes. Wir kaufen Salat für morgen ein und ruhen uns von der Fahrt aus. Am nächsten Tag geraten wir vor einer Baustelle in einen Stau. Andy hält einige Meter vor dem Ende des Staus um ausreichend Platz für den Gegenverkehr zu lassen. Dies finden nicht alle so gut und drängeln sich vor. So auch ein Holli, dieser fährt dem hinter uns stehenden Franzosen den Spiegel ab. Action pur, Holli kann kein Französisch Franzose kein Englisch und Andy mittendrin, so vergeht die Wartezeit wie im Fluge. Danach geht es hauptsächlich durch Tunnel weiter, mit endlosen Kurven, mit Kreiseln, mit Licht und manchmal auch ohne. In einem Tunnel gibt es gar einen Kreisverkehr mit blauer Beleuchtung, echt futuristisch. Wir bestaunen noch den Voringsfossen und landen schließlich am Eidfjord auf einem kleinen CP. Der Abstecher zum Wasserfall war echt ein Highlight, führt doch die Strecke durch mehrere Tunnel welche in Spiralen steil nach oben führen (Kartenausschnitt bei Bilder!). Andy freut es Ute weniger und der Dicke, naja sagen kann er nix, aber hoch zu immer Vollgas und runter nur bremsen riecht  schon sehr nach Anstrengung. Donnerstag ist spülen und duschen angesagt und beim wegfahren pflügt Andy noch mit der Anhängerkupplung etwas den Rasen, warum machen die den auch so ne blöde Böschung 😎und los gehts. Es geht wieder entlang von Fjorden durch viele Tunnel und Kurven, wir wandern unter dem Eidfjosswasserfall durch und landen nach einem kleinen Umweg, Andy hatte die Strecke anders im Kopf als sie wirklich war, auf einem CP in Bratland, mit Bus und Straßenbahn eine Stunde von Bergen entfernt. Dort soll es morgen hingehen.

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Preikestolen

Andy muss heute auf den Preikestolen, ist ja klar. Vom CP fährt ein kleiner Bus bis zu dem gestrigen Parkplatz. Der erste um 1/4 vor Acht muss es sein und dies ist gut so, doch dazu später mehr.Der Weg ist sehr gut ausgezeichnet, aber auch ohne die roten "T" gut zu erkennen. Die vielen Schuhe, die hier tagtäglich nach oben marschieren und auch wieder zurück kommen hinterlassen deutliche Spuren. Dennoch hat man ab und zu das Gefühl durch fast unberührte Natur zu wandern. So früh sind noch nicht viele unterwegs, obwohl ein paar Wenige kommen schon den Berg runter.Es wird oft auf Steine geklettert, manchmal sind sie zu Treppen aufgeschichtet. Allerdings sind die Stufen oft 30 oder 50 Zentimeter hoch. Das macht den Auf- und später erst recht den Abstieg recht anstrengend. Die hohen Treppenstufen machen es den Beinen schwer. Der Weg besteht fast ausschließlich aus Steinen, große und noch größere in allen Formen, die immer zu treffen ist nicht ganz leicht. Oben angekommen gibt es in der Sonne erst einmal eine Stärkung. Beim Beobachten was die Leute hier oben alles anstellen, Handstand alle möglichen Verrenkungen und es gibt auch welche die ihre Beine über den Rand strecken. Irre, denn es geht 600 m steil hinunter. Toll ist es hier, klasse Blick auf den Lysefjord und das Umland. Nach einigen Fotos ist es Zeit wieder nach unten zu klettern. Beim Aufsteigen ist es noch schön ruhig gewesen, das ist nun vorbei. In der ersten  Stunde zählt Andy 1000 von unten kommende Menschen, und es werden immer mehr. Ganze Gruppen kommen ihm entgegen, hat man sich morgens noch gegrüßt und auch Platz gemacht wird nun ohne Rücksicht hochgedrängt. Nicht so schön, doch wieder am Dicken angekommen steht fest: ein super Tag und die Schmerzen in den Knien und Füßen sind sicher bald vergessen. Einen Ausfall gab es dann doch zu beklagen, die x Jahre alte Wanderhose machte bei einem größeren Schritt nach unter nicht mehr mit. Nun ist wieder etwas mehr Platz im Schrank.

 

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